10.12.2017

Mehr Flexibilität beim Rentenalter für Nidwaldner Kantonsangestellte

Die Regierung will es kantonalen Angestellten ermöglichen, bis 70 zu arbeiten. Zudem soll es möglich sein, Unterstützung bei frühzeitiger Pensionierung anzubieten. …mehr

Der Vorschlag der Nidwaldner Regierung sieht vor, dass es künftig für Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung möglich sein soll, das Arbeitsverhältnis über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus bis maximal zum 70. Altersjahr weiterzuführen. Ein Anrecht darauf besteht allerdings nicht. Die Mitarbeiter sollen im Gegenzug weiterhin bei der Pensionskasse versichert bleiben.

Es werde so für die kantonalen Angestellten attraktiver, länger als bis zum 65. Altersjahr zu arbeiten. Mit den Gesetzesanpassungen kann die kantonale Verwaltung laut der Regierung das Potenzial und die Erfahrung älterer Mitarbeiter verstärkter nutzen und ist so besser auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel vorbereitet.
Kein genereller Anspruch mehr auf Übergangsrente

Der zweite Teil der sogenannten Teilrevision des Gesetzes über das öffentlich-rechtliche Arbeitsverhältnis und über die kanto­nale Pensionskasse regelt die Modalitäten für vorzeitige Pensionierungen. Ein genereller Anspruch auf eine Übergangsrente besteht demnach nicht mehr. Wer freiwillig vorzeitig in den Ruhestand tritt, hat keinen Anspruch auf Geld. Der Regierungsrat vertritt jedoch die Meinung, dass es auch künftig Möglichkeiten für eine vorzeitige Pensionierung brauche. Es soll eine AHV-Ersatzrente ausgerichtet werden können, wenn die Person das 62. Altersjahr vollendet hat und entweder schwerwiegende gesundheitliche Probleme vorliegen oder organisatorische Änderungen wie etwa Umstrukturierungen zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses führen. Der Regierungsrat plant, die Ersatzrente, die auf höchstens 60 Prozent der maximalen einfachen AHV-Altersrente begrenzt ist, als Einlage in die Pensionskasse auszurichten.

Anpassungen kommen gut an

In der Vernehmlassung wurden die Gesetzesanpassungen grösstenteils positiv bewertet. So ist die geplante Möglichkeit, die Pensionierung künftig längstens bis zum Erreichen des 70. Altersjahres aufschieben zu können, völlig unbestritten. Kritische Äusserungen gab es bei der vorzeitigen Pensionierung. Einige Vernehmlassungsteilnehmer lehnten die Abgangsentschädigung für vorzeitige Pensionierungen ab. Dies mit der Begründung, dass mit dieser Entschädigung etwa die vorzeitige Pensionierung gefördert würde. Kontroversen gab es bei den Kriterien für die Rente. Den einen sind sie zu starr, den anderen zu offen.
Kommission begrüsst neue Möglichkeiten

Aufgrund der laut dem Regierungsrat überwiegend positiven Vernehmlassungsantworten hält dieser am aufgezeigten Vorschlag fest. So scheine etwa die Möglichkeit, die Altersrente bis längstens 70 aufschieben zu können, einem Bedürfnis sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer zu entsprechen. Zudem sei dies aufgrund der demografischen Entwicklung auch angezeigt.

Die Kommission für Finanzen, Steuern, Gesundheit und Soziales (FGS) hält in ihrem Bericht fest, dass es bereits heute Möglichkeiten gebe, die Pensionierung flexibel zu gestalten. Diese Regelungen seien jedoch nicht ­attraktiv. Daher sei es richtig, Möglichkeiten zu schaffen, um wertvolle Mitarbeiter weiterbeschäftigen zu können. Auf der ­anderen Seite könne es auch sinnvoll sein, nicht mehr voll leistungsfähigen Mitarbeitern einen Anreiz zu bieten, sich frühzeitig pensionieren zu lassen. Dabei ist für die Kommission laut dem Bericht entscheidend, dass eine Abgangsentschädigung nur dann geschuldet sei, wenn das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber gekündigt oder im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden sei. Die Kommission unterstützt die vorgelegte Teilrevision der beiden Gesetze einstimmig.

Das Geschäft geht auf eine Motion der beiden SVP-Landräte Jörg Genhart (Stans) und Pius Furrer (Ennetbürgen) zurück, die der Landrat vor gut zwei Jahren gutgeheissen hatte. Die Motio­näre vertraten die Ansicht, dass der heutigen demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung mit einer flexibleren Gestaltung der Lebensarbeitszeit besser Rechnung getragen werden solle.

Quelle: Luzerner Zeitung
05.12.2017

 

10.12.2017

Rentenabbau macht Kapitalbezug attraktiver

Die Pensionskassen senken die Renten. Dagegen hilft ein Kapitalbezug – nun aber droht eine Beschränkung.

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Eine Kürzung der Rente um bis zu 10% ist verkraftbar. Dies hat das Bundesparlament diese Woche entschieden. Den Stein ins Rollen brachte die Pensionskasse des Bundes Publica. Denn die mit 64 000 Versicherten grösste PK des Landes senkt den Umwandlungssatz (UWS) per Anfang 2019 von 5,65% auf 5,09%. Pro 100 000 Fr. Alterskapital reduziert sich die jährliche Rente somit von 5650 auf 5090 Fr.

Diese Kürzung wollte der Bundesrat durch einen einmaligen Sonderbeitrag von 160 Mio. Fr. sowie eine jährliche Unterstützung von 40 Mio. Fr. abfedern, was die eidgenössischen Räte jedoch abgelehnt haben.

Umwandlungssätze ausgewählter Pensionskassen

Zwar ist der Spardruck bei der Publica grösser als bei anderen Pensionskassen, weil sie nur über knappe Reserven verfügt. Dennoch hat die Massnahme Signalcharakter: Viele andere PK haben den UWS ebenfalls schon unter 5,5% gesenkt. Den gesetzlich vorgeschriebenen Satz von 6,8% verwenden nur noch wenige Vorsorgeeinrichtungen. Dieser gilt einzig für die gesetzlichen Minimalleistungen bis zu einem Lohn von 84 600 Fr. Weil aber die meisten Pensionskassen bei den Sparbeiträgen über dieses Obligatorium hinausgehen, haben sie bei der Festsetzung des UWS freie Hand.

Die zweite Säule werde aufgrund des ständigen Abbaus kritischer beurteilt als früher, beobachtet Florian Schubiger, Mitgründer der Beratungsfirma Vermögenspartner: «Die Versicherten prüfen vermehrt Möglichkeiten, um den Rentenkürzungen zu entgehen.» Der beste Zeitpunkt dazu ist vor der Pensionierung: Dann muss sich jeder entscheiden, ob er sein Altersguthaben als Kapitalauszahlung oder als Rente beziehen will. Bei dieser Weichenstellung geht es um Hunderttausende Franken – umso reiflicher sollte man sich die Wahl überlegen.

Entscheidend ist das Alter

Das wichtigste Kriterium ist der Gesundheitszustand: Wer davon ausgeht, dass er sehr alt wird, fährt mit der Rentenlösung besser. Bei einer unterdurchschnittlichen Lebenserwartung dagegen empfiehlt sich der Kapitalbezug.

Die unten stehende Grafik verdeutlicht den Zusammenhang. Die Modellrechnung basiert auf einem Altersguthaben von 500 000 Fr. Mit einem UWS von 6,8% erreicht die jährliche Rente 34 000 Fr. Wer nach der Pensionierung noch 30 Jahre lebt, kommt auf Einnahmen vor Steuern von 1 020 000 Fr. Gegenüber dem Kapitalbezug ergibt dies einen Vorteil von mehr als 300 000 Fr., wenn die Rendite auf dem Kapital 1,5% beträgt.

