AXA-Winterthur

24.5.2017

AXA Winterthur: Solides Ergebnis in der Beruflichen Vorsorge

Die AXA Winterthur weist in der Beruflichen Vorsorge 2016 ein solides Betriebsergebnis von 215 Millionen Franken vor. Das Neugeschäft konnte um 6,5 Prozent auf 230 Millionen Franken gesteigert werden. Im Geschäft mit der Mindestquote kamen wiederum 91 Prozent den Versicherten zu Gute.

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Die AXA Winterthur kann in der Beruflichen Vorsorge für das Berichtsjahr 2016 ein solides Ergebnis vorweisen. Die Prämieneinnahmen sanken um rund 681 Millionen Franken (-9,0 Prozent) auf 6,9 Milliarden Franken (2015: 7,5 Milliarden Franken) als Folge des reduzierten Risikotarifs per 1. Januar 2016 sowie des Entscheids, keine Freizügigkeitspolicen mehr anzubieten. Dieser Entscheid führte zu einem Rückgang der Einmaleinlagen für Freizügigkeitsleistungen um 772 Millionen Franken. Die Versicherungsleistungen stiegen im gleichen Zeitraum um 7,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Franken (2015: 6,7 Milliarden Franken). Der Gewinn aus dem Geschäft mit der Beruflichen Vorsorge sank um rund 7 Prozent auf 215 Millionen Franken (2015: 231 Millionen Franken).

Erneutes Wachstum im teilautonomen Geschäft

Bei 406’183 aktiv Versicherten (2015: 414’259) setzten sich die 6,9 Milliarden Franken Prämieneinnahmen aus 3,6 Milliarden Franken Einmaleinlagen (-14,6 Prozent) und 3,3 Milliarden Jahresprämien (-1,9 Prozent) zusammen. Das klassische Neugeschäft (APE) betrug im vergangenen Jahr 230 Millionen Franken, was einem Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das erweiterte Neugeschäft (EAPE), in das die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen einfliessen, erhöhte sich um 23,7 Prozent. Aufgrund des Rückgangs der aktiv Versicherten stiegen die Kosten pro Versicherten auf 448 Franken (Vorjahr: 424 Franken).

Zwei Milliarde Franken für die Versicherten

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA 2016 einen massgebenden Umsatz von rund 2,3 Milliarden Franken. Davon kamen 91 Prozent oder rund 2,1 Milliarden Franken den Versicherten zu Gute: Sie erhielten 1,5 Milliarden Franken in Form von erbrachten Leistungen, 572 Millionen Franken als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen und rund 35 Millionen Franken konnten als Zuweisung an den Überschussfonds verbucht werden. Das Betriebsergebnis für das Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, ging leicht zurück auf 206 Millionen Franken (Vorjahr: 211 Millionen Franken).

Umverteilung leicht unter Vorjahresniveau

Die Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Neurentnern konnte erfreulicherweise leicht reduziert werden. Positive Auswirkungen hatte dabei vor allem die schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium auf 5 Prozent bis 2018. Die Umverteilung betrug 2016 allerdings immer noch 811 Millionen Franken (2015: 827 Millionen Franken). Rund 241 Millionen Franken entfallen auf den Ausgleich des Umwandlungssatzverlustes im laufenden Jahr. Im anspruchsvollen Umfeld von anhaltenden Tiefzinsen und Anlagenotstand für die Investition von Kapitalgeldern erreichte die AXA eine angemessene Kapitalrendite netto auf Buchwerten von 2,86 Prozent (2015: 3,17 Prozent).

«Das Geschäft in der beruflichen Vorsorge bleibt sehr anspruchsvoll», fasst Thomas Gerber, Leiter Leben zusammen. «Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Einerseits konnten wir die Rückstellungen für die Versicherten weiter verstärken, andererseits die systemfremde Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Rentnern leicht reduzieren. Zudem erreichten wir in einem schwierigen Anlageumfeld eine ansprechende Rendite.»

Position Reform Altersvorsorge 2020

Am 24. September 2017 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Reform Altersvorsorge 2020 ab. Die AXA unterstützt die Reform Altersvorsorge 2020 in der Gesamtbetrachtung. Die Reform ist für die mittelfristige finanzielle Stabilität des 3-Säulen-Systems und für die Reduktion der systemfremden Umverteilung in der beruflichen Vorsorge dringend notwendig. Damit wird in der 2. Säule ein wichtiger Schritt in Richtung Generationenfairness gemacht. Die AXA unterstützt die Vorlage, obwohl die Lebensversicherer über zwei technische Punkte nicht glücklich sind. «Wir gewichten die Senkung des Umwandlungssatzes, die Angleichung des Rentenalters und die Flexibilisierung der Pensionierung höher», führt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur aus. «Diese Reform ist besser als der Status Quo und ohne Reform müssten wir wieder bei null anfangen. Die Reform Altersvorsorge 2020 ist der erste Schritt, es braucht klar weitere Reformen.»

Quelle: AXA
24.05.2017

3.8.2016

AXA Winterthur: Solides Halbjahresergebnis 2016

  • Das Geschäftsvolumen der AXA Winterthur entsprach im ersten Halbjahr 2016 mit 8,7 Milliarden Franken demjenigen des Vorjahres (-0,5%).
  • Die Anzahl Netto-Neuabschlüsse in der Motorfahrzeug- und Hausratversicherung konnte um 37,6 Prozent gesteigert werden, das gesamte Geschäftsvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung stieg um 24 Millionen Franken auf 3,1 Milliarden Franken (+0,8%).
  • Im Kollektivlebengeschäft stieg das Geschäftsvolumen gegenüber der Vorjahresperiode um 2,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken. Das Neugeschäftswachstum (APE) betrug 7,9 Prozent. Die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen erhöhten sich um 146 Prozent, als Konsequenz wuchs das erweiterte Neugeschäft (EAPE) um 31,8 Prozent auf 256 Millionen Franken.
  • Im Einzellebengeschäft sanken aufgrund der schwierigen Marktbedingungen im Bereich Einmaleinlagen sowohl das Prämienvolumen (-28,3%) als auch das Neugeschäft (-30,5%).
  • Der operative Gewinn lag im ersten Halbjahr mit 445 Millionen Franken (-1,5%) auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015.

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Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Die AXA Winterthur hat im ersten Halbjahr 2016 in einem schwierigen Marktumfeld gute Resultate im Kerngeschäft erzielt. Besonders erfreulich wuchsen die Netto-Neuabschlüsse in der Hausrat- und Motorfahrzeugversicherung sowie das Neugeschäft in der beruflichen Vorsorge.»

Positive Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Geschäftsvolumen um 0,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken, wobei sowohl die Prämieneinnahmen des Privatkunden- als auch des Unternehmensgeschäftes zunahmen. Die Netto-Neuabschlüsse bei Motorfahrzeug- und Hausratversicherungen entwickelten sich mit einem Plus von 37,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr positiv. Auch der Schaden-/Kosten-Satz ist mit einer Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte auf 85,5 Prozent auf einem stabilen Niveau.

Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur:
«In einem weiterhin sehr kompetitiven Marktumfeld konnten wir sowohl ein Prämienwachstum als auch eine Steigerung der Anzahl Kundenbeziehungen, speziell in der Motorfahrzeug- und in der Hausratversicherung, erzielen. Dies bestätigt unsere starke Marktpräsenz und unser erfolgreiches Vertriebsmodell. Der Schadenverlauf war zudem dank wenigen Grossschäden günstig.»

Strategiekonformes hohes Wachstum im teilautonomen Geschäft

Im Kollektivlebengeschäft stiegen die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken, getrieben durch höhere Einmaleinlagen im Bereich der beruflichen Vorsorge. Das klassische Neugeschäft (APE) erhöhte sich um 7,9 Prozent, das erweiterte Neugeschäft (EAPE) sogar um 31,8 Prozent. Im Einzelleben hingegen verliefen das Prämienvolumen (-28,3%) als auch das Neugeschäft (-30,5%) rückläufig. In einem schwierigen Marktumfeld nahmen die Jahresprämien um 1,9 Prozent zu, während bei den Einmaleinlagen ein Rückgang von 76,5 Prozent verzeichnet wurde.

Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur:
«Die positive Entwicklung der teilautonomen Lösungen im Kollektivleben zeigt, dass der Bedarf nach Vorsorgelösungen nach wie vor ungebrochen ist und wir mit unserer Strategie vom Vollversicherer zum Komplettanbieter voll auf Kurs sind. Angesichts der rekordtiefen Zinsen ist der Verkauf von privaten Vorsorgeprodukten eine echte Herausforderung. Hier sind innovative Lösungen gefragt – wie unser kürzlich lanciertes Produkt Capital Star, das ein sehr gutes Rendite-/Risikoverhältnis bietet. Erste Signale am Markt zeigen, dass der Capital Star bei unseren Kundinnen und Kunden sehr gut ankommt.»

Finanzielle Sicherheit auch in unsicheren Marktverhältnissen

Auf das Szenario eines Ausstiegs Grossbritanniens aus der EU (Brexit-Entscheid) hat sich die AXA Winterthur vorbereitet. Sie sicherte die Währungsrisiken in Euro und Pfund im Vorfeld ab und reduzierte das Aktienrisiko im Euroland und in Amerika. Die negative Entwicklung der Finanzmärkte, insbesondere nach dem Brexit-Entscheid, beeinträchtigte jedoch den Unternehmensgewinn (-11,3%) wie auch den Reingewinn (-29,6%). Letzterer litt insbesondere unter temporären Wertschwankungen der Fremdwährungs- und Zinsabsicherungs-Derivate sowie der Wandelanleihen.

Kunden der AXA profitieren nach wie vor von einer hohen finanziellen Sicherheit. Die Ratingagentur Fitch bewertete die AXA Winterthur im Juni 2016 mit dem ausgezeichneten Rating AA-/Outlook stable, Moody’s im Januar 2016 mit Aa3/Outlook positive.

Antimo Perretta:
«Die AXA Winterthur sichert sich am internationalen Währungsmarkt konsequent gegen Währungsrisiken ab, was sich im aktuellen volatilen Marktumfeld sehr bewährt. Die Kosten für Absicherungsinstrumente sind aber stark steigend, da uns die Tiefzinsphase voraussichtlich noch länger begleiten wird. Dadurch wird es immer anspruchsvoller, auf unseren Kapitalanlagen eine gute Rendite zu erwirtschaften.»

