Aargauische Pensionskasse APK

3.1.2017

Aargauische Pensionskasse erwirtschaftete über 4 Prozent Rendite

Der Aargauischen Pensionskasse (APK) lief es letztes Jahr gut – trotz der schlechten Schweizer Börse. Dank guter Rendite können die Sparguthaben der Versicherten mit 1 Prozent verzinst werden.

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Das Anlagejahr 2016 der Aargauischen Pensionskasse (APK) verlief laut einer Mitteilung im Vergleich zum Vorjahr „absolut wie relativ ansprechend“. Die guten Resultate insbesondere der Immobilienanlagen sowie der Aktien und Alternativen Anlagen hättenwesentlich zum Ergebnis beigetragen, schreibt die APK.

Deckungsgrad steigt auf 100 Prozent

Der aktuelle Kenntnisstand weist auf eine Jahresperformance von über 4 Prozent hin. Damit kann das Anlageergebnis nicht nur die Verzinsung der Vorsorgekapitalien der Renten (3 Prozent) sowie der Aktiven (0.5 Prozent) decken, sondern verhilft auch zu einem höheren Deckungsgrad. Zusammen mit dem voraussichtlich erfreulichen versicherungstechnischen Ergebnis wird der Deckungsgrad per 31.12.2016 bei rund 100 Prozent liegen (Ende 2015: 97.7 Prozent).

Um den Deckungsgrad stabil zu halten, würde die APK eine jährliche Performance von rund 2,5 Prozent benötigen. In früheren Jahren war die APK von bürgerlichen Politikern genau beobachtet und ihre Performance verschiedentlich als ungenügend kritisiert worden.

1 Prozent auf Sparguthaben

Der Deckungsgrad als auch die Ertragsaussichten waren Grundlagen, um den Sparzins festzulegen. Der Vorstand, das oberste Organ der APK, habe in Anbetracht dieses Umfelds entschieden, die Sparguthaben der Versicherten im Jahr 2017 mit 1.0 Prozent zu verzinsen. Dies ist eine deutliche Verbesserung gegenüber letztem Jahr, als die Verzinsung auf 0,5 Prozent festgelegt werden musste.

Der Zinssatz für die Sparguthaben der Versicherten für das folgende Jahr wird vom Vorstand der APK jeweils Ende Jahr auf der Basis des voraussichtlichen Deckungsgrads und der Ertragsaussichten festgelegt.

Unveränderte Rentenhöhe

Die laufenden Renten können allerdings nicht erhöht werden, da keine entsprechenden finanziellen Mittel vorhanden seien, wie die APK weiter mitteilt.

Der Vorstand entschied, die laufenden Renten im Jahr 2017 nicht anzupassen. Die APK verfüge über keine freien Mittel, die Voraussetzung für eine Erhöhung wären. Die Teuerung in der Schweiz ist weiterhin leicht negativ. Deshalb bleibe die Kaufkraft trotz der unveränderten Rentenhöhe erhalten, heisst es in der Mitteilung.

Quelle: Aargauer Zeitung
03.01.2017

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26.4.2016

Die Aargauische Pensionskasse (APK) erzielte 2015 eine Performance von 1.2 Prozent. Der Deckungsgrad per 31.12.2015 beträgt 97.7 Prozent.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die APK eine Performance von 1.2 Prozent. Damit ist es ihr gelungen, die Medianrendite der Schweizer Pensionskassen (ASIP-Performancevergleich) um 0.5 Prozent zu übertreffen. Die Immobilienanlagen sowie die Währungsabsicherung trugen wesentlich zu diesem Resultat bei. Die Gesamtperformance übertraf die Benchmark der Anlagestrategie um 0.6 Prozent. Diese vergleichsweise gute Performance war in absoluten Zahlen zu gering und hat zu einem tieferen Deckungsgrad von 97.7 Prozent geführt als im Vorjahr mit 99.8 Prozent.

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Per Ende 2015 wurde jedoch auch der technische Zins für die Bewertung der Rentenverpflichtungen auf 3 Prozent reduziert, was zu höheren Verpflichtungen führte. Die finanzielle Sicherheit der APK war während des ganzen Jahres gewährleistet. Auch im laufenden Jahr wird die APK in einem anspruchsvollen Umfeld agieren müssen. Das anhaltende Tiefzinsumfeld, verbunden mit dem begrenzten Risikobudget, wird die APKnach wie vor fordern.

Wie viele andere Vorsorgeeinrichtungen wird sie prüfen müssen, ob weitere Massnahmen zu treffen sind, um die Leistungen an das gesunkene Renditeniveau anzupassen.

Quelle: soaktuell.ch
26.04.2016

19.1.2015

Euro-Entscheid: Solothurner Pensionskasse verliert 100 Millionen – Verluste auch im Kanton Aargau

Schweizer Aktien haben stark an Wert verloren, nach dem Euro-Entscheid der Nationalbank letzte Woche. Betroffen sind auch die kantonalen Pensionskassen. Sie legen ihr Geld unter anderem in Aktien an. In Solothurn verschwanden so 100 Millionen Franken aus den Büchern.