Falls jemand aber schon mit 70 stirbt, profitiert er nur fünf Jahre von der PK-Rente. Mit dem Kapitalbezug hätte für ihn respektive seine Nachkommen 320 000 Fr. mehr herausgeschaut. Wie die Grafik zeigt, führen die beiden Varianten bei einer Lebenserwartung von 83 Jahren zu einer ausgeglichenen Bilanz.

Beträgt der Umwandlungssatz dagegen nur noch 5%, verliert die Rentenlösung an Attraktivität. In der Modellrechnung verschiebt sich das Alter, ab welchem der Kapitalbezug nicht mehr zum besseren Ergebnis führt, auf das 90. Lebensjahr. Und wer mit 95 stirbt, erzielt mit der Rente einen deutlich kleineren Vorteil von lediglich 100 000 Fr.

In der Praxis wird die Abwägung durch weitere Faktoren beeinflusst: Bei einem geringen Alterskapital ist die Sicherheit besonders wichtig, was tendenziell für die Rente spricht. Abzuklären ist ebenso, ob man sich zutraut, das bezogene Guthaben selber anzulegen. Neben der erwarteten Rendite ist zudem die Inflationsprognose wichtig: Im Falle einer starken Teuerung bietet der Kapitalbezug den besseren Schutz.

Auch ein hoher Steuersatz spricht tendenziell für den Kapitalbezug. Umgekehrt wählen Verheiratete eher die Rente, weil die Pensionskassen eine Hinterbliebenenrente auszahlen, welche in der Regel 60% beträgt. Ins Gewicht fällt dies vor allem, wenn die Partnerin oder der Partner deutlich jünger ist. Vielfach empfiehlt sich auch eine Mischlösung, also ein teilweiser Kapitalbezug. Im Mittel beträgt das ausbezahlte Guthaben 170 000 Fr.

Bund will eine Beschränkung

Nun allerdings wollen der Bundesrat wie auch der Ständerat den Kapitalbezug begrenzen. Demnach bleibt dieser nur noch beim überobligatorischen Altersguthaben zulässig. Die Neuerung soll verhindern, dass Pensionäre ihr Geld verjubeln und danach auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind.

Der Nationalrat entscheidet voraussichtlich im nächsten Frühling, ob die Einschränkung rechtsgültig wird. Laut Florian Schubiger bedeutet der Vorschlag eine problematische Zäsur für die zweite Säule: «Bisher galt der Grundsatz, dass die Guthaben in der beruflichen Vorsorge den einzelnen Versicherten gehören. Wenn die Wahlfreiheit aber wegfällt, wird dieses Prinzip infrage gestellt.»

Die Leistungen der zweiten Säule sind deutlich geringer als noch vor wenigen Jahren. Neben der tieferen Verzinsung führen die sinkenden Umwandlungssätze zu einer spürbaren Reduktion der Renten. Die vorgesehene Begrenzung des Kapitalbezugs schmälert die Attraktivität zusätzlich.

Immerhin hielt das Parlament für die Versicherten der Publica ein Trostpflaster bereit. Den Sonderbeitrag lehnte es zwar ab, dafür genehmigte es eine Lohnerhöhung von 0,6% – nachdem es in den beiden Vorjahren jeweils eine Nullrunde gab.

Quelle: NZZ
09.12.2017

8.12.2017

Regierung hält an PK-Abfederungsmassnahmen fest

Trotz Kritik in der Vernehmlassung hält die Baselbieter Regierung an ihren geplanten Abfederungsmassnahmen für die Pensionskasse der Kantonsangestellten fest.

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Die Baselbieter Regierung hält trotz Kritik in der Vernehmlassung an ihren geplanten Abfederungsmassnahmen für die Pensionskasse der Kantonsangestellten fest. Sie hat die Vorlage ohne wesentliche Änderungen an den Landrat überwiesen.

Die Regierung erachtet ihre Lösung als ausgewogenen Kompromiss und als mehrheitsfähig im Landrat, wie Finanzdirektor Anton Lauber am Freitag vor den Medien in Liestal sagte. Aufgrund der unterschiedlichen Rückmeldungen in der Vernehmlassung erwarte er indes keine einfache Parlamentsdebatte.

Mit ihrer Vorlage will die Regierung trotz schlechterer Rahmenbedingungen bei der Basellandschaftlichen Pensionskasse (BLPK) am bisherigen Leistungsziel festhalten. Das modellmässige Leistungsziel für die Altersrenten soll weiter 60 Prozent des letzten versicherten Lohns betragen.

Den Umwandlungssatz will die Regierung ab 2019 bis 2022 schrittweise von 5,8 auf 5,4 Prozent senken. Weil der Satz so nicht wie von der BLPK vorgesehen auf 5 Prozent sinkt, muss der Kanton einen Umlagebeitrag in der Höhe von jährlich 7,6 Millionen Franken leisten.

Zur Finanzierung des Leistungsziels will die Regierung zudem die auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilten Sparbeiträge um 1,4 Prozentpunkte erhöhen. Neu hälftig auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt werden sollen die Risiko- und Verwaltungskostenbeiträge. Bislang übernahm der Kanton die gesamten Verwaltungskosten, und von den Risikobeiträgen zahlte er 55 Prozent.

Renteneinbussen von bis zu 7 Prozent

Neben der Erhöhung der Sparbeiträge und der Zahlung des Umlagebeitrages will die Regierung zur Finanzierung auf Seiten des Kantons zudem den Rententeuerungsfonds aufheben. Unter dem Strich entstehen dem Kanton so Mehrkosten von rund 2,9 Millionen Franken pro Jahr. Die Arbeitnehmenden zahlen jährlich insgesamt rund 2,2 Millionen Franken mehr in die Pensionskasse ein.

Der tiefere Umwandlungssatz wird mit den Massnahmen gemäss Lauber modellmässig kompensiert. Bei jüngeren Arbeitnehmenden gehe diese Rechnung auf. Bei älteren Personen seien indes Renteneinbussen von bis zu 7 Prozent möglich.

Mit den geplanten Massnahmen will der Kanton auf einen Beschluss der BLPK vom Dezember 2016 reagieren. Wegen der schwierigen Bedingungen an den Anlagemärkten senkt diese den technischen Zinssatz per 2018 von 3 auf 1,75 Prozent.

Ohne Gegenmassnahmen würden die künftigen Altersrenten um bis zu 14 Prozent sinken. Im Weiteren werden die künftigen Ehegatten- und Lebenspartnerrenten von heute zwei Drittel auf 60 Prozent der Alters- und Invalidenrenten gesenkt.

Gegenteilige Haltungen der Parteien

Bei den politischen Parteien gingen die Meinungen in der Vernehmlassung weit auseinander, wie Lauber weiter sagte. SVP und FDP seien gegen jegliche zusätzliche finanzielle Leistungen des Kantons für seine Angestellten.

SP, Grüne und Grüne-Unabhängige verlangten, wie auch von der Arbeitsgemeinschaft Baselbieter Personalverbände (ABP) gefordert, zwei verschiedene nach Alter abhängige Umwandlungssätze sowie eine zusätzliche Abfederungseinlage von 40 Millionen Franken. Zusätzliche Abfederungsmassnahmen wolle auch die politische Mitte, die aber grundsätzlich hinter dem Vorschlag der Regierung stehe.

Die Regierung hat sich gegen eine solche Abfederungseinlage ausgesprochen. Gemäss Lauber wäre eine solche im Parlament kaum mehrheitsfähig. Zudem habe sich der Kanton bereits bei der per Anfang 2015 vollzogenen Rentenreform stark finanziell engagiert.