Mit operativer Exzellenz und gezielten Innovationen in die Zukunft

Der kürzlich von der AXA Gruppe publizierte strategische Plan 2020 mit den Schwerpunkten Fokus und Transformation gilt auch für die AXA Winterthur. Die Strategie in den nächsten vier Jahren richtet sich auf Wachstum durch operative Exzellenz und gezielte Innovationen aus. Insgesamt investiert die AXA Winterthur bis 2020 rund
400 Millionen Franken in ihre Zukunft.

Antimo Perretta:
«Mit unserer Strategie 2020 bündeln wir unsere Kräfte und konzentrieren uns auf jene Vorhaben, die für den Ausbau unserer Marktführerschaft entscheidend sein werden. Wir setzen zudem auf gezielte Innovationen, die unseren Kunden einen klaren Mehrwert bringen werden.»

Quelle: AXA-Winterthur
03.08.2016

10.6.2016

Vor zehn Jahren ist die Winterthur französisch geworden

Vor zehn Jahren ist die Winterthur-Versicherung von der Grossbank Credit Suisse an die französische Axa verkauft worden. Der damalige Verkaufspreis betrug 13,4 Milliarden Franken. Heute gehört die Axa Winterthur zu den Marktleadern.

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Die Winterthur Versicherungen waren 1875 als «Schweizerische Unfallversicherungs-Actiengesellschaft» in Winterthur gegründet worden. 1923 stiess sie ins Geschäft mit den Lebensversicherungen ein.

Nach organischem Wachstum und diversen Akquisitionen bot dieWinterthur ab den 70-er Jahren Versicherungen für fast alle Risiken an. 1975 trat sie unter dem Namen Winterthur Versicherungen am Markt auf.

Fusion mit Credit Suisse

Während rund 20 Jahren intensivierte die Versicherungsgesellschaft ihre internationalen Aktivitäten. 1995 ging sie eine strategischeAllianz mit der zweitgrössten Schweizer Bank ein, der Credit Suisse. 1997 kam es zur Fusion mit der Credit Suisse und es entstand eine der weltweit grössten Finanzdienstleistungsfirmen der damaligen Zeit.

2002 hatte die negative Entwicklung an den Aktienmärkten für dieWinterthur Versicherungen gravierende finanzielle und organisatorische Folgen. Sie setzte den Allfinanz-Plänen ein Ende. DieCredit Suisse musste beträchtliche Summen in die Winterthureinschiessen. Zahlreiche Stellen mussten abgebaut werden.

Zwei Jahre später legten die Winterthur Versicherungen das Leben- und Nichtleben-Geschäft in der Schweiz in einer gemeinsamen Vertriebsorganisation zusammen. Das Unternehmen kehrte nach zwei Verlustjahren wieder in die Gewinnzone zurück.

Die Grossbank wollte sich in jener Zeit wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Wachstumsstrategie basierend auf einer global tätigen Bank vorantreiben. Die Winterthur Versicherung wurde als finanzielle Investition weitergeführt und die Grossbank bereitete sie auf einen Börsengang vor.

Verkauf statt Börsengang

Doch aus dem Börsengang wurde nichts. Die Grossbank entschied sich stattdessen für einen Verkauf. Denn ein Börsengang hätte langfristig die Unabhängigkeit der Versicherungsgesellschaft nicht gewährleisten können, hiess es damals.

Im Juni 2006 kam es schliesslich zum Verkauf der Winterthur an die französische Axa. Die französische Gruppe, damals bezüglich des Umsatzes die Nummer eins auf dem europäischen Versicherungsmarkt, machte 12,3 Mrd. Fr. in bar locker, um die Winterthur zu kaufen. Zudem übernahm sie eine Schuld von 1,1 Mrd. Fr.

Credit Suisse begründete den Verkauf damals damit, dass alle möglichen Optionen geprüft worden seien. Auch ein Schweizer Partner sei gesucht worden, um die Versicherungsgesellschaft mit den damals 19’000 Beschäftigten, davon 5800 in der Schweiz, zu übernehmen. Dieses Vorhaben wurde aber fallen gelassen, weil die Wettbewerbsbehörden einem Verkauf von dieser Grösse innerhalb der Schweiz kaum zugestimmt hätten.

Der damalige Winterthur-Chef Leonhard Fischer hatte nach der Übernahme angekündigt, dass die Integration der Winterthur in die Axa Kosteneinsparungen und damit einen Abbau von Stellen mit sich bringen würde. Die Schweiz werde aber davon ausgespart, sagt er.

Lediglich zwei Monate später erfolgte die Ankündigung, dass die Winterthur fast 350 Stellen in der Schweiz abbauen werde. Schliesslich wurde der Abbau auf 250 Stellen beschränkt, ohne dass es zu Entlassungen kam. Weniger als ein Jahr später engagierte dieGesellschaft bereits wieder 150 Mitarbeitende für externe Dienstleistungen und 100 für den internen Betrieb.

Aufstieg zum Marktleader

Unter dem Namen Axa Winterthur ab 2007 war die Versicherung erfolgreich und baute den Marktanteil auf mehr als 20% in der Schweiz aus. Gemäss eigenen Angaben war die Versicherung 2010 führend im Bereich der Lebensversicherungen. Im Nicht-Lebenbereich war die Axa Winterthur bereits seit Jahren Marktführerin.

Im letzten Geschäftsjahr musste die Axa Winterthur einen Rückgang des Gewinns um 5,6% auf 929 Mio. Fr. hinnehmen. Das Prämienvolumen sank 2015 um 4,1% auf 11 Mrd. Fr. Der Betriebsgewinn nahm demgegenüber um 4,7% auf 896 Mio. Fr. zu.

Quelle: NZZ
10.06.2016

19.5.2016

Berufliche Vorsorge 2015: Versicherte profitieren von gutem Ergebnis

  • Den Versicherten der AXA Winterthur wurden 2015 254 Millionen Franken aus dem Überschussfonds zugeteilt.
  • Die AXA erzielte eine Kapitalrendite auf Buchwerten von netto 3,17 Prozent.
  • Aufgrund der selektiven Zeichnungspolitik verringerten sich die Prämieneinnahmen in der Vollversicherung um 2,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken.
  • Die Umverteilung betrug im Berichtsjahr 2015 bei der AXA 827 Millionen Franken.

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Seit einigen Jahren setzt die AXA in der beruflichen Vorsorge vermehrt auf teilautonome Lösungen, während sie in der Vollversicherung bewusst eine selektive Zeichnungspolitik verfolgt. Für das Jahr 2015 verzeichnete die AXA bei der Vollversicherung einen Neugeschäftsrückgang von 32 Prozent bei gleichzeitig hoher Kontinuität bei den Bestandeskunden. Im teilautonomen Geschäft bestätigt die Zunahme von 8 Prozent im Neugeschäft die steigende Kundennachfrage. Insgesamt sanken die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 160 Millionen Franken
(-2,1 Prozent). Die Einmaleinlagen, welche ausschliesslich aus dem Vollversicherungsgeschäft stammen, gingen um 3,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken zurück. Die Jahresprämien in der Vollversicherung und im teilautonomen Geschäft blieben mit 3,3 Milliarden Franken konstant.

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA im Berichtsjahr einen massgebenden Umsatz von 2,5 Milliarden Franken. Davon wurde den Versicherten ein Anteil von 91 Prozent oder 2,2 Milliarden Franken zugewiesen. Die Versicherten erhielten dies in Form von Leistungen (1,6 Milliarden Franken), als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen (572 Millionen Franken) und als Zuweisung an den Überschussfonds (111 Millionen Franken). Zudem wurden den Versicherten aus dem Überschussfonds 254 Millionen Franken zugeteilt. Das Betriebsergebnis der AXA für das der Mindestquote unterstellte Geschäft der beruflichen Vorsorge belief sich auf 221 Millionen Franken vor Steuern (2014: 211 Millionen Franken). Die AXA stellt ihren Kunden in der Vollversicherung Garantien in der Höhe von 52 Milliarden Franken bereit.

Längeres Leben, längerer Rentenbezug

Die berufliche Vorsorge wird seit einigen Jahren immer anspruchsvoller. «Dafür gibt es viele Gründe – einer davon ist sehr erfreulich: Wir leben immer länger», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Die finanzielle Folge der Langlebigkeit und des damit einhergehenden längeren Rentenbezugs ist klar: Damit die gesetzlich vorgeschriebene Rente finanziert werden kann, muss heute für jeden Rentner und jede Rentnerin zusätzliches Kapital bereitgestellt werden. Dieses wird aus dem Anlageertrag und der Risikoprämie finanziert – zu Lasten jener Versicherten, die noch aktiv im Arbeitsleben stehen.

Die Sammelstiftungen der AXA haben im Sinne der Generationenfairness bereits Massnahmen gegen die systemfremde Umverteilung ergriffen: Bis 2018 wird in der Vollversicherung der Umwandlungssatz im Überobligatorium – also dort, wo gesetzlicher Spielraum für die Sammelstiftungen besteht – schrittweise auf 5 Prozent gesenkt. Diese Massnahme, die nur Neurentner betrifft, hat bereits Wirkung gezeigt: Der Umverteilungsanteil für Neurentner bewegte sich 2015 mit 257 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Eine weitere Steigerung dieser Umverteilung an Neurentner konnte somit gestoppt werden.

Die Umverteilung für laufende Alters- und Hinterlassenenrenten stieg dagegen von 250 Millionen Franken im 2014 auf 570 Millionen Franken. Diese Zunahme um 320 Millionen Franken ist auf zusätzliche technische Rückstellungen zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten zurückzuführen. Der Grund liegt in der verschärften und derzeit nicht absehbaren Veränderung der Tiefzinssituation in Verbindung mit der steigenden Lebenserwartung. «Die anhaltende Tiefzinssituation mit entsprechend sinkenden Anlageerträgen sowie die weiter steigende Lebenserwartung werden auch künftig viel Druck auf die berufliche Vorsorge ausüben. Mit den zusätzlichen Rückstellungen setzen wir uns verstärkt für langfristige Rentensicherheit ein», kommentiert Gerber.