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Die Pensionskasse des Kantons Solothurn ist ein Sanierungsfall. Erst im September hat das Stimmvolk 1,1 Milliarden Franken bewilligt, um sie zu finanzieren. Der Einbruch am Finanzmarkt trifft die Kasse also zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

100 Millionen weniger in den Büchern der Solothurner Kasse

Mit ihren Aktien-Anlagen musste die Pensionskasse alleine am letzten Freitag mehr als 100 Millionen Franken Verlust hinnehmen, erklärt Direktor Reto Bachmann gegenüber Radio SRF. Das sind etwa drei Prozent ihres Gesamtvermögens. Bachmann betont aber: «Es handelt sich dabei um eine Momentaufnahme mit Kursverlusten.»

Will heissen: die Pensionskasse hat nicht harte Devisen verloren, sondern im Moment einfach weniger Wert in ihren Büchern.

Und sie rechnet damit, dass die Kurse bis Ende Jahr wieder steigen. Erst dann wird nämlich bei der Pensionskasse abgerechnet. Solange sie ihre Aktien nicht verkauft, ist also noch nichts tatsächlich verloren.

Verluste auch im Kanton Aargau – für den Moment

Auch im Aargau musste die kantonale Pensionskasse Kursverluste einstecken. «Wir sind aber nicht so stark betroffen wie andere, weil wir nur etwa 25 Prozent unseres Vermögens in Aktien angelegt haben», erklärt Susanne Jäger, Chefin der Aargauer Pensionskasse auf Anfrage. Auch sie bleibt momentan ruhig – und rechnet damit, dass die Kurse wieder klettern.

Tatsächlich haben die Schweizer Aktien seit dem Einbruch letzte Woche schon wieder etwas zugelegt. Reto Bachmann von der Solothurner Pensionskasse sieht das gerne und sagt: «Wir haben noch bis Ende Jahr Zeit, damit sich die Finanzmärkte erholen.» Voraussagen könne man das aber nicht. «Wir beobachten die Entwicklung weiter.»

Quelle: SRF
19.01.2016

17.8.2014

Pensionskasse des Kantons Aargau könnte 60 Millionen Franken erhalten

60 Millionen Franken: So viel schulden jene gut 40 Arbeitgeber der Pensionskasse, die vor der Verselbständigung der Kasse 2007 von Bord gegangen waren. Und sich geweigert hatten, ihrer Nachschusspflicht nachzukommen, die aus der Unterdeckung der Kasse entstanden war.

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Wie viel genau in Zukunft noch in die APK fliessen wird, könne sie noch nicht sagen, sagt die APK-Chefin Susanne Jäger gegenüber der „NZZ am Sonntag“. «Das hängt ganz davon ab, wer in welcher Frist welche Forderungen begleichen wird. Die APK wird die ausstehenden Zahlungen einfordern.»

Jäger schliesst weitere Rechtsschritte nicht aus, sollten die säumigen Gemeinden ihrer Zahlungspflicht nicht nachkommen. Nicht alle Gemeinden haben in der Vergangenheit Rückstellungen für allfällige Zahlungen an die APK gemacht.

Für die kantonale Pensionskasse Zürichs, die BVK, die sich nach dem Skandal um den fehlbaren Vermögensverwalter 2011 ebenfalls mit Austritten konfrontiert sah, hat das neue Urteil keine Bedeutung: Die BVK hat das Kapital erst an die neuen Vorsorgeeinrichtungen überwiesen, als die austretenden Arbeitgeber den für die Unterdeckung in Rechnung gestellten Betrag bezahlt hatten. Die Verträge der BVK waren entsprechend aufgesetzt gewesen.

29.7.2014

Trotz Bundesgerichtsurteil: Pensionskasse kann nicht einfach Geld nachfordern

Das Bundesgerichtsurteil gegen Rudolfstetten heisst noch nicht, dass die Aargauische Pensionskasse APK bei allen Gemeinden, die 2008 die Vorsorgeeinrichtung gewechselt haben, widerstandslos Millionen nachfordern kann.

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Gleich nach Bekanntwerden des Urteils machte zum Beispiel Zofingen geltend, dass man sich in einer besonderen Situation befinde: Die Stadt war der APK-Vorgängerin 1984 voll ausfinanziert beigetreten, einem neuen Rechnungslegungsmodell, auf dem die Forderungen von 15 Millionen gegenüber Zofingen beruhen, habe man aber nie zugestimmt. Die Stadt dürfte sich somit in einer anderen rechtlichen Position befinden als Rudolfstetten, sagte Ammann Hans-Ruedi Hottiger.

Wohlen ohne Rückstellungen

Die vom Bundesgericht – im Gegensatz zum Aargauer Versicherungsgericht – nun bejahte volle Nachschusspflicht für die Unterdeckung zum Zeitpunkt des Austritts kommt die betroffenen Gemeinden teuer zu stehen.