Der in der ersten Jahreshälfte 2018 erwartete Entscheid des Landrats wird abschliessend sein, da es sich um eine Änderung eines Dekrets handelt.

Bessere Verzinsung für 2017

Für das Kapital der aktiven Versicherten hat die Regierung für das Jahr 2017 im Weiteren eine Verzinsung von 3 Prozent empfohlen – aufgrund der bisher guten Anlageperformance der BLPK. Damit will sie die angestrebte Durchschnittsverzinsung von 1,5 Prozent erzielen. In den letzten beiden Jahren betrug die Verzinsung nur 0,875 und 0,625 Prozent.

Eine Verzinsung von 3 Prozent bedeute indes einen Zinsaufwand von 50 Millionen Franken, der zu Lasten der Deckungslücke der Pensionskasse geht. Aufgrund der aktuellen Prognose geht Lauber jedoch davon aus, dass dieser Mehraufwand über die Rendite gedeckt werden kann.

Die Verzinsung des Kapitals der aktiven Versicherten wird jährlich von der paritätisch zusammengesetzten Vorsorgekommission des Vorsorgewerkes Kanton festgelegt. Wie deren Präsident am Rande der Medienkonferenz sagte, hat die Kommission die höhere Verzinsung im Sinne der Regierung bereits beschlossen.

Quelle: Basler Zeitung
08.12.2017

3.8.2017

AXA Winterthur: Mehr Gewinn im ersten Halbjahr 2017

  • Sehr solides Ergebnis: Der operative Gewinn lag auf dem Niveau des Vorjahres, der Reingewinn der AXA Winterthur erhöhte sich um 10,5 Prozent
  • Das Geschäftsvolumen betrug rund 8,4 Milliarden Franken (-2,9%)
  • In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Prämienvolumen auf 3,1 Milliarden Franken (+1,3%). Der Schaden-Kosten-Satz ist mit 85,4 Prozent erneut auf einem sehr guten Stand
  • Im Kollektivlebengeschäft ging das Geschäftsvolumen aufgrund einer selektiven Zeichnungspolitik um 5,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken zurück, im Einzellebengeschäft reduzierte sich das Geschäftsvolumen angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds auf 440 Millionen Franken
    (-4,4%)
  • Mit dem Einstieg in den Gesundheitsmarkt positioniert sich die AXA Winterthur im Rahmen ihrer «Strategie 2020» als erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge

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Die AXA Winterthur verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen gegenüber dem Vorjahr 10,5 Prozent höheren Reingewinn von 410 Millionen Franken. Der operative Gewinn entsprach mit 446 Millionen Franken der guten Vorjahresperiode. Der Anstieg des Reingewinns ist hauptsächlich auf eine positive Wertentwicklung von Wandelanleihen und alternativen Kapitalanlagen zurückzuführen. Das Geschäftsvolumen betrug 8,4 Milliarden Franken und lag damit 2,9 Prozent tiefer als im ersten Halbjahr 2016. Die Unwetterschäden der letzten Wochen schlugen mit insgesamt rund 45 Millionen Franken zu Buche, wovon 13 Millionen Franken das Ergebnis des ersten Halbjahres belasten.

Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Die AXA Winterthur hat im ersten Halbjahr 2017 ein sehr solides Ergebnis erzielt.
Besonders erfreulich ist das Wachstum des Geschäftsvolumens in der Schaden- und Unfallversicherung, welches angesichts des kompetitiven Marktes keineswegs selbstverständlich ist. Mit dem Eintritt in den Gesundheitsmarkt erreichten wir zudem einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer Strategie 2020.»

Wachstum in der Schadenversicherung

Das Geschäftsvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 1,3 Prozent auf
3,1 Milliarden Franken, wobei insbesondere das Unternehmenskundengeschäft mit einem Plus von 2,2 Prozent sehr erfreulich verlief. Auch das Privatkundengeschäft legte zu. Die Netto-Neuverträge bei Motorfahrzeug- und Haushaltversicherungen gingen zwar im Vergleich zum Vorjahr um 29,5 Prozent zurück. Dennoch konnten netto 13’300 neue Kunden gewonnen werden. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent.

Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur:
«In einem gesättigten Markt konnten wir als Marktführerin wiederum erfreulich wachsen. Besonders zufrieden bin ich mit der positiven Entwicklung des herausfordernden Unternehmensgeschäfts, gerade im hart umkämpften KMU-Segment. In der Kollektiven Krankentaggeldversicherung, wo wir den Fokus auf eine verbesserte Profitabilität setzten, konnten wir ebenfalls zulegen. Der Schaden-Kosten-Satz liegt dank einem vergleichsweise günstigen Schadenverlauf und unserer konsequenten Kostendisziplin mit 85,4 Prozent auf einem hervorragenden Stand.»
Berufliche Vorsorge: Mehr teilautonome Verträge

Die Bruttoprämien im Kollektivlebengeschäft gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um
5,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken zurück, bedingt durch die strategisch festgelegte selektivere Zeichnungspolitik in der Vollversicherung. Das klassische Neugeschäft (APE) verringerte sich um 11,8 Prozent. Im teilautonomen Markt betrug das neu gewonnene Sparbeitragsvolumen 63 Millionen Franken (-24,2%), die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge nahm um 12 Prozent zu.

Im Einzellebengeschäft machten sich die durch das tiefe Zinsniveau bedingten schwierigen Marktbedingungen weiterhin stark bemerkbar: Sowohl das Prämienvolumen (-4,4%) als auch das Neugeschäft (-14,4%) verliefen rückläufig.

Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur:
«In der beruflichen Vorsorge konnten wir bei den teilautonomen Lösungen weiterhin erfreulich wachsen: Fast ein Drittel des erweiterten Neugeschäftsvolumens machen inzwischen teilautonome Lösungen aus. In der Vollversicherung setzen wir unsere selektive Zeichnungspolitik fort. Im Einzellebengeschäft zeichnen wir Einmaleinlagen ebenfalls selektiv, das Geschäftsvolumen bei den Jahresprämien ist dank stabilem Neugeschäft hingegen wachsend.»

Erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge

Seit Juli 2017 bietet die AXA Winterthur Krankenzusatzversicherungen und digitale Dienstleistungen rund um die Gesundheitsvorsorge an. Kunden können aus einem Angebot von verschiedenen Lösungen im Bereich Krankenkassenzusatzversicherungen wählen und werden auf Wunsch jeweils im Herbst beim Wechsel zur für sie optimalen Grundversicherung unterstützt. Um eine unabhängige Beratung gewährleisten zu können, verzichtet die AXA auf allfällige Vermittlungsprovisionen von Krankenkassen. Mit diesen Angeboten ist die AXA Winterthur die erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge im Schweizer Markt.

Der Eintritt in den Gesundheitsvorsorgemarkt ist Teil der Unternehmensstrategie «Strategie 2020», welche auf den drei Pfeilern «Digitalisierung des Kerngeschäfts», «Erschliessung neuer Geschäftsfelder» und «Weiterentwicklung der Unternehmenskultur» fusst.
Im Kerngeschäft setzt die AXA Winterthur mit der «Strategie 2020» auf operative Exzellenz, um künftig noch einfacher, praktischer und damit kundenfreundlicher zu werden, gerade auch im digitalen Kontakt. Darüber hinaus will der grösste Schweizer Versicherer in den beiden Ökosystemen Mobilität und Gesundheitsvorsorge innovative Produkte und Services entwickeln, welche die Kundenbedürfnisse in diesen Bereichen ganzheitlich abdecken sollen.

Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Unsere Vision ist es, Freiräume für unsere Kunden zu schaffen und so zu einem unverzichtbaren Partner in allen Lebenslagen zu werden. Mit unserer Strategie haben wir den richtigen Weg in diese Richtung eingeschlagen.»

Quelle: AXA
03.08.2017

27.7.2017

Ostermundigen – PVS BIO bereitet Teilliquidation vor

Die Teilliquidation der Personalvorsorgestiftung Bolligen-Ittigen-Ostermundigen (PVS BIO) rückt näher. Die Vorbereitungen seien im Gang, teilte die Kasse am Donnerstag mit.
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Seit diesem Jahr ist die PVS BIO eine reine Ostermundiger Angelegenheit. Denn Ittigen und Bolligen sind per Ende 2016 ausgestiegen. Sie mussten allerdings noch Millionenbeiträge für die Sanierung einschiessen.

In Ostermundigen lehnte das Stimmvolk eine Finanzspritze von gut 31 Millionen Franken ab. Am kommenden 24. September entscheidet die Bevölkerung nun über einen neuen Lösungsvorschlag. Die Gemeinde soll sich entweder der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern oder der Pensionskasse SHP anschliessen.

Lehnt das Volk beide Varianten ab, würden die rund 190 Gemeindeangestellten in der eigenen, sanierungsbedürftigen Kasse bleiben. Die Suche nach einer Lösung begänne von vorne.

Die PVS BIO schloss das Jahr 2016 – das letzte mit allen drei Gemeinden – mit einem soliden Ergebnis ab, wie sie am Donnerstag mitteilte. Der Deckungsgrad verbesserte sich leicht auf 72,6 Prozent. Daraus dürfe allerdings kein Trend abgeleitet werden, mahnt der Stiftungsrat.

Zum einen kann er nicht ausschliessen, dass weitere Wertberichtigungen auf zwei untergeordneten Anlagegefässen vorgenommen werden müssen. Zum anderen werden im Rahmen der Teilliquidation rund 57 Millionen Franken Vorsorgekapital von total 121 Millionen in neue Vorsorgeeinrichtungen fliessen.

Die Sanierungsmassnahmen müssen gemäss den gesetzlichen Vorschriften fortgesetzt werden. Der neue Stiftungsrat ist seit Anfang 2017 an der Arbeit. Bei seinen Entscheiden will er «die Weichenstellung der zuständigen Organe von Ostermundigen berücksichtigen und auf die Wahrung der Versicherten-Interessen achten».

Quelle: Berner Oberländer
27.07.2017

24.5.2017

AXA Winterthur: Solides Ergebnis in der Beruflichen Vorsorge

Die AXA Winterthur weist in der Beruflichen Vorsorge 2016 ein solides Betriebsergebnis von 215 Millionen Franken vor. Das Neugeschäft konnte um 6,5 Prozent auf 230 Millionen Franken gesteigert werden. Im Geschäft mit der Mindestquote kamen wiederum 91 Prozent den Versicherten zu Gute.

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Die AXA Winterthur kann in der Beruflichen Vorsorge für das Berichtsjahr 2016 ein solides Ergebnis vorweisen. Die Prämieneinnahmen sanken um rund 681 Millionen Franken (-9,0 Prozent) auf 6,9 Milliarden Franken (2015: 7,5 Milliarden Franken) als Folge des reduzierten Risikotarifs per 1. Januar 2016 sowie des Entscheids, keine Freizügigkeitspolicen mehr anzubieten. Dieser Entscheid führte zu einem Rückgang der Einmaleinlagen für Freizügigkeitsleistungen um 772 Millionen Franken. Die Versicherungsleistungen stiegen im gleichen Zeitraum um 7,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Franken (2015: 6,7 Milliarden Franken). Der Gewinn aus dem Geschäft mit der Beruflichen Vorsorge sank um rund 7 Prozent auf 215 Millionen Franken (2015: 231 Millionen Franken).

Erneutes Wachstum im teilautonomen Geschäft

Bei 406’183 aktiv Versicherten (2015: 414’259) setzten sich die 6,9 Milliarden Franken Prämieneinnahmen aus 3,6 Milliarden Franken Einmaleinlagen (-14,6 Prozent) und 3,3 Milliarden Jahresprämien (-1,9 Prozent) zusammen. Das klassische Neugeschäft (APE) betrug im vergangenen Jahr 230 Millionen Franken, was einem Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das erweiterte Neugeschäft (EAPE), in das die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen einfliessen, erhöhte sich um 23,7 Prozent. Aufgrund des Rückgangs der aktiv Versicherten stiegen die Kosten pro Versicherten auf 448 Franken (Vorjahr: 424 Franken).

Zwei Milliarde Franken für die Versicherten

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA 2016 einen massgebenden Umsatz von rund 2,3 Milliarden Franken. Davon kamen 91 Prozent oder rund 2,1 Milliarden Franken den Versicherten zu Gute: Sie erhielten 1,5 Milliarden Franken in Form von erbrachten Leistungen, 572 Millionen Franken als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen und rund 35 Millionen Franken konnten als Zuweisung an den Überschussfonds verbucht werden. Das Betriebsergebnis für das Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, ging leicht zurück auf 206 Millionen Franken (Vorjahr: 211 Millionen Franken).

Umverteilung leicht unter Vorjahresniveau

Die Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Neurentnern konnte erfreulicherweise leicht reduziert werden. Positive Auswirkungen hatte dabei vor allem die schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium auf 5 Prozent bis 2018. Die Umverteilung betrug 2016 allerdings immer noch 811 Millionen Franken (2015: 827 Millionen Franken). Rund 241 Millionen Franken entfallen auf den Ausgleich des Umwandlungssatzverlustes im laufenden Jahr. Im anspruchsvollen Umfeld von anhaltenden Tiefzinsen und Anlagenotstand für die Investition von Kapitalgeldern erreichte die AXA eine angemessene Kapitalrendite netto auf Buchwerten von 2,86 Prozent (2015: 3,17 Prozent).

«Das Geschäft in der beruflichen Vorsorge bleibt sehr anspruchsvoll», fasst Thomas Gerber, Leiter Leben zusammen. «Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Einerseits konnten wir die Rückstellungen für die Versicherten weiter verstärken, andererseits die systemfremde Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Rentnern leicht reduzieren. Zudem erreichten wir in einem schwierigen Anlageumfeld eine ansprechende Rendite.»

Position Reform Altersvorsorge 2020

Am 24. September 2017 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Reform Altersvorsorge 2020 ab. Die AXA unterstützt die Reform Altersvorsorge 2020 in der Gesamtbetrachtung. Die Reform ist für die mittelfristige finanzielle Stabilität des 3-Säulen-Systems und für die Reduktion der systemfremden Umverteilung in der beruflichen Vorsorge dringend notwendig. Damit wird in der 2. Säule ein wichtiger Schritt in Richtung Generationenfairness gemacht. Die AXA unterstützt die Vorlage, obwohl die Lebensversicherer über zwei technische Punkte nicht glücklich sind. «Wir gewichten die Senkung des Umwandlungssatzes, die Angleichung des Rentenalters und die Flexibilisierung der Pensionierung höher», führt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur aus. «Diese Reform ist besser als der Status Quo und ohne Reform müssten wir wieder bei null anfangen. Die Reform Altersvorsorge 2020 ist der erste Schritt, es braucht klar weitere Reformen.»

Quelle: AXA
24.05.2017

24.5.2017

Pensionskasse Muri – Pensionskasse wird saniert

Der Pensionskasse Muri fehlen nach wie vor mehrere Millionen Franken. Jetzt soll das Problem endgültig behoben werden. Der Grosse Gemeinderat hat weiteren temporären Sanierungsmassnahmen zugestimmt.