 

AXA-Winterthur Umverteilung BVG 2009-2015


Stabile Anlagerendite in schwierigem Tiefzinsumfeld

Die Kapitalerträge sind für die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten von grosser Bedeutung. «Unsere Anlagestrategie bringt Rendite und Sicherheit in Einklang. Eine ausreichende Rendite zu erzielen, ist derzeit allerdings sehr anspruchsvoll», erklärt Gerber. Das Schweizer Anlageteam konnte auch 2015 die Rendite auf den Kapitalanlagen im wirtschaftlich herausfordernden Tiefzinsumfeld stabil halten, nicht zuletzt durch Gewinnrealisierungen aus Veräusserungen von Anlagen. Der erwirtschaftete Anlageertrag im Kollektivgeschäft belief sich auf brutto 1,8 Milliarden Franken, was einer Rendite auf Buchwerten von brutto 3,4 Prozent entspricht (2014: 3,33 Prozent). Die Altersguthaben der Versicherten wurden 2015 im Obligatorium und im Überobligatorium mit je 1,75 Prozent verzinst.


Legal Quote

AXA-Winterthur Berechnung Mindestquote Legal Quote 2015


Glossar

Versicherungstechnische Rückstellungen
Sie weisen den Wert der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten aus, die langfristig gewährleistet sein müssen. Versicherer sind verpflichtet, ausreichende Rückstellungen zu bilden und regelmässig zu prüfen, ob diese den aktuell gültigen mathematischen Grundlagen entsprechen, unter Einhaltung des Grundsatzes, dass die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen gewährleistet sein muss. Als Grundlage für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden folgende Positionen berücksichtigt: Altersguthaben der aktiven Versicherten, Deckungskapital für laufende Renten, Fonds für Überschussbeteiligung und gutgeschriebene Überschussanteile.

Mindestquote (Legal Quote)
Bei der Mindestquote (Legal Quote) handelt es sich um eine gesetzliche Regelung für Privatversicherer, welche die Gewinnverteilung zwischen Versicherten und Versicherer regelt (VAG Art. 37, AVO Art. 147 ff.). Die Mindestquote schreibt vor, dass mindestens 90 Prozent des Ertrags (auch massgebenden Umsatz genannt) zugunsten der Versicherten in Form von Versicherungsleistungen, Reserveverstärkungen und Zuweisungen an den
Überschussfonds verwendet werden müssen. Der massgebende Umsatz setzt sich dabei aus den Anlageerträgen plus Kosten- und Risikoprämien zusammen. Die Lebensversicherer können maximal 10 Prozent dieses Ertrags als Entschädigung für das zur Verfügung gestellte Risikokapital für die Garantien der Kunden beanspruchen.

Umwandlungssatz / Umverteilung
Der Umwandlungssatz gibt an, zu welchem Satz das in der Pensionskasse angesparte Altersguthaben in eine Rente umgewandelt wird. Bei einem Altersguthaben von 100’000 Franken ergibt sich bei einem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent eine jährliche Rente von mindestens 6’800 Franken. Der Umwandlungssatz ist eine rechnerische Grösse, dem eine Lebenserwartung und eine Anlagerendite zugrunde liegen. Diese beiden Parameter haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Der gesetzliche Umwandlungssatz wurde aber kaum an die steigende Lebenserwartung und die Entwicklung der Finanzmärkte angepasst. Aufgrund des zu hohen Umwandlungssatzes ist das Alterskapital eines Rentners heute vorzeitig aufgebraucht; daher findet im Sparprozess eine Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentnern statt.

Betriebsrechnung Kollektivlebengeschäft
Für das Jahr 2015 veröffentlicht die AXA Winterthur die Ergebnisse des Kollektivleben-Geschäfts zum neunten Mal auf Basis des Offenlegungsschemas, das von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA im Rahmen der Transparenzvorschriften vorgegeben wird. Basis dazu bildet der statutarische Abschluss der AXA Leben AG, der unter anderem massgebend für die Überschusszuteilung an die Versicherten ist. Im Jahr 2003 war die damalige Winterthur die erste Lebensversicherungsgesellschaft, die neben der statutarischen Jahresrechnung auch die Betriebsrechnung für das Schweizer Kollektivgeschäft durch ihre Revisionsgesellschaft prüfen liess. Die Information der Öffentlichkeit dazu erfolgte jeweils auf jährlicher Basis.


Quelle: AXA-Winterthur
19.05.2016

19.5.2016

Axa Winterthur mit guten Resultaten für die berufliche Vorsorge

Fast jeder zehnte Einwohner der Schweiz kann sich freuen. Die rund 623’000 Personen, welche ihre berufliche Vorsorge bei der Axa Winterthur haben, profitieren nämlich in der zweiten Säule vom erfolgreichen Geschäftsjahr ihrer Versicherungsgesellschaft.

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So stiegen 2015 trotz des weltweiten Tiefzinsniveaus die Erträge auf Kapitalanlagen laut einer Publikation der Axa vom Donnerstag um 6,9 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Franken. Dies ergab eine Nettorendite auf die Buchwerte der Kapitalanlagen von rund 3,2 Prozent, was angesichts der weltweiten Minizinsen eine gute Leistung darstellt. Auch auf Basis von Marktwerten lag die Verzinsung bei ansprechenden 2,9 Prozent.

Zusammen mit den Gewinnen aus dem Versicherungsrisiko sowie aus der Kostenkalkulation gingen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 91 Prozent aller Ertragskomponenten an die Kundschaft.

Die Axa verzinste etwa die Altersguthaben der Versicherten sowohl im Obligatorium, als auch im überobligatorischen Bereich mit je 1,75 Prozent. Zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten stockte die Gesellschaft zudem ihre Rückstellungen für Altersrenten um 320 Millionen Franken auf.

Auch bezüglich der Fairness beim Generationenvertrag, also bei einer gerechteren Umverteilung zwischen Erwerbstätigen und Rentnern, kam das Unternehmen vorwärts. So setzte die Gesellschaft eine Senkung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium, also dort, wo es überhaupt nur möglich ist, weiter um. Der Satz betrug 2015 für Renten von Männern 5,6 Prozent nach 5,84 Prozent im Vorjahr. Bei Pensionen für Frauen lag der Wert bei 5,48 Prozent nach 5,57 Prozent im Jahr 2014. Für den obligatorischen Teil wird das Alterskapital weiterhin laut Gesetz zu 6,80 Prozent gewandelt.

Rückläufige Prämieneinnahmen

Und nicht nur für die Kunden, sondern auch die Axa-Gruppe selbst hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr gelohnt. Hauptsächlich als Folge höherer Kapitalerträge stieg nämlich der Betriebsgewinn aus dem BVG-Geschäft um 4,5 Prozent auf 231 Millionen Franken.

Einziger grösserer Wermutstropfen 2015 war, dass die Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken zurückgegangen sind. Dies lag laut Angaben derGesellschaft hauptsächlich am Rückgang des Neugeschäfts in der Vollversicherung, das um 32 Prozent eingebrochen ist. Allerdings sieht der Leiter der AXA Leben, Thomas Gerber, diesen Umstand gar nicht negativ.

Auf einer Medienorientierung in Zürich erklärte er, dass die Zeichnung von Geschäft bei der Vollversicherung bewusst zurückgefahren wurde. Angesichts niedriger Zinsen am Kapitalmarkt und vielerorts höherer Aufwendungen für Alters- sowie Hinterbliebenenrenten wollten zwar weitere Arbeitgeber von der guten Entwicklungen der Axa bei der beruflichen Vorsorge profitieren, aber da habe die Gesellschaft einen Riegel vorgeschoben.

Gerber nannte dieses Vorgehen vor den Medien ein „Bekenntnis für die Bestandskunden“, die sich somit auch über diese Entwicklung freuen dürften. Für 2016 mahnt aber auch Gerber, dass zum Beispiel die Kapitalerträge angesichts der sehr niedrigen Wiederanlagezinsen bei auslaufenden Anleihen auch bei Axa unter Druck geraten werden.

Quelle: SDA
19.05.2016

25.2.2016

Geschäftsjahr 2015: Gutes Jahresergebnis in herausforderndem Marktumfeld

  • Der operative Gewinn der AXA Winterthur erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent und erreichte CHF 896 Mio. Das Geschäftsvolumen betrug CHF 11,1 Mia.
  • Im Kollektivleben gingen die Bruttoprämien aufgrund der bewusst selektiveren Zeichnungspolitik in der Vollversicherung um 3,6 Prozent auf CHF 6,5 Mia. zurück. Im teilautonomen Geschäft verzeichnete die AXA Winterthur ein starkes Wachstum
  • Im Einzelleben machten sich die schwierigen Marktbedingungen bemerkbar.
    Das Geschäftsvolumen ging um 13,7 Prozent auf CHF 1,2 Mia., das Neugeschäft um 11,5 Prozent auf CHF 122 Mio. zurück
  • In der Schadenversicherung resultierte ein leichter Rückgang der Prämieneinnahmen um 1,3 Prozent auf CHF 3,4 Mia. Dank einer geringen Schadenbelastung im 2015 verbesserte sich der Schaden-/Kostensatz um 3,1 Prozentpunkte auf 86 Prozent
  • Die AXA Winterthur treibt die digitale Transformation aktiv voran und hat im letzten Jahr wichtige organisatorische Schritte unternommen und Projekte lanciert, um agiler und innovativer zu werden

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Die AXA Winterthur hat im Jahr 2015 ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Der operative Gewinn erhöhte sich um 4,7 Prozent auf 896 Millionen Franken. Das Geschäftsvolumen ging im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Franken zurück, was insbesondere auf die selektivere Zeichnungspolitik in der Vollversicherung zurückzuführen ist. «Angesichts des anspruchsvollen Finanzumfeldes blicken wir auf ein erfreuliches Jahr zurück», sagt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur. «Im Einzelleben haben wir unter schwierigen Marktbedingungen eine ansprechende Verkaufsleistung erzielt, im Kollektivleben ist es uns gelungen, unsere Strategie umzusetzen und im teilautonomen Markt markant zu wachsen. Als Folge des hohen Wettbewerbsdruckes liegt das Wachstum in der Schadenversicherung unter den Erwartungen.»