Die Forderung gegenüber Wohlen zum Beispiel beläuft sich auf gut 7 Millionen, inklusive Zinsen auf rund 9,5 Millionen Franken. Vizeammann Paul Huwiler hütet sich aber, diese Zahl bzw. eine entsprechende Verpflichtung gegenüber der APK zu bestätigen.

Auch er stellt sich auf den Standpunkt, dass zuerst aufgrund der Begründung des Bundesgerichtsurteils analysiert werden müsse, ob der Fall in seiner Gemeinde gleich gelagert ist wie in Rudolfstetten. Weitere Gerichtsverfahren seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszuschliessen, meint Huwiler.

Muss Wohlen zahlen, wird das für die Gemeinde zum finanziellen Kraftakt: Man hat keine Rückstellungen getätigt. Flattere eine 9-Millionen-Rechnung ins Haus, habe das zwar noch keinen unmittelbaren Einfluss auf die Erfolgsrechnung, weil man die entsprechenden Rückstellungen mit der Aufwertungsreserve gemäss dem neuen Rechnungslegungsmodell verrechnen könne.

Aber es fliesse Liquidität ab und die Gemeinde müsste Geld aufnehmen, um die Forderung der APK zu erfüllen. Ob das verkraftbar ist, müsste zu gegebener Zeit diskutiert werden, so Huwiler.

Dass nun reihenweise Gemeinden die Steuern erhöhen müssen, um Pensionskassengeld nachzuschiessen, scheint nicht zu befürchten.

Die fast 1,5 Millionen, die Rudolfstetten im Musterprozess aufgebrummt bekam, sind zwar ein happiger Brocken. Gleich nach Bekanntwerden des Urteils hat der Gemeinderat die Bevölkerung orientiert, dass man bereits die nötigen Rückstellungen vorgenommen habe. Eine Steuererhöhung müsse deswegen nicht in Betracht gezogen werden.

Gleich tönt es in Bremgarten. «Für den Fall, dass die Übung schiefgeht, wurden Rückstellungen vorgenommen», sagt Stadtschreiber Rolf Küng. Die Forderungen der APK belaufen sich auf rund 2,8 Millionen, ohne Zinsen. Man müsse nun ausrechnen, wie viel auf die Gemeinde, auf die Ortsbürgergemeinde und die Zivilschutzorganisation Mittleres Reusstal entfalle. Man gehe aber davon aus, dass die zurückgestellten Mittel ausreichen.

Auch in Frick hat man enttäuscht, aber nicht in Panik vom Urteil Kenntnis genommen. Man habe schon über zwei Millionen bezahlt, das Bundesgerichtsurteil habe sicher keine steuerlichen Konsequenzen, so Gemeindeschreiber Heinz Schmid.

Quelle: Aargauer Zeitung

25.7.2014

APK gewinnt vor Bundesgericht

Die Aargauische Pensionskasse (APK) hat im Rechtsstreit mit der Gemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg vor dem Bundesgericht weitgehend einen Sieg errungen. Die Gemeinde muss der APK eine Nachzahlung von 1,11 Mio CHF sowie Zins überweisen. Die Gemeinde war aus der APK ausgetreten.

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Das Bundesgericht hiess die Beschwerde der APK gegen ein Urteil des kantonalen Versicherungsgerichtes teilweise gut. Die Gemeinde muss auch die Gerichtskosten des Verfahrens von 15’000 CHF bezahlen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Urteil hervor.

Im Oktober 2013 hatte das Versicherungsgericht die Klage der APK gegen die Gemeinde grösstenteils abgewiesen. Die Gemeinde sollte lediglich 103’483 CHF nachzahlen, entschied das Gericht. Die Gemeinde akzeptierte das Urteil des Versicherungsgerichtes und überwies der APK die Summe.

Die Pensionskasse hatte von der Gemeinde per Klage jedoch eine Nachzahlung von 1,15 Mio CHF verlangt. Die Gemeinde im Bezirk Bremgarten war per Ende 2007 aus der APK ausgetreten. Aufgrund der damaligen Unterdeckung der Pensionskasse forderte die APK den Ausgleich des Fehlbetrages.

Das Bundesgericht hält es für unbestritten, dass der APK-Deckungsgrad im Zeitpunkt des Austritts der Gemeinde Ende 2007 73,9% betrug. Der versicherungstechnische Fehlbetrag belief sich demnach auf 1,637 Mio CHF, wie aus den Erwägungen des Bundesgerichtes hervorgeht. Nach Abzug der Arbeitgeberreserve von 522’035 Franken verblieben 1,115 Mio CHF.

Der Rechtsstreit zwischen der APK und Rudolfstetten-Friedlisberg hat eine besondere Bedeutung. Die APK klagte die Gemeinde als Musterfall ein. Insgesamt 45 Arbeitgeber, vor allem Gemeinden, waren per Ende 2007 aus der APK ausgetreten. Die Pensionskasse möchte von diesen ehemaligen Mitgliedern insgesamt 60 Mio CHF.

Quelle: NZZ