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Geflickt wird am Loch in der ­Pensionskasse der Einwohnergemeinde Muri schon länger: 2010 mussten die Versicherten erste Leistungskürzungen über sich ergehen lassen und die Arbeit­geber ihrerseits höhere Beiträge leisten. 2014 folgten weitere Massnahmen: Die Pensionskasse wurde neu als Beitragsprimat aufgebaut.

Zudem wurden die Arbeitgeber erneut zu temporär höheren Beiträgen verdonnert (5,3 Prozent der versicherten Löhne). Und auch die Versicherten mussten Abstriche machen, indem man den Umwandlungssatz von 6,8 Prozent auf 6 Prozent senkte – eine Massnahme, die für die Betroffenen dereinst eine tiefere Altersrente bedeutet.

«Unschöne Vorlage»

Ganz über dem Berg ist Muris Pensionskasse wegen der schlechten Zinslage auf den Finanzmärkten aber auch heute noch nicht. Zwar hatte die ­Pensionskasse, der nebst der Einwohnergemeinde auch die Gemeindebetriebe (GBM) und das ­Alterszentrum Alenia angeschlossen sind, 2016 einen Deckungsgrad von 93,5 Prozent und ist damit deutlich besser aufgestellt als noch 2008, als er 85,3 Prozent betrug. Gut ist die aktuelle Unterdeckung aber trotzdem nicht.

Der Grosse Gemeinderat hat deshalb gestern einstimmig Ja gesagt zu einer weiteren Sanierungsrunde. Dies, obwohl das vom Gemeinderat vorgebrachte Geschäft eine «unschöne Vorlage» sei, wie Raphael Racine (SP) bemerkte. «Leider sind weitere Massnahmen aber unerlässlich», stellte Matthias Gubler (FDP) fest. Das Parlament stimmte ihm von links bis rechts zu.

Befristet auf fünf Jahre

Nun wird bereits ab Juli 2017 zulasten der Versicherten der Umwandlungssatz weiter heruntergeschraubt – auf 5,2 Prozent. Ihre Sparguthaben werden zudem neu mit 0 statt wie bisher mit 1 Prozent verzinst. Die drei Arbeitgeber ihrerseits müssen weiter einen Sanierungsbeitrag von 5,3 Prozent der versicherten Löhne leisten.

Die Massnahmen sind jedoch befristet auf die nächsten fünf Jahre. Dann sollten die insgesamt benötigten 5,8 Millionen Franken beisammen sein, wovon der Beitrag der Gemeinde – also letztlich der Steuerzahler – knapp 2 Millionen Franken beträgt. Danach dürfte der Deckungsgrad wieder bei 100 Prozent liegen – und an der Pensionskasse vorerst fertig geflickt sein.

Quelle: Berner Zeitung
24.05.2017

23.5.2017

Pensionskasse Solothurn – Schreinerei und vier Häuser weichen einem Neubau

Rüdtligen-Alchenflüh: Das Ortsbild im Zentrum verändert sich: An der Burgdorfstrasse ist ein Mehrfamilienhaus mit 23 Wohnungen ­vorgesehen. Und gleich in der ­Nähe – auf der Bärenmatte – wird seit längerem ein Pflegezentrum geplant.

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Das Dorfzentrum beim Bahnhof Alchenflüh ist nicht gerade eine architektonische Augenweide. Vorwiegend ältere Gebäude stehen rund um den Gasthof Bären und die gegenüberliegende Bärenmatte. Diese, eigentlich eine schöne, grüne Wiese, ist durch einen Parkplatz verunstaltet, der auch immer wieder als Abstellplatz missbraucht wird. Doch schon bald dürfte sich das Ortsbild Rüdtligen-Alchenflühs verändern.

Seit vergangenem Sommer ist bekannt, dass auf der Bärenmatte ein Pflegezentrum gebaut werden soll (wir berichteten). Die Solviva AG aus Winterthur plant einen viergeschossigen Bau mit etwa fünfzig Betten sowie kleinen Wohnungen im vierten Geschoss. Solviva will nach eigenen Angaben zwischen 15 und 20 Millionen Franken investieren.

Das Ende der Schreinerei

Gemeinderatspräsident Kurt Schütz sagte denn auch, dieses Projekt werde das Dorfzentrum aufwerten. Nun dürfte der Gemeinderat umso mehr dieser Meinung sein, denn es ist in unmittelbarer Nähe ein weiteres grösseres Bauprojekt aufgegleist geworden.

Die Pensionskasse des Kantons Solothurn will sechs Liegenschaften an der Burgdorfstrasse abbrechen und ein Mehrfamilienhaus mit 23 Wohnungen und Einstellhalle errichten. Die Pensionskasse tritt als Investorin auf und hat das Projekt «schlüsselfertig von der Totalunternehmung IGD Grüter AG in Dagmersellen gekauft», liess ein Vertreter der Pensionskasse ausrichten.

Zum Projekt selbst äussert sich Alois Grüter, CEO der Totalunternehmung. Seine Firma hat sich das Areal mit den Hausnummern 1 bis 7 von der Erbengemeinschaft Kräuchi gesichert. Danach habe er einen Investor gesucht und in der Pensionskasse des Kantons Solothurn gefunden, so Grüter. Die Schreinerei Kräuchi ist derzeit noch auf dem Areal an der Burgdorfstrasse ansässig. Sie werde aber altershalber eingestellt und die zwei von der Schreinerei genutzten Gebäude bis ­Ende Juli geräumt.

In den Wohnhäusern sei zuletzt nur noch eine Wohnung bewohnt gewesen und diese werde bis Ende Mai ebenfalls leer, erklärt Grüter. Wann genau gebaut wird, ist allerdings noch offen. Derzeit liegt das Baugesuch auf der Rüdtliger Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Die Einsprachefrist läuft noch bis zum kommenden Montag.

ÖV- und Autobahnanschluss

Laut dem Firmeninhaber sind die Liegenschaften teilweise stark sanierungsbedürftig und nicht schützenswert. Deshalb sei es kein Problem, diese abzureissen und ein neues Haus zu bauen. Grüter spricht von einer interessanten Lage mitten im Dorfzentrum. Nebenan sei der Bahnhof, zudem bestehe ein optimaler Autobahnanschluss. Auch die ­Gemeinde habe ihr Interesse signalisiert, dass dort etwas Neues entstehe, sagt er.

Laut Grüter sind die Wohnungen hauptsächlich für Paare und Alleinstehende gedacht. «Natürlich sind auch Familien willkommen, allerdings ist die Frage, ob sie so zentral und gleich an der Strasse wohnen wollen. Wir rechnen eher mit Interessenten, denen eine zentrale Lage wichtig ist.» Er kann sich zudem gut ­vorstellen, dass ältere Menschen dort einziehen, gerade auch, weil nebenan ein Pflegezentrum entsteht. «Da können wir bestimmt Synergien nutzen», sagt Grüter überzeugt.

Keine Lärmschutzwand nötig

Das Grundstück grenzt zudem an die Bahnlinie. Eine Lärmschutzwand sei jedoch nicht vorgesehen. Die Strasse erzeuge mehr Lärm als die Bahn, sagt er. Es gebe natürlich Richtwerte, die eingehalten werden müssten. Mit der jetzigen Planung werde das erfüllt. Es könnten zum Beispiel Lärmschutzfenster eingebaut werden.

Die Parzelle an der Ecke Bernstrasse/Burgdorfstrasse wird laut Grüter maximal ausgenutzt, ohne dass aber Ausnahmebewilligungen nötig wären. Das bedeute, dass die Platzverhältnisse während der Bauzeit sehr eng würden. Letztlich sei das aber eine Frage der Organisation und sei mit etwas mehr Kosten verbunden, sagt er. Insgesamt wird mit Investitionen von etwa 7,7 Millionen Franken gerechnet.