Positionierung als Komplettanbieterin in der 2. Säule

Die Bruttoprämien im Kollektivleben gingen um 3,6 Prozent zurück, bedingt vor allem durch tiefere Einmaleinlagen in der Vollversicherung. Aufgrund der strategisch festgelegten selektiveren Zeichnungspolitik verzeichnete die AXA Winterthur im schwierigen Anlageumfeld einen Rückgang im Neugeschäft um 17,7 Prozent. Im teilautonomen Geschäftssegment erhöhte sich das Neugeschäft von 13 Millionen Franken im Vorjahr auf 46 Millionen Franken im 2015. «Die markante Zuwachsrate zeigt, dass es uns gelungen ist, die AXA im Markt der beruflichen Vorsorge als Komplettanbieterin zu positionieren. Wir setzen im Interesse unserer Kunden auf Stabilität und Wahlfreiheit, indem wir neben der Vollversicherung auch teilautonome Lösungen anbieten. Entlang dieser Strategie werden wir dieses Geschäftsfeld auch in den nächsten Jahren weiter ausbauen», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Dasselbe gelte für den autonomen Markt im Geschäft mit firmeneigenen Stiftungen. «Auch hier haben wir uns gut am Markt positioniert und konnten im letzten Jahr gewichtige neue Mandate gewinnen.»

Gute Verkaufsleistung in der 3. Säule

«Mit einem Neugeschäftsvolumen von 122 Millionen Franken haben wir im Einzelleben eine gute Verkaufsleitung erzielt», erklärt Thomas Gerber. Dies, obwohl sich das Geschäftsvolumen um 13,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken verringerte, auch hier durch tiefere Einmaleinlagen. «Die Unsicherheit an den Kapitalmärkten und die anhaltend tiefen Zinsen erschweren den Absatz von privaten Vorsorgeprodukten. Ich bin mit unserem Ergebnis sehr zufrieden. Es zeigt, dass unsere Kunden nach wie vor davon überzeugt sind, dass vorsorgen sich lohnt», so Thomas Gerber.

Schaden-/Kostensatz entwickelte sich weiter positiv

In der Schadenversicherung verzeichnete die AXA Winterthur einen leichten Rückgang der Bruttoprämien um 1,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken, wobei sowohl das Privatkunden- als auch das Unternehmensgeschäft abnahmen. «Der Wettbewerbsdruck insbesondere im Privatkundengeschäft ist in den letzten Jahren stark gestiegen», kommentiert Andreas Krümmel, Leiter Schadenversicherungen. Der operative Gewinn (+12,4 Prozent) wie auch der Schaden-/Kostensatz (-3,1 Prozentpunkte) verbesserten sich hauptsächlich aufgrund von weniger Grossschäden. «Auch unser konsequenter Fokus auf Effizienz und Kostendisziplin wirkte sich positiv aus», so Andreas Krümmel.

Konsequente Währungsabsicherung

Der weitere Rückgang des Zinsniveaus hatte auch einen spürbaren Einfluss auf die Performance aller Anlageklassen der AXA Winterthur. Das Anlageergebnis war dementsprechend sowohl im Leben- als auch im Nichtleben-Bereich rückläufig. «Wir gehen davon aus, dass uns das Tiefzinsniveau noch lange beschäftigen wird», so CEO Antimo Perretta. Die Aufwertung des Schweizer Frankens infolge der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Anfang Jahr betraf die AXA Winterthur indes nicht direkt. «Wir sichern uns am internationalen Finanzmarkt konsequent gegen Währungsrisiken ab, was uns vor Verlusten bewahrt hat. Unsere Kunden profitieren von höchstmöglicher Sicherheit», erklärt Antimo Perretta. «Die Kosten für die Währungsabsicherung sind seit dem SNB-Entscheid allerdings deutlich angestiegen, was sich auf den Reingewinn 2015 ausgewirkt hat.»

Digitale Transformation wird in Prozesse aufgenommen

Hohe Priorität hat bei der AXA Winterthur die digitale Transformation. «Wir haben im letzten Jahr wichtige Schritte unternommen, um innovativer und agiler zu werden», erklärt der CEO der AXA Winterthur. Dazu trage die 2015 lancierte Unternehmensstrategie 2020 ebenso bei wie flachere Hierarchien, die Stärkung der Spezialistenkarriere sowie ein neues kollaboratives Führungsverständnis zum besseren Umgang mit Veränderung. Konkrete Ergebnisse sind bereits sichtbar. So ist die AXA Winterthur als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz auf «Smoope» vertreten, einer in Deutschland bereits sehr erfolgreichen Messenger-App für Unternehmen. Auch mit dem firmeneigenen Kundenservice-Lab geht sie neue Wege im Kundenkontakt.

Innerhalb des neuen Ressorts «Transformation & Market Management» hat die AXA Winterthur im letzten Jahr zudem den Innovationsbereich klar gestärkt. Das Unternehmen holt sich in diesem Bereich auch Inspiration von aussen: Seit Kurzem pflegt die AXA Winterthur eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Impact Hub Zürich, indem sie ihn aktiv in ihren Innovationsprozess einbindet. Die AXA Innovations-Teams profitieren dadurch von einem regen Austausch mit dort ansässigen Start-ups, können neue Trends und Technologien frühzeitig erkennen und damit das eigene Kundenangebot optimieren. Dasselbe Ziel verfolgt auch das weltweite «AXA Strategic Venture»-Programm, an dem die AXA Winterthur beteiligt ist, um innovative Schweizer Start-ups zu fördern. Auf die Zusammenarbeit mit Start-ups legt die AXA Winterthur grossen Wert. Im Frühjahr 2016 können Mitarbeitende der AXA Winterthur beispielsweise in einem Pilotversuch das Angebot des Start-ups Popupoffice testen, das in den urbanen Zentren der Schweiz inspirierende Arbeitsplätze für mobile Wissensarbeiter schafft.


AXA-Winterthur Kennzahlen Jahreserbenis 2015


Glossar

Jahresprämienäquivalent (APE)
Das Jahresprämienäquivalent (Annual Premium Equivalent) ist die Standardmessgrösse für das Neugeschäftsvolumen in der Lebensversicherung während einer Berichtsperiode. Sie errechnet sich aus der Summe von 100 Prozent der Jahresprämien aus dem Neugeschäft und 10 Prozent der Einmalprämien. Die gezeichneten Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösung sind in dieser Kennzahl nicht enthalten.

Erweitertes Neugeschäft (EAPE)
Die Kennzahl EAPE errechnet sich aus der Standardmessgrösse für Neugeschäft (APE) plus der gezeichneten Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen. Sie widerspiegelt den Wert für das gezeichnete Neugeschäftsvolumen während einer Berichtsperiode und steht für die tatsächliche Verkaufsleistung der AXA Winterthur im 2.-Säule-Geschäft.

Combined Ratio
Die Combined Ratio ist die Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität im Nichtleben-Geschäft. Mit dem Schaden-/Kostensatz wird das Verhältnis von Schadenaufwand (Schadensatz) sowie Kosten und Gewinnbeteiligungen (Kostensatz) zu den Prämien ausgedrückt.

Operativer Gewinn (Underlying Earnings)
Die Underlying Earnings (operativer Gewinn) geben Auskunft über das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive Ertrag aus Kapitalanlagen und abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Unternehmensgewinn (Adjusted Earnings)
Die Adjusted Earnings (Unternehmensgewinn) zeigen das Ergebnis aus operativem Gewinn (Underlying Earnings) inklusive realisierter Gewinne sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen aus den Kapitalanlagen, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Reingewinn (Net Income)
Die Kennzahl Net Income entspricht dem Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung für die laufende Periode. Sie errechnet sich aus den Adjusted Earnings plus Erfolg aus Marktschwankungen, Währungseffekten sowie Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Über die AXA Winterthur

Rund zwei Millionen Kunden vertrauen der AXA Winterthur. Sie setzen auf ihre Erfahrung und Beratung in der Personen-, Sach-, Haftpflicht- und Lebensversicherung sowie der beruflichen Vorsorge. Der führende Schweizer Versicherer ist ein dynamisches Unternehmen mit einer ambitionierten Vision: den Kunden Freiräume über die finanzielle Sicherheit hinaus schaffen und so ein unbeschwertes Leben ermöglichen – mit einfachen, digitalen Prozessen und innovativen Produkten und Dienstleistungen rund um wichtige Lebensbereiche wie Mobilität, Wohnen oder Unternehmertum. Dafür setzen sich die rund 4000 Mitarbeitenden sowie die 2600 Kolleginnen und Kollegen in den 277 Generalagenturen und Agenturen Tag für Tag ein. Die AXA Winterthur gehört zur AXA Gruppe und erzielte 2015 ein Geschäftsvolumen von CHF 11,1 Mia.


 Quelle: AXA
25.02.2016

4.4.2015

AXA senkt bereits 2016 die Renten

Schlechte Nachricht für 418’000 Versicherte: Sie müssen mit tieferen Renten vorliebnehmen. Denn Axa-Winterthur senkt den Umwandlungssatz – dort, wo es das Gesetz erlaubt.

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Die Schweizer Tochter des französischen Versicherungsriesen Axa senkt den Umwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge von 5,6 auf 5 Prozent. Das erklärte Axa-Winterthur am Gründonnerstag. Davon betroffen sind Versicherte, die ab nächstem Jahr in Pension gehen. 53’000 Unternehmen mit insgesamt 418’000 Mitarbeitenden haben die berufliche Vorsorge der Axa-Winterthur anvertraut. Die Senkung wird schrittweise vorgenommen.

Arbeiter finanziert Rentner

Wie sich die Senkung auf den einzelnen Versicherten auswirkt, lässt sich nicht einmal grob beziffern. Die Senkung gilt nur für das Überobligatorium. Also für jene Guthaben, die über den gesetzlichen Mindestvorgaben angespart wurden. In vielen Fällen ist das überobligatorische Guthaben höher als das obligatorische. Der obligatorische Teil wird zum gesetzlichen Mindestumwandlungssatz von 6,8 Prozent umgerechnet, wie das am 7.März 2010 vom Schweizervolk als Antwort auf die Rentenklau-Debatte der Gewerkschaften bestimmt wurde.

Versicherte mit Minimalplänen, die nur mit dem gesetzlichen Minimum gemäss dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) versichert sind, bleiben von dieser Rentensenkung verschont. Ihre Rente wird von den aktiv Versicherten quersubventioniert.

Die kurzfristige Ankündigung von Versicherungsgesellschaften hat System. Schon 2003, als die Lebensversicherer damit anfingen, auf obligatorischen und überobligatorischen Guthaben unterschiedliche Umwandlungssätze anzuwenden, liessen sie den Versicherten keine Zeit, sich auf die neue finanzielle Situation einzustellen. Es war schon damals die Winterthur, die als Erste dieses Splitting vorgenommen hatte. Noch heute spricht man vom «Winterthurer Modell», wenn eine Vorsorgeeinrichtung den obligatorischen und den überobligatorischen Teil mit unterschiedlichen Sätzen in eine Rente umwandelt.

Das Problem bei Scheidungen

Die unterschiedliche Verzinsung und Rentenberechnung der obligatorischen und überobligatorischen Guthaben zeitigt grobe Ungerechtigkeiten. Betroffen sind nicht selten geschiedene Frauen, bei welchen das vom früheren Ehemann überwiesene Pensionskassenguthaben voll in den mit einem tieferen Umwandlungssatz berechneten überobligatorischen Topf geworfen wird. Auch freiwillige Einkäufe landen im Überobligatorium mit dem unvorteilhaft tiefen Umwandlungssatz.

Hug: «Kein Verständnis»

Der Versicherungsspezialist Werner C. Hug zeigt kein Verständnis für die Massnahmen der Axa-Winterthur. «Das kommt politisch im falschen Moment.» Hug denkt an die Altersvorsorge 2020, die jetzt in der ständerätlichen Kommission behandelt wird. Kürzungsmassnahmen in der 2.Säule sind schwieriger durchzusetzen, wenn die Versicherer sich als Abzocker gebärden. «Die Versicherungsgesellschaften wollen keine Rentner mehr. Sie wollen, dass sich die Versicherten bei der Pensionierung das Kapital auszahlen lassen», sagt Hug. Das sei nicht im Sinne des Gesetzgebers.

Axa-Winterthur begründet den Schritt mit der Umverteilung in der beruflichen Vorsorge, die man auf diesem Weg stoppen will. Sie meint damit die Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Rentnerinnen und Rentnern. Man spricht von etwa 3,5 Milliarden Franken insgesamt in der 2. Säule. Allein bei der Axa seien es 416 Millionen Franken, welche die aktiv Versicherten zahlen müssten, um ungenügend finanzierte und nicht kürzbare Renten der Pensionäre mit kleinen Einkommen zu finanzieren. Diese Umverteilung ist nicht zuletzt eine Folge der vom Volk abgelehnten Senkung des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent in der genannten Abstimmung vom 7.März 2010. Da sich ein Umwandlungssatz von 6,8 Prozent heute nicht finanzieren lässt, müssen laufende Renten mit Beiträgen der aktiv Versicherten bezahlt werden. Das widerspricht dem Kapitaldeckungsverfahren, wie es für die 2.Säule vorgesehen ist.

Risikoprämien sinken

Laut Axa-Winterthur erlaubt die Senkung des Umwandlungssatzes eine Reduktion der Risikoprämie für Invalidität und Tod. Mit dieser Aussage bestätigt Axa, dass sie den Versicherten von ihren Beiträgen bisher zu hohe Risikoprämien abgezogen hat. Auch hier also eine Quersubventionierung.

Für die Gewerkschaften ist das Vorgehen der Axa ein gefundenes Fressen. Sie werden ihre Rentenklau-Debatte wieder auffrischen können. Womöglich hat Axa das Communiqué bewusst in der zweiten Tageshälfte am Gründonnerstag verschickt, als sie die Gewerkschaften bereits in den Osterferien vermutete.


Umwandlunssätze AXA_Winterthur

 

 

 

 

 

 

 


Quelle: Tages-Anzeiger
04.04.2015

3.4.2015

Enteignungen der Jungen im BVG-System

Infolge der hartnäckig niedrigen Zinsen akzentuiert sich die Umverteilung in der zweiten Säule von Jung zu Alt laufend. Der Lebensversicherer Axa Winterthur schätzt die jährliche Umverteilung total auf 3,5 Mrd. Fr.

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Nicht alle wollen es wissen, aber der gesetzliche BVG-Mindest-Rentenumwandlungssatz liegt mit 6,8% meilenweit von der Realität entfernt. Dies zwingt in der Schweiz die meisten Pensionskassen und alle Lebensversicherer dazu, Jahr für Jahr zu Lasten der jüngeren Generation aus dem diesen im Prinzip zustehenden Topf Geld zu nehmen, um übersetzte Renten, vor allem auch für Neurentner, zu leisten. Axa-Winterthur hat soeben bekanntgegeben, dass bei ihr alleine die Umverteilung im Jahr 2013 den stolzen Betrag von 416 Mio. Fr. erreichte. Im zurückliegenden Jahr dürften es noch einige Dutzend Millionen mehr gewesen sein. Sozialminister Alain Berset hat im Rahmen der «Altersvorsorge 2020» die Senkung dieses Satzes von 6,8% auf 6,0% vorgeschlagen, was immerhin ein Schritt in die richtige Richtung wäre.

Für Fairness sorgen

Im Gegensatz zur AHV, die nach dem Umlageverfahren organisiert ist, kennt das BVG von seinem Wesen her als Kapitaldeckungsverfahren eigentlich keine Umverteilung. Doch bekanntlich ist das ein hehrer Grundsatz, gegen den seit vielen Jahren krass verstossen wird. Alle Kassen, die als umhüllende Vorsorgeeinrichtungen einen BVG-Spar-Teil oberhalb des Obligatoriums mit verwalten, nehmen letztlich von diesen überobligatorischen Beträgen, um im obligatorischen Teil den gesetzlichen Satz von 6,8% überhaupt noch stemmen zu können.

Wenn die Axa-Winterthur im überobligatorischen Teil nun den Umwandlungssatz in ihrer BVG-Vollversicherung bis 2018 schrittweise auf 5,0% senkt, und zwar für Frauen und Männer, wird diese Ventilfunktion offenkundig. Erst vor einem Jahr war der Umwandlungssatz auf Anfang 2015 auf 5,604% (für Männer) und 5,480% (für Frauen) gesenkt worden. Da Lebensversicherer gesprochene Renten auf Lebenszeit leisten müssen und im Falle einer Unterdeckung ihr Geschäft einstellen müssten, sind sie zu spitzem Kalkulieren gezwungen. Pensionskassen können mit einem Deckungsgrad bis etwa 90% kutschieren, bevor Sanierungsmassnahmen ergriffen werden müssen.

Axa-Winterthur erinnert daran, dass die Zahl der Neurentner in den kommenden 15 Jahren (Stichwort: Babyboomer) stark steigen wird. Aber nicht nur das: die Lebenserwartung von 65-jährigen Frauen ist im Zeitraum von 1981 bis 2013 von 18,2 Jahren auf 22,1 Jahre gestiegen, für Männer gleichen Alters von 14,3 auf 19,1 Jahren. Es ist naheliegend, dass die Lebenserwartung in Zukunft auf Grund des medizinischen Fortschritts weiter steigen wird und de facto für Seniorinnen und Senioren jetzt schon höher liegt, weil die Durchschnittszahlen unter anderem durch früher Verstorbene (u. a. Unfälle) nach unten gedrückt werden.

Es geht um viel Geld

Axa Winterthur gibt in einer am Gründonnerstag versandten Pressemitteilung unumwunden zu, dass in der Vergangenheit nicht nur aus der laufenden Anlagerendite, sondern auch aus den Risikoprämien (Sicherung gegen Tod und Invalidität) Geld genommen wurde, um garantierte Renten tatsächlich finanzieren zu können. Ein besserer Risikoverlauf ermöglichte es den Lebensversicherern, aber auch den meisten Pensionskassen, in den letzten Jahren mit Überschüssen unrealistisch hohe BVG-Renten (jene mit dem Umwandlungssatz 6,8%) mitzufinanzieren.

In diesem Zusammenhang legt Axa Winterthur die Schätzung vor, dass jährlich in der Schweiz über 3,5 Mrd. Fr. systemwidrig von den aktiven Versicherten zu den Rentnern fliessen – Tendenz steigend. Die Credit Suisse war mit ihren Berechnungen früher zu einer ähnlichen Zahl gelangt. Eine vom Bundesamt für Sozialversicherungen in Auftrag gegebene Studie kam jüngst (NZZ 25.3.2015) zum Ergebnis, bei 27 handverlesenen Pensionskassen seien im Zeitraum 2009/2013 die sogenannten «Pensionierungsverluste» von 310 Mio. auf 480 Mio. Fr. gestiegen.

Was die Kundschaft der Axa-Winterthur betrifft (vornehmlich KMU-Firmen), muss jede versicherte Person durchschnittlich mit einer Minder-Verzinsung von jährlich fast 1000 Fr. für diese politisch gewollte Umverteilung «bluten». Das ist für die Jungen umso bitterer, weil durch diesen Mechanismus ihre Chancen, via Zinseszins-Effekte Altersgutschriften anzusammeln, laufend unterminiert wird. Solange der gesetzliche Satz mit 6,8% in der Stratosphäre angesiedelt bleibt, zahlt nach den Berechnungen von Axa Winterthur ein «typischer Versicherter mit 200 000 Fr. im überobligatorischen Teil», indem seine Altersrente um rund 100 Fr. monatlich tiefer ausfällt; ab 2018 gilt nur noch ein Satz von 5%, das heisst Altersgutschriften von 200 000 Fr. werden in eine Jahresrente von 10 000 Fr. gewandelt. Irgendwie muss ja die Rechnung ins Lot gebracht werden.

Das wird als Aufgabe so bleiben, selbst wenn es gegen den geballten Widerstand der linksorientierten Politiker und zugewandter Kreise aus dem bürgerlichen Lager doch noch gelingen sollte, bis 2020 diesen sozialpolitisch explosiven Satz auf (zu hohe) 6,0% herunter zu bringen.