Quelle: Berner Zeitung
23.05.2017

23.5.2017

Pensionskasse Aarau – Städtisches Personal will Pensionskasse gar nicht wechseln

Die städtischen Angestellten Aaraus lehnen den Wechsel der Pensionskasse ab – gegen den Willen des Einwohnerrats.

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Der Aarauer Einwohnerrat hat an seiner Sitzung Anfang Mai entschieden, dass der Stadtrat die Verträge mit der Pensionskasse der Stadt Aarau per Ende 2017 kündigen und die Pensionskasse der städtischen Angestellten zur Trianon Sammelstiftung (Mobiliar) zügeln soll.

Doch das letzte Wort hatten die städtischen Angestellten als Hauptprotagonisten. Und diese lehnten den Wechsel am Montag haushoch ab. Das bestätigt Hans Umbricht, Präsident des Personalverbandes. Bei 518 Stimmberechtigten gingen 305 gültige Stimmzettel ein. Nur 31 stimmten für ein Ja, 274 für ein Nein – das sind über 89 Prozent.

«Die Diskussionen im Vorfeld liessen zwar auf ein Nein schliessen», sagt Hans Umbricht, «aber wir waren doch überrascht, wie hoch es ausfiel.» Eine Erklärung hat der Präsident des Personalverbandes nicht. «Ich kann mir höchstens vorstellen, dass man nicht alles an private Versicherungen abtreten will, sondern weiterhin Mitsprache wünscht», sagt Umbricht.

«An Personal vorbeipolitisiert»

In einer später verschickten Mitteilung führten die Gewerkschaft VPOD Aarau und der Personalverband weitere Gründe an, die zur Ablehnung geführt hatten. Darunter das Nicht-Einhalten von Corporate-Governance-Regeln bei der Trianon, der «unsichere Verlauf der Kosten der Risiko- und Verwaltungsprämien sowie die hohe Abhängigkeit von einem Rückversicherer bei der Festsetzung der Umwandlungssätze bei Neurentnern und Neurentnerinnen».

Grundsätzlich, so die beiden Verbände, sei man der Meinung, dass kein Handlungsbedarf bestehe und die Unsicherheiten bei einem Wechsel zu hoch seien: «Die auf den ersten Blick guten Umwandlungssätze wären nur für 2 Jahre und die tiefen Risikoprämien für 3 Jahre garantiert gewesen.»

Die Diskussion über einen Wechsel der Pensionskasse geht aufs Konto der Freisinnigen. Deren ehemaliger Einwohnerrat Mario Serratore hatte 2014 eine entsprechende Motion eingereicht. FDP-Stadtrat Hanspeter Hilfiker sagte an der Einwohnerratssitzung, die Trianon-Lösung bringe der PK in den nächsten 15 Jahren eine substanziell bessere Struktur. Die Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGPK) beantragte Ablehnung – aufgrund eines Stichentscheids von FGPK-Präsident Daniel Siegenthaler (SP). Der Rat hiess den Antrag des Stadtrats aber mit 25:12 Stimmen gut.

Der VPOD und der Personalverband konstatierten: «Stadtrat und Einwohnerrat politisieren an ihren Angestellten vorbei.» Sie drückten ihr Bedauern aus, dass «aufgrund von Fehleinschätzungen und bestimmten Partikularinteressen Geld ausgegeben wurde, welches in der Stadtkasse für andere Projekte bitternötig ist». 2016 hatte der Einwohnerrat einen Kredit von 120 000 Franken für die von der Motion Serratore geforderte Evaluation gesprochen.

Quelle: Aargauer Zeitung
23.05.2017

22.5.2017

Weniger Leistungseinbussen für Nidwaldner Neurentner

Um die maximalen Leistungseinbussen für Neurentner abfedern zu können, will die Nidwaldner Regierung das Pensionskassengesetz anpassen. Sie schlägt vor, die Mittel dafür neu aus dem ehemaligen Teuerungsfonds zu verwenden.

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Nach der Auswertung der Vernehmlassung hätten sich keine Veränderungen ergeben, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Die Regierung verabschiedete darum die dazu notwendige Teilrevision des Gesetztes über die kantonale Pensionskasse an den Landrat.

Nach der Auswertung der Vernehmlassung hätten sich keine Veränderungen ergeben, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Die Regierung verabschiedete darum die dazu notwendige Teilrevision des Gesetztes über die kantonale Pensionskasse an den Landrat.

Quelle: Luzerner Zeitung
22.05.2017

19.5.2017

Ostermundigen – Zwei Pensionskassen sind noch im Rennen

Die Gemeinde will sich einer neuen Pensionskasse anschliessen. Die Frage ist, welche Kasse es sein soll.

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Die Enttäuschung war gross: Vergangenen November lehnten die Ostermundiger Stimmberechtigten die Sanierung der Personalvorsorgestiftung Bolligen Ittigen Ostermundigen (PVS BIO) ab. Obwohl praktisch alle Parteien hinter dem Kredit über rund 30 Millionen Franken standen, sagten fast 59 Prozent der Stimmbürger Nein zum Geschäft.

Aufgrund dieses «klaren Verdikts» entschied der Gemeinderat im Dezember, sich noch im Jahr 2017 einer anderen Pensionskasse anzuschliessen. Seit damals habe sich der Gemeinderat nicht mehr zu diesem Thema geäussert, hatten Politiker des Gemeindeparlaments kritisiert. Sie reichten deshalb eine überparteiliche Interpellation ein, worin sie wissen wollten, wie die Gemeinde in der Frage der Vorsorge weiterfahren will.

Variantenabstimmung

An der gestrigen Sitzung des Gemeindeparlaments hat der Gemeinderat nun die Fragen der Interpellanten beantwortet. Er plane, einen Variantenentscheid vorzulegen. Dabei sollen dem Grossen Gemeinderat zwei Optionen vorgelegt werden. Eine davon nannte der Gemeinderat bereits.

Es ist die SHP, die schon von den Gegnern der PVS BIO ins Spiel gebracht wurde. Die SHP habe der Gemeinde Ostermundigen bereits angeboten, die Versicherten und die Rentner der PVS BIO zu übernehmen.

Der frühestmögliche Termin für einen Wechsel sei der 1. Januar 2018. Ansonsten ist noch wenig klar. Beispielsweise weiss der Gemeinderat noch nicht, wie die Mitarbeitenden dereinst zur Sanierung der PVS BIO beitragen. Oder wie teuer deren Liquidation wird.

Voraussichtlich in der Junisitzung legt der Gemeinderat dem Parlament die Abstimmungsbotschaft für den Pensionskassenwechsel vor. Frühestens im September folgt dann die Volks­abstimmung.

Quelle: Berner Oberländer
19.05.2017

16.5.2017

Berufliche Vorsorge: Helvetia steigert Prämieneinnahmen um 4,5%

Helvetia Versicherungen hat 2016 in der beruflichen Vorsorge eine solide Entwicklung verzeichnet. Die Nachfrage von kleinen und mittleren Firmen nach Vollversicherungslösungen bleibt anhaltend hoch. Umso wichtiger ist die Reform der Altersvorsorge 2020. Helvetia will auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin in der 2. Säule bleiben, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.

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Mit einem Volumen von CHF 2’661 Mio. stiegen die Prämieneinnahmen im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um CHF 114 Mio. oder 4.5 Prozent. Während sich die periodischen Prämien mit einem Volumen von CHF 1’215 Mio. durch eine stabile Entwicklung auszeichneten, nahmen die Einmaleinlagen um 8.3 Prozent auf CHF 1’446 Mio. zu. Grund dafür ist hauptsächlich eine Umbuchung von Überschussdepots in die Altersguthaben.