Quelle: NZZ
03.04.2015

2.4.2015

Berufliche Vorsorge – Umverteilung in der beruflichen Vorsorge stoppen

  • Die Umverteilung in der beruflichen Vorsorge nimmt weiter zu
  • Jährlich fliessen in der Schweiz über 3,5 Milliarden Franken von den aktiven Versicherten zu den Rentnern – und dieser Betrag steigt weiter an. Alleine bei der AXA Winterthur betrug 2013 die Umverteilung 416 Millionen Franken
  • Die AXA Winterthur reduziert deshalb bis 2018 den Umwandlungssatz in der Vollversicherung im überobligatorischen Teil schrittweise auf 5 Prozent
  • Diese Senkung erlaubt der AXA Winterthur in der Vollversicherung eine Reduktion der Risikoprämie für Invalidität und Tod ab 2016

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Mit ihrer auf Sicherheit ausgerichteten Anlagestrategie und ihrer langfristigen Geschäftspolitik hat die AXA Winterthur in den letzten Jahren gezeigt, dass ihr als Komplettanbieterin in der beruflichen Vorsorge die langfristige Stabilität wichtig ist. Insgesamt vertrauen 53‘000 Unternehmen mit mehr als 418‘000 Mitarbeitenden auf die Garantien der AXA Winterthur. Diesem Vertrauen will die AXA Winterthur auch in Zukunft gerecht werden. «Unsere Strategie bleibt unverändert», erklärt Thomas Gerber, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Leben bei der AXA Winterthur. «Wir bieten unseren Kunden auch weiterhin sowohl Vollversicherungen als auch teilautonome Lösungen an. Die AXA Winterthur ist und bleibt für ihre Kunden ein zuverlässiger Partner in der Altersvorsorge, der Risikoabsicherung und der Vermögensverwaltung.»

Speziell die mittleren und kleineren Unternehmen (KMU) setzen ihr Vertrauen vor allem auf das Vollversicherungsmodell mit seinen umfassenden Sicherheiten. Nur bei diesem Modell trägt der Lebensversicherer auch die Risiken des Finanzmarkts und steht dafür mit seinem Eigenkapital ein.

Umverteilung von jung zu alt nimmt zu

Die Herausforderungen in der Altersvorsorge haben sich akzentuiert. Tatsache ist, dass in den nächsten 15 Jahren die Zahl der Neurentner weiter steigen wird. Gleichzeitig nimmt die Lebenserwartung im Alter 65 weiter zu. So stieg die Lebenserwartung von 65-jährigen Frauen von 1981 bis 2013 von 18,2 Jahren auf 22,1 Jahre. Bei den 65-jährigen Männern stieg sie von 14,3 Jahren auf 19,1 Jahre (Quelle: Bundesamt für Statistik, 2015). Zudem stellt das tiefe und seit kurzem sogar negative Zinsniveau das Management der Anlagen und die Anlagerenditen vor neue Herausforderungen. Aufgrund dieser Zinssituation und der demografischen Entwicklung werden die Pensionierungsverluste weiter zunehmen. Dadurch wird das während der Erwerbsphase angesparte Guthaben einer Person nicht ausreichen, um im Zeitpunkt der Pensionierung die Altersrente vollumfänglich zu finanzieren. Die garantierten Renten können deshalb schon heute nur finanziert werden, indem ein Teil der Anlagerenditen und der Risikoprämien für die Umverteilung zwischen den Generationen verwendet werden.

Im Jahr 2013 musste die AXA Winterthur daher 416 Millionen Franken aus den Erträgen der beruflichen Vorsorge für die zusätzliche Finanzierung der vorgeschriebenen Renten einsetzen. Im Durchschnitt ergab dies pro versicherte Person eine Minderverzinsung von fast 1‘000 Franken pro Jahr. 2014 hat diese Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentnern weiter zugenommen.

«In der beruflichen Vorsorge, die als System mit Kapitaldeckungsverfahren konzipiert wurde, ist eine Umverteilung in diesem Ausmass nicht vorgesehen,» erläutert Thomas Gerber. «Die Umverteilung führt dazu, dass die Fairness der Generationen je länger je mehr aus dem Lot gerät und damit auch die Solidarität zwischen den Generationen in unerwünschter Weise beeinflussen könnte.» Aus diesen Gründen setzt sich die AXA Winterthur dafür ein, die systemfremde Umverteilung einzuschränken und die berufliche Vorsorge für künftige Generationen zu sichern. Dies führt zu mehr Stabilität in der beruflichen Vorsorge und damit langfristig zu mehr finanzieller Sicherheit.

Massnahmen zur Reduktion der Umverteilung

Mit dem Ziel, die Umverteilung von den jüngeren zu den älteren Generationen zu reduzieren, haben die Stiftungsräte der AXA Sammelstiftungen mit Vollversicherungsmodell beschlossen, den Umwandlungssatz im Überobligatorium für das Pensionierungsalter 65 bis ins Jahr 2018 auf das Niveau von 5% zu senken. Dies erfolgt in drei Schritten: bei den Männern per 1.1.2016 von 5,604% auf 5,385%, ein Jahr später auf 5,174% und dann per 1.1.2018 auf 5%; bei den Frauen per 1.1.2016 von 5,601% auf 5,384%, ein Jahr später auf 5,176% und per 1.1.2018 auf 5%. Für einen typischen Versicherten mit 200‘000 Franken im überobligatorischen Teil führt die Anpassung per 2018 gegenüber 2015 zu einer Reduktion der künftigen überobligatorischen Altersrente um 100 Franken pro Monat. Die Altersrente aus dem obligatorischen Teil bleibt unverändert.

Die Reduktion des Umwandlungssatzes gibt der AXA Winterthur die Möglichkeit, die Risikoprämie der aktiv Versicherten in der Vollversicherung ab 2016 zu senken, da die Verrentungsverluste und damit die Umverteilung reduziert werden können. Die Anpassung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium erhöht den Gewinn der AXA Winterthur nicht. Es handelt sich um eine reine Reduktion der Umverteilung von den jüngeren zu den älteren Generationen.

Modellvielfalt als Stärke der 2. Säule

«Damit bleibt die Vollversicherung mit ihren umfassenden Sicherheiten für die Schweizer KMU eine Vorsorgelösung mit hohem Wert», sagt Thomas Gerber. Daneben bietet die AXA Winterthur als Komplettanbieterin eine breite Palette an teilautonomen Angeboten sowie Rückdeckungs¬lösungen und kann so jedem Kundenbedürfnis gerecht werden. «Die Wahl der Vorsorgelösung soll den Unternehmen überlassen bleiben. Die Modellvielfalt ist eine der grossen Stärken unserer zweiten Säule und entspricht den unterschiedlichen Bedürfnissen der KMU.»

Quelle: AXA
02.04.2015

25.2.2015

Axa Winterthur zeichnet selektiver BVG-Geschäft – Volumen geht im 2014 zurück

Der Versicherer Axa Winterthur hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 zwar weniger Volumen erzielt, dafür aber den operativen Gewinn gesteigert. Während die Schweizer Tochter der französischen Axa-Gruppe in der Schadenversicherung und im Einzellebenbereich wuchs, verzichtete sie in der Beruflichen Vorsorge bewusst auf Geschäft, so dass dort weniger Prämien eingenommen wurden.

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Das Geschäftsvolumen sank im Berichtsjahr insgesamt um 3,7% auf 11,7 Mrd CHF. Demgegenüber stieg der operative Gewinn um 2,1% auf 856 Mio und der Reingewinn um knapp einen Fünftel auf 984 Mio. Das Ergebnis im Kerngeschäft stelle die Wertschöpfung und Werthaltigkeit des Geschäftes unter Beweis, meint die Schweizer Axa-Tochter zu ihren am Mittwoch publizierten Zahlen. «Wir sind sehr gut im Markt positioniert und haben in allen Geschäftsbereichen unsere Ziele erreicht», blickt Antimo Perretta in der Mitteilung auf sein erstes Jahr als CEO zurück.

Prämienrückgang im BVG-Geschäft

Belastet wurde die Volumenentwicklung durch das Kollektivlebengeschäft, bei dem die Bruttoprämieneinnahmen um 8,5% auf 6,79 Mrd CHF zurückfielen. Hier positioniere man sich als Komplettanbieterin und habe daher in der Vollversicherung für die berufliche Vorsorge von Unternehmen eine selektivere Zeichnungspolitik gewählt und «nach dem starken Wachstum in den vergangenen Jahren bewusst weniger Neuabschlüsse» getätigt, heisst es dazu.

Seit einem Jahr setze Axa in der zweiten Säule verstärkt auch auf teilautonome Vorsorgelösungen, insbesondere für KMU. Während kleinere Unternehmen weiterhin auf die Vollversicherung mit umfassenden Garantien angewiesen seien, könnten grössere Firmen mit einer teilautonomen Lösung von zusätzlichem Rendite- und Leistungspotential profitieren, so die Mitteilung.

Die Neuausrichtung führte dazu, dass das Volumen mit Einmaleinlagen um 17% auf 3,4 Mrd CHF sank, während die Jahresprämieneinnahmen um 2,1% auf 3,3 Mrd anstiegen. Der operative Gewinn des Bereichs Kollektivleben wuchs um 7,0% auf 161 Mio.

Wachsende Nachfrage nach 3. Säule-Lösungen

Ein deutliches Wachstum von 9,0% auf 1,51 Mrd verzeichnete Axa Winterthur im Bereich Einzellebenversicherung, der von der guten Nachfrage nach Vorsorgelösungen in der dritten Säule profitiert habe, wie es heisst. Der operative Gewinn kletterte hier um 12% auf 213 Mio in die Höhe.

Stabil entwickelte sich derweil die Schadenversicherung mit einem Volumenplus von 1,9% auf 3,40 Mrd, wobei eine «sehr erfreuliche» Anzahl an Neuabschlüssen erzielt worden. Der Schaden-/Kostensatz (Combined Ratio) des Bereichs verblieb mit 89,1% (VJ 88,9%) auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, allerdings ging der operative Gewinn um 3,0% auf 483 Mio zurück.

Vorsorgereform im Blick

Die Herausforderungen, die sich aus den finanz- und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben, wolle man «aus der Position der Stärke» angehen. In der im vergangenen Jahr lancierten Vision 2030 stehe das «Schaffen von Freiräumen für die Kunden» an oberster Stelle, so Perretta. Dies gelte beispielsweise auch für die Altersvorsorge, wo sich Axa im Rahmen der Reform «Altersvorsorge 2020» für Rentensicherheit, höhere Transparenz, Generationenfairness und Wahlfreiheit für die Unternehmen einsetze.

Axa Winterthur beschäftigte per Ende 2014 schweizweit 3’795 Mitarbeitende, was gegenüber dem Vorjahr ein leichter Rückgang um 0,4% ist.

Quelle: NZZ
25.02.2015

24.10.2014

AXA Winterthur – Resultate des 3. Quartals 2014

  • Die AXA Winterthur erwirtschaftet in den ersten neun Monaten 2014 ein Geschäftsvolumen von 10 Milliarden Franken.
  • Im Kollektivleben setzt die AXA die seit anfangs Jahr lancierte Strategie als Komplettanbieterin konsequent um: Sie setzt vermehrt auf teilautonome Lösungen und verfolgt in der Vollversicherung eine selektivere Zeichnungspolitik. In der Folge reduzieren sich die Einmaleinlagen um 19,2 Prozent, derweil die Jahresprämien um 1,8 Prozent zunehmen.
  • Im Einzelleben legt die AXA zu: Das Geschäftsvolumen erhöht sich um 11,8 Prozent auf 975 Millionen Franken.
  • In der Schadenversicherung verzeichnet die AXA ein stabiles Wachstum. Die Prämieneinnahmen steigen um 1,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken.

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Die AXA Winterthur ist auf Kurs. In den ersten neun Monaten 2014 erwirtschaftete sie ein Geschäftsvolumen von 10 Milliarden Franken. «Wir haben seit Januar wichtige Akzente für ein langfristig sicheres und erfolgreiches Geschäft gelegt. Ich bin mit unseren Resultaten zufrieden, unsere Strategie greift», sagt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur.

Im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge hat die AXA Winterthur 2014 die Weichen für die Zukunft gestellt. Im Bereich Kollektivleben positioniert sie sich als Komplettanbieterin und setzt bewusst vermehrt auch auf teilautonome Vorsorgelösungen. Während kleinere Unternehmen weiterhin auf die Vollversicherung mit umfassenden Garantien angewiesen sind, bietet die AXA insbesondere für mittlere und grössere Unternehmen verstärkt teilautonome Lösungen an, bei denen die Unternehmen von zusätzlichem Rendite- und Leistungspotential profitieren können. Durch die strategische Neuausrichtung reduzierten sich die Einmaleinlagen aufgrund der selektiveren Zeichnungspolitik in der Vollversicherung um 19,2 Prozent, derweil die Jahresprämien um 1,8 Prozent anstiegen. In der Summe verringerte sich das Prämienvolumen im Kollektivleben im Vergleich zur Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 6 Milliarden Franken.

Im Einzelleben erzielte die AXA Winterthur ein erfreuliches Wachstum, was das anhaltende Bedürfnis der Kunden nach Vorsorgelösungen in der 3. Säule unterstreicht. Das Geschäftsvolumen stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11,8 Prozent auf 975 Millionen Franken. Produkte wie Protect Plan und Protect Star, die Kapitalschutz mit einem attraktiven Renditepotenzial verbinden, sind bei den Kunden sehr gefragt.

Solides Wachstum in der Schadenversicherung

In der Schadenversicherung erhöhten sich die Prämieneinnahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Franken. Zugelegt hat die AXA Winterthur sowohl im Privatkunden- als auch im Unternehmensgeschäft. «Wir setzen auf innovative Produkte und passen unsere Dienstleistungen laufend den Bedürfnissen der Kunden an, um auch in diesem stark gesättigten Markt weiterhin Wachstum erzielen zu können», sagt Andreas Krümmel, Leiter Schadenversicherung der AXA Winterthur. Zu den jüngsten Produktlancierungen zählen im Bereich der Motofahrzeugversicherung der im Januar lancierte Drive Recorder für Junglenker sowie das neue Flottenangebot für Unternehmenskunden. Zudem bietet die AXA seit Mitte 2014 für ihre Rechtsschutz- und Hausratskunden den neuen Zusatzbaustein «Internet-Rechtsschutz» an. Das Interesse der Kunden an diesem neuen Produkt ist gross. «Die Verkaufszahlen der Internet-Rechtsschutz-Versicherung liegen deutlich über unseren Erwartungen», so Andreas Krümmel weiter. Ein weiteres Novum folgt in Kürze: Ab Ende Oktober bietet die AXA Winterthur das neue Produkt «Mietkaution» an, mit dem sie für Mieterinnen und Mieter eine Bürgschaft gegenüber den Vermietern übernimmt.

AXA ist die wertvollste Versicherungsmarke der Welt

Bereits zum sechsten Mal in Folge hat die Markenberatung Interbrand die AXA als wertvollste Versicherungsmarke der Welt eingestuft. AXA belegt im internationalen Ranking der 100 wertvollsten Marken Platz 53. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte AXA ihren Markenwert um 14 Prozent auf rund 8,1 Milliarden Dollar. Dazu beigetragen haben laut Interbrand die Verstärkung der globalen Präsenz, Investitionen in Digital and Innovation Labs sowie Partnerschaften mit Technologieunternehmen wie Facebook und LinkedIn. Interbrand hob zudem verschiedene Initiativen im Bereich der Unternehmensverantwortung hervor. Schliesslich wurde AXA von Interbrand als «Best Global Green Brand» im Versicherungsbereich ausgezeichnet, womit die AXA weltweit unter den besten 50 «grünen Marken» rangiert.


Kennzahlen AXA-Winterhtur Jan bis Sept 2014


Glossar

Investment Contracts  

Investment Contracts sind Sparanlagen, welche keine Versicherungsrisiken abdecken und daher gemäss IAS 39 analog Bankprodukten bilanziert werden, d.h. die Prämie wird in einen Spar- und einen Kostenteil aufgeteilt. Der Sparteil wird direkt als finanzielle Verbindlichkeit passiviert und nicht als Umsatz über die Erfolgsrechnung verbucht. Das geschriebene Neugeschäft darf als Teil dem APE angerechnet werden.

Neugeschäft (APE)  

Das Jahresprämienäquivalent (Annual Premium Equivalent) ist die Standardmessgrösse für das Neugeschäftsvolumen in der Lebensversicherung während einer Berichtsperiode. Sie errechnet sich aus der Summe von 100 Prozent der Jahresprämien aus dem Neugeschäft und 10 Prozent der Einmalprämien.

AXA Winterthur

Die zur AXA Gruppe gehörende AXA Winterthur ist der führende Allbranchenversicherer der Schweiz. Sie bietet ihren Kunden finanzielle Sicherheit mit einer breiten Palette von Personen-, Sach- und Haftpflichtversicherungslösungen, massgeschneiderten Lebensversicherungs- und Pensionskassenlösungen sowie Bankprodukten mit Bankpartnern. Die AXA Winterthur beschäftigt über 4’000 Mitarbeitende. Im Vertriebsnetz mit 277 selbständigen Generalagenturen und Agenturen sind zudem rund 2’650 Mitarbeitende exklusiv für die AXA Winterthur tätig. Im Jahr 2013 erzielte die AXA Winterthur, die Partnerin der Klimastiftung Schweiz ist, ein Geschäftsvolumen von 12,1 Milliarden Franken.


Quelle: AXA
24.10.2014

1.8.2014

1. Halbjahr 2014: AXA Winterthur setzt Akzente im Lebengeschäft

  • Die AXA Winterthur erwirtschaftet im ersten Halbjahr 2014 ein Geschäftsvolumen von 9,058 Milliarden Franken.
  • Im Kollektivleben positioniert sich die AXA als Komplettanbieterin. Während sie im teilautonomen Bereich im Neugeschäft stark zulegt, verfolgt sie bei der Vollversicherung eine selektivere Zeichnungspolitik im Neugeschäft. In der Folge verbleiben die Jahresprämien auf dem Niveau vom Vorjahr und die Einmaleinlagen reduzieren sich um 21,8 Prozent.
  • Trotz rückläufigem Einzellebenmarkt verzeichnet die AXA ein erfreuliches Wachstum des Geschäftsvolumens um 18,4 Prozent.
  • In der Schadenversicherung steigert die AXA ihre Prämieneinnahmen um 1,8 Prozent auf 3,035 Milliarden Franken.
  • Der operative Gewinn erhöht sich infolge der geringeren Anzahl Grossschäden im ersten Halbjahr um 10,7 Prozent auf 455 Millionen Franken.
  • Der Reingewinn steigt infolge Gewinne aus der Veräusserung von Kapitalanlagen sowie aus Marktschwankungen und Währungseffekten auf 556 Millionen Franken.

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In den ersten sechs Monaten 2014 hat die AXA Winterthur die Weichen für die Zukunft gestellt. «Insbesondere im Lebengeschäft setzen wir angesichts der Herausforderungen unsere im vergangenen Jahr angepasste Strategie konsequent um», erklärt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur. Dies schlägt sich auch deutlich in den Halbjahreszahlen nieder: mit weniger Neuabschlüssen im Kollektivleben (-38,8 %) – vor allem bei grossen Kunden in der Vollversicherung –, einer markanten Steigerung im Einzelleben (+23,2 %) sowie einem soliden Zuwachs im Geschäftsvolumen der Schadenversicherung (+1,8 %). 

Vorsorgegeschäft: AXA setzt Akzente als Marktführerin

Im Bereich Kollektivleben positioniert sich die AXA Winterthur als Komplettanbieterin und setzt bewusst vermehrt auf teilautonome Lösungen. «Nach den Rekordjahren 2012 und 2013 in der Vollversicherung haben wir uns angesichts der anhaltend tiefen Zinsen und erhöhten regulatorischen Anforderungen entschieden, neben der Vollversicherung verstärkt auch teilautonome Lösungen anzubieten und unsere Kunden mit einem differenzierten Angebot entsprechend zu beraten», erklärt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Während kleinere Unternehmen weiterhin auf die Vollversicherung mit umfassenden Garantien angewiesen sind, kann es für mittlere und grössere Unternehmen, die das Anlagerisiko ganz oder teilweise selber tragen können, attraktiv sein, vom zusätzlichen Rendite- und Leistungspotential einer teilautonomen Lösung zu profitieren. «Im ersten Halbjahr 2014 ist der Anteil an Kunden, die sich für eine teilautonome Vorsorgelösung entschieden haben, bereits erfreulich gestiegen», so Gerber. Als Folge der strategischen Neuausrichtung verringerte sich das Prämienvolumen im Kollektivlebengeschäft wegen der Reduktion bei den Einmaleinlagen um 9,5 Prozent auf 5,282 Milliarden Franken.