Die Anzahl Kollektivverträge sank leicht von 17’826 auf 17’809 während die Zahl der Versicherten von 219’155 auf 222’376 anstieg. Trotz des Rückgangs an Kollektivverträgen blieb die Nachfrage von Unternehmen insbesondere nach Vollversicherungsverträgen ungebrochen hoch. Angesichts der weiterhin ungünstigen Rahmenbedingungen mit zu hohen Umwandlungssätzen und der hohen Mindestverzinsung im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge verfolgt Helvetia jedoch eine bewusst vorsichtige Zeichnungspolitik von neuen Kunden bei der Vollversicherung. So soll bei den bestehenden Kunden eine weitere Verstärkung der Umverteilung zu Lasten der aktiv Versicherten vermieden werden.

Vollversicherung bleibt für KMU unverzichtbar

Auf wachsendes Interesse stossen die teilautonomen Lösungen von Helvetia im Rahmen der Sammelstiftung BVG Invest oder der Kaderlösungen. Auch die Sammelstiftungen von Swisscanto, für welche Helvetia die Rückversicherung und die Geschäftsführung bereitstellt, verzeichneten eine verstärkte Nachfrage. «Angesichts der höheren Flexibilität erfreuen sich diese Lösungen wachsender Beliebtheit», kommentiert Donald Desax, Leiter Berufliche Vorsorge und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia, diese Entwicklung.

Die Vollversicherungen, welche im Unterschied zu teilautonomen Lösungen jederzeit die volle Deckung des Altersguthabens garantieren, sind jedoch für eine Vielzahl von KMU weiterhin unverzichtbar und machen den weitaus grössten Teils des Geschäfts in der beruflichen Vorsorge von Helvetia aus. Sie bieten den Unternehmen nicht nur ein hohes Mass an Sicherheit in der 2. Säule, sondern entlasten sie auch von erheblichen administrativen Aufwendungen und regulatorischen Auflagen.

Ja zur Reform Altervorsorge 2020 trotz gravierender Nachteile

«Helvetia wird alles daran setzen, die Attraktivität der Vollversicherung mit ihren Garantien weiterhin aufrecht zu erhalten», versichert Donald Desax. Darum befürwortet Helvetia die Vorlage zur Reform der Altersvorsorge 2020. Damit die Ungleichgewichte in der Altersvorsorge nicht noch weiter anwachsen, ist eine Reform zwingend und dringend. Die Angleichung des Rentenalters von Mann und Frau und die Senkung des Umwandlungssatzes von 6.8 auf 6 Prozent sind wichtige Schritte in die richtige Richtung.

Allerdings reichen die Massnahmen nicht aus, um die Ungleichgewichte in der 2. Säule zu beseitigen. Zudem wurden mit der Reform einige Auflagen verbunden, welche den Handlungsspielraum für Anbieter von Vollversicherungen weiter einschränken. Durch die Beschränkung der Risikoprämie und durch die Auflagen bei der Zuteilung von Überschüssen wird die Flexibilität leiden, den Kunden die optimalen Lösungen für ihre Bedürfnisse in der beruflichen Vorsorge bieten zu können.

Massive Quersubventionierungen bleiben

Angesichts der weiter steigenden Lebenserwartung und der anhaltend tiefen Anlagerenditen wird auch ein Umwandlungssatz von 6 Prozent nicht reichen, um das Altersguthaben eines Neurentners bis an dessen Lebensende in eine Altersrente umzuwandeln. Der fehlende Betrag wird daher weiterhin zu Lasten der aktiv Versicherten finanziert werden müssen. «Bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozent und einer erwarteten Kapitalanlagerendite von 2.0 Prozent beträgt die notwendige Quersubventionierung bei der Pensionierung eines 65-jährigen Mannes noch immer rund 19 Prozent seines verrenteten Kapitals», rechnet Beat Müller, Leiter Aktuariat und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia, vor. Somit muss ein Altersguthaben von CHF 500’000 um fast CHF 100’000 aufgestockt werden, damit die Rente finanziert werden kann.

Ohne solche Quersubventionierung hätten die Risikoprämien der aktiv Versicherten im vergangenen Jahr um 80 Prozent gesenkt werden können, wie eine weitere Berechnung von Helvetia ergibt. Ein wesentlicher Teil der Risikoprämien wird in der Vollversicherung benötigt, um die Altersleistungen zu sichern. So wurden die entsprechenden Reserven bei Helvetia im vergangenen Jahr um weitere CHF 147 Mio. verstärkt, 142.7 Mio. davon in dem der Mindestquote unterstellten Geschäft.

Ausschüttungsquote über 90 Prozent

Zusammen mit den weiteren Leistungen an die Versicherten wurden in dem der Mindestquote unterstellten Geschäft 90.8 Prozent der Bruttoeinnahmen an die Versicherten ausgeschüttet. Im Geschäft, das nicht der Mindestquote unterstellt ist, betrug die Ausschüttungsquote 91.8 Prozent. Das Betriebsergebnis fiel mit CHF 70.9 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert aus, wie aus der soeben veröffentlichten Betriebsrechnung 2016 von Helvetia hervorgeht.

Das solide Geschäftsergebnis 2016 ermöglicht nebst der garantierten Verzinsung von 1.25 Prozent bei den obligatorischen Altersguthaben eine Verzinsung der überobligatorischen Guthaben von 1.0 Prozent. Zudem kann ein Risikoüberschuss von 5 Prozent der Risikoprämien ausgeschüttet werden.

Der Betriebsaufwand der aktiv Versicherten betrug weitgehend unverändert CHF 428 pro Kopf. Und auch die Vermögensverwaltungskosten konnten mit 0.29 Prozent tief gehalten werden. Während die Performance gegenüber 2015 um 54 Basispunkte auf 2.29 Prozent gesteigert werden konnte, fiel die für das Geschäft wichtige direkte Rendite mit 2.25 Prozent nahezu unverändert aus.

Quelle: Helvetia
16.05.2017

16.5.2017

Helvetia Versicherung – Ausschüttungen in der beruflichen Vorsorge

Die Helvetia Versicherungen haben 2016 in der beruflichen Vorsorge die Ausschüttung an die Kunden im Geschäft, das der sogenannten Mindestquote unterstellt ist, leicht erhöht von 90,5 auf 90,8 Prozent.

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Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestwert von 90 Prozent. 2015 hatte die Helvetia-Gruppe diese Ausschüttung um 3,6 Prozentpunkte auf 90,5 Prozent reduziert. Im Geschäft, das nicht der Mindestquote unterstellt ist, betrug die Ausschüttungsquote im vergangenen Jahr 91,8 Prozent. Die Leistungen an Versicherte erhöhten sich 2016 leicht um 0,2 Prozent auf 713,4 Millionen Franken, wie Helvetia mitteilte. Das Prämieneinnahmen im Bereich der beruflichen Vorsorge stiegen dabei um 4,5 Prozent auf 2,66 Milliarden Franken.

Quelle: Finanz und Wirtschaft
16.05.2017

12.5.2017

Pensionskassenverband ASIP sagt mit Vorbehalten Ja zum beschlossenen Kompromiss und fokussiert sich im Abstimmungskampf auf einen Faktencheck!

ASIP-Mitgliederversammlung vom 12. Mai 2017: Altersvorsorge 2020

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP hat seine Mitglieder zur Reform der Altersvorsorge befragt. Dabei wurde die Haltung des Vorstands von über 80% der antwortenden Mitglieder unterstützt. Bezüglich Gesamtbeurteilung der Vorlage bewegen sich die Meinungen zwar innerhalb einer bestimmten Bandbreite: Mehrheitlich wird – teilweise mit Vorbehalten – zugestimmt; eine Minderheit lehnt, unter Betonung der zusätzlichen monatlichen CHF 70 für Neurentner und der umsetzungstechnischen Nachteile für die berufliche Vorsorge, die Vorlage aber ab. Aufgrund dieser Ergebnisse sagt der ASIP nach Abwägen der Vor- und Nachteile Ja zum beschlossenen Kompromiss.

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Die Palette von Meinungen unter den ASIP-Mitgliedern lässt sich auf deren unterschiedliche Strukturen zurückführen. Die Meinungsvielfalt ist nachvollziehbar und zu respektieren. Es liegt in der Verantwortung jeder Pensionskasse, zu entscheiden, wie sie sich im Abstimmungskampf positionieren und in welcher Form sie ihre Versicherten informieren will.

Als unabhängiger Fachverband ist der ASIP Ansprechpartner für alle Akteure im Umfeld der beruflichen Vorsorge. Er wird sich daher keinem Abstimmungskomitee anschliessen. Gleichwohl wird sich der ASIP im Abstimmungskampf engagieren: Mittels einer primär im digitalen Bereich geführten Aufklärungs- und Faktencheck-Kampagne wird er die Vor- und Nachteile (Chancen/ Risiken) der Vorlage sowie die Konsequenzen bei einem Ja und bei einem Nein aufzeigen.

Der ASIP setzt sich zum Ziel, das Verständnis bezüglich Vorsorgefragen zu verbessern und gleichzeitig Falschinformationen entgegenzuwirken. Wichtig für den ASIP ist eine ausgewogene und fachlich fundierte Meinungsbildung der Stimmbevölkerung. Dreh- und Angelpunkt bleibt die schon bestehende Website www.dringendereform.ch.

Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung ist heute schon klar, dass die Herausforderungen in der Altersvorsorge gross bleiben. Für den ASIP steht insbesondere die langfristige Stabilität der beruflichen Vorsorge im Zentrum. Dafür will er sich auch in Zukunft einsetzen.

Der ASIP-Vorstand begrüsste den zustimmenden Entscheid des Parlamentes. Er beurteilte die Reform stets als notwendig und dringend. Das Fundament unserer Altersvorsorge ist intakt, muss aber an die veränderten demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. In diesem Sinn hat sich der ASIP auch konstruktiv im Gesetzgebungsprozess eingebracht. Die Politik kann allerdings nicht beliebig an verschiedenen Stellschrauben drehen, ohne gleichzeitig die Stabilität des Systems zu gefährden. Der ASIP erachtet es deshalb als notwendig, das richtige Drehmoment zu finden. Bei einer zu starken Drehung kann nämlich die Akzeptanz des Systems Schaden nehmen. In diesem Spannungsfeld standen Bundesrat und Parlament bei der Beratung und Beschlussfassung der Vorlage «Altersvorsorge 2020». Jetzt kann das Volk am 24. September 2017 darüber befinden. Das gibt dem Schweizerischen Pensionskassenverband die unbedingt zu nutzende Möglichkeit, mit den Stimmberechtigten über unser Vorsorgesystem zu diskutieren (vgl. dazu www.asip.ch.

Ein Projekt dieser Grössenordnung hat immer Vor- und Nachteile, welche sorgfältig gegeneinander abzuwägen sind. Im Rahmen einer gemeinsamen Revision von AHV und BVG können jedoch Themen diskutiert werden, die, wie die letzten 20 Jahre gezeigt haben, als Einzelvorlagen kaum mehrheitsfähig sind und vor dem Souverän keine Chance haben. Im Fokus stehen die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes von 6.8% auf 6% mit kurz- und langfristig wirkenden Ausgleichsmassnahmen, das gleiche Referenzalter 65 für Mann und Frau, verbunden mit einer Flexibilisierung der Pensionierung zwischen 62 (60) und 70, sowie eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der AHV. Zu glauben, bei einem Nein wären alle diese Punkte rasch umsetzbar und mehrheitsfähig, entbehrt jeder Grundlage, ist unrealistisch und weltfremd. Es braucht jetzt eine Lösung!

Der Schweizerische Pensionskassenverband ASIP mit Sitz in Zürich ist der Dachverband für 935 Pensionskassen. Er vertritt über seine Mitglieder rund zwei Drittel der Versicherten in der beruflichen Vorsorge sowie ein Vorsorgevermögen von über CHF 550 Mia. Der ASIP bezweckt die Erhaltung und Förderung der beruflichen Vorsorge auf freiheitlicher und dezentraler Basis und setzt sich für das Drei-Säulen-Konzept in ausgewogener Gewichtung ein.

An der Befragung haben 188 Mitglieder teilgenommen. 159 Mitglieder haben sich für die Vorlage (davon 60 mit gewissen Vorbehalten) und 29 dagegen ausgesprochen.

Weitere Auskünfte:

Jean Rémy Roulet, Präsident (Genf); 022 949 19 19; roulet@ccb.ch
Hanspeter Konrad, Direktor (Zürich); 043 243 74 15; konrad@asip.ch

Quelle: www.dringendereform.ch
12.05.2017

9.5.2017

Gutes Jahresergebnis – trotz weiter schwierigem Umfeld

2016 erzielte die Aargauische Pensionskasse (APK) eine Performance von 5 Prozent. Per 31. Dezember 2016 weist die APK mit einem BVG-Deckungsgrad, der 100.5 Prozent beträgt, erstmals eine Volldeckung aus.

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Das Anlagejahr 2016 ist für die Aargauische Pensionskasse (APK) positiv verlaufen. Die befürchteten negativen Folgen des Brexits, der Wahl Donald Trumps und dem Nein zum Verfassungsreferendum in Italien haben die Börsen glücklicherweise wenig beeinflusst. Die APK erzielte 2016 eine erfreuliche Performance von 5.00 Prozent. Die Resultate der Immobilien, der Aktien sowie der alternativen Anlagen haben erheblich dazu beigetragen. Verglichen mit der Anlagestrategie der APK (4.96 Prozent) war das Resultat sogar leicht besser. Zum Vergleich: der UBS-Pensionskassenbarometer wies als durchschnittliche Performance der beobachteten Pensionskassen 3.41 Prozent aus. Diese Performance hat die APK klar übertroffen.

Der Nettovermögensertrag von 5 Prozent hat den Zinsaufwand für die Vorsorgekapitalien der Rentner und Versicherten gedeckt. Zudem konnten die notwendigen Rückstellungen finanziert werden, u.a. auch für die anstehende Senkung des technischen Zinssatzes (mit diesem Satz wird der heutige Wert der künftigen Vorsorgeleistungen berechnet). Die APK hat das Berichtsjahr mit einem Überschuss von rund CHF 270 Mio. abgeschlossen. Dieser hat zu einem positiven BVG-Deckungsgrad von 100.5 Prozent geführt (Vorjahr 97.7 Prozent).

Trotz dem erfreulichen Geschäftsjahr bleiben für die APK die Herausforderungen bestehen. Das tiefe Zinsumfeld besteht weiterhin. Dies beeinflusst die Anlagetätigkeit. Auch die höhere Lebenserwartung der Menschen in der Schweiz fordert die APK heraus. Welche Massnahmen muss die APK treffen, um ihre Leistungen der geänderten Situation anzupassen? Die APK stellt sich dieser Frage laufend, wie viele andere Pensionskassen auch.

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2016 finden Sie im Jahresbericht der APK – oder klicken Sie hier für eine Zusammenfassung der Zahlen und Fakten des vergangenen Jahres

Quelle: Aargauische Pensionskasse
09.05.2017