Im rückläufigen Einzellebenmarkt stieg das Neugeschäft (APE) der AXA Winterthur um 23,2 Prozent an. «Produkte wie etwa Protect Plan und Protect Star, die Kapitalschutz mit einem attraktiven Renditepotenzial verbinden, treffen das Bedürfnis der Kunden und sind entsprechend gefragt», erläutert Thomas Gerber. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18,4 Prozent auf 741 Millionen Franken.

Stabiles Wachstum und neue Produkte in der Schadenversicherung

Die Bruttoprämien in der Schadenversicherung erhöhten sich um 1,8 Prozent auf 3,035 Milliarden Franken. «Neben dem Privatkundensegment haben wir im Vergleich zu den Vorjahren auch im Unternehmensgeschäft zugelegt, was mich speziell freut», erklärt Andreas Krümmel, Leiter Schadenversicherung bei der AXA Winterthur. Treiber für das erfreuliche Wachstum war insbesondere das Motorfahrzeugversicherungsgeschäft. «Mit dem Drive Recorder für Junglenker und unserem neuen Flotten-Angebot für Unternehmenskunden haben wir zudem zwei neue Produkte lanciert, die unsere Produktpalette in diesem wichtigen Markt ergänzen», so Andreas Krümmel weiter.

Der Schaden-/Kostensatz (Combined Ratio) hat sich um 4,1 Prozentpunkte auf 86,4 Prozent verbessert. Ausschlaggebend war zum einen die geringere Anzahl an Grossschäden im Vergleich zum Vorjahr, zum andern die verbesserte Kostenbilanz aufgrund effizienterer Betriebsabläufe.

Erfreuliches Ergebnis dank weniger Grossschäden im ersten Halbjahr

Insgesamt hat die AXA Winterthur im ersten Halbjahr 2014 ein Geschäftsvolumen von 9,058 Milliarden Franken erwirtschaftet (-4,1 %). Der operative Gewinn (Underlying Earnings) erhöhte sich um 10,7 Prozent auf 455 Millionen Franken, wofür insbesondere die geringere Anzahl Grossschäden im Vergleich zur Vorjahresperiode ausschlaggebend war. Hagel- und Unwetterschäden könnten jedoch im zweiten Halbjahr vermehrt zu Buche schlagen. Der Reingewinn stieg infolge Gewinne aus der Veräusserung von Kapitalanlagen sowie aus Marktschwankungen und Währungseffekten auf 556 Millionen Franken an.

Insgesamt ist Antimo Perretta zufrieden mit dem ersten Halbjahresergebnis seiner Amtszeit als CEO. «Wir fokussieren auf nachhaltige Sicherheit für unsere Kunden und langfristige Profitabilität. Die Zahlen entsprechen unserer Strategie und sie bestärken uns darin, die richtigen Entscheide getroffen zu haben», so Perretta. «In erster Linie zeugt das gute Resultat aber von der hervorragender Leistung unserer Mitarbeitenden im Vertrieb, im Kundenservice, in der Schadenabwicklung sowie in allen anderen Bereichen.»


 

Kennzahlen AXA-Winterthur Halbjahr 2014


Glossar

Investment Contracts
Investment Contracts sind Sparanlagen, welche keine Versicherungsrisiken abdecken und daher gemäss IAS 39 analog Bankprodukten bilanziert werden, d.h. die Prämie wird in einen Spar- und einen Kostenteil aufgeteilt. Der Sparteil wird direkt als finanzielle Verbindlichkeit passiviert und nicht als Umsatz über die Erfolgsrechnung verbucht. Das geschriebene Neugeschäft darf als Teil dem APE angerechnet werden.

Jahresprämienäquivalent (APE)
Das Jahresprämienäquivalent (Annual Premium Equivalent) ist die Standardmessgrösse für das Neugeschäftsvolumen in der Lebensversicherung während einer Berichtsperiode. Sie errechnet sich aus der Summe von 100 Prozent der Jahresprämien aus dem Neugeschäft und 10 Prozent der Einmalprämien.

Combined Ratio
Die Combined Ratio ist die Kennzahl zur Beurteilung der Rentabilität im Nichtleben-Geschäft. Mit dem Schaden-/Kostensatz wird das Verhältnis von Schadenaufwand (Schadensatz) sowie Kosten und Gewinnbeteiligungen (Kostensatz) zu den Prämien ausgedrückt.

Operativer Gewinn (Underlying Earnings)
Die Underlying Earnings (operativer Gewinn) geben Auskunft über das versicherungstechnische Ergebnis, inklusive Ertrag aus Kapitalanlagen und abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Unternehmensgewinn (Adjusted Earnings)
Die Adjusted Earnings (Unternehmensgewinn) zeigen das Ergebnis aus operativem Gewinn (Underlying Earnings) inklusive realisierter Gewinne sowie Wertberichtigungen und Abschreibungen aus den Kapitalanlagen, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

Reingewinn (Net Income)
Die Kennzahl Net Income entspricht dem Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung für die laufende Periode. Sie errechnet sich aus den Adjusted Earnings plus Erfolg aus Marktschwankungen, Währungseffekten sowie Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, abzüglich der darauf entrichteten Steuern.

AXA Winterthur

Die zur AXA Gruppe gehörende AXA Winterthur ist der führende Allbranchenversicherer der Schweiz. Sie bietet ihren Kunden finanzielle Sicherheit mit einer breiten Palette von Personen-, Sach- und Haftpflichtversicherungslösungen, massgeschneiderten Lebensversicherungs- und Pensionskassenlösungen sowie Bankprodukten mit Bankpartnern. Die AXA Winterthur beschäftigt über 4’000 Mitarbeitende. Im Vertriebsnetz mit 277 selbständigen Generalagenturen und Agenturen sind zudem rund 2’650 Mitarbeitende exklusiv für die AXA Winterthur tätig. Im Jahr 2013 erzielte die AXA Winterthur, die Partnerin der Klimastiftung Schweiz ist, ein Geschäftsvolumen von 12,1 Milliarden Franken.


Quelle: AXA
01.08.2014

22.5.2014

Modellwahl für Kunden: AXA als Komplettanbieterin in der beruflichen Vorsorge

In den letzten Jahren haben verschiedene Faktoren dazu geführt, dass sich die Situation im Kollektivlebengeschäft verändert hat. Dazu zählen insbesondere die steigende Lebenserwartung, die anhaltend tiefen Zinsen und die erhöhten regulatorischen Anforderungen im Bereich Solvenz und Risikokapital. Aber auch politische Reformvorhaben wie die «Altersvorsorge 2020» betreffen die berufliche Vorsorge im Kern. Aufgrund dieser Veränderungen stehen die Lebensversicherer in der 2. Säule vor grossen Herausforderungen.

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«Vor diesem Hintergrund hat der Ressort Leben die AXA die neue Richtung im Kollektivlebengeschäft in den letzten Monaten mit der Ausarbeitung der Strategie «AXA als Komplettanbieterin» festgelegt», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben AXA WinterthurSchweiz. Die AXA soll sich künftig nicht nur als Anbieterin von Vollversicherungslösungen positionieren, sondern als kompetente Partnerin in allen Bereichen der beruflichen Vorsorge. Die Kundinnen und Kunden der AXA sollen je nach Sicherheitsbedürfnis zwischen verschiedenen Vorsorgemodellen wählen können: Vollversicherungslösungen mit umfassender Sicherheit (Unternehmen trägt kein Risiko), teilautonome Lösungen (Anlagerisiko ganz oder teilweise beim Unternehmen) und autonome Lösungen (Dienstleistungen für Unternehmen mit eigener Pensionskasse).

Quelle: AXA

14.5.2014

Berufliche Vorsorge 2013 – AXA bietet Sicherheit dank nachhaltigen Lösungen

  • 2013 hat die AXA Winterthur im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge ein Prämienwachstum von 10,1 Prozent erreicht.
  • Trotz der anhaltend tiefen Zinsen erzielte sie eine Kapitalrendite von 3,13 Prozent und übertraf damit den Vorjahreswert.
  • Die jährlichen Kosten pro aktiv versicherte Person konnte die AXA Winterthur weiter senken: Sie betrugen für 2013 noch 425 Franken.
  • Die Umverteilung von den Erwerbstätigen zu den Altersrentnern hat sich weiter akzentuiert und belief sich 2013 auf einen Betrag von 416 Millionen Franken.

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Die AXA Winterthur hat sich 2013 im Geschäft mit der zweiten Säule erneut als zuverlässige Partnerin von zahlreichen Unternehmen in der Schweiz ausgewiesen. Die Prämien erhöhten sich 2013 insgesamt um 10,1 Prozent auf 8,432 Milliarden Franken. «Dieses gute Ergebnis bestätigt das Vertrauen, das unsere Kundinnen und Kunden uns entgegenbringen», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Vom erwirtschafteten massgebenden Umsatz, der sich auf 2,234 Milliarden Franken belief, erhielten die Versicherten einen Anteil von 2,033 Milliarden Franken: 1,552 Milliarden Franken wurden den Versicherten als Leistungen zugewiesen, 380 Millionen Franken als Reserve für zukünftige Leistungen aufgebaut und 101 Millionen Franken dem Überschussfonds zugeordnet. Insgesamt gingen damit 91 Prozent des Gesamtertrags an die Versicherten. Der Betriebsgewinn für das gesamte Kollektivlebengeschäft der AXA Winterthur belief sich auf 212 Millionen Franken vor Steuern (2012: 191 Millionen Franken vor Steuern). Zudem konnte die AXA Winterthur ihre Effizienz weiter verbessern: Die jährlichen Kosten pro aktiv versicherte Person verringerten sich um 2 Prozent auf 425 Franken (2012: 434 Franken).

Nach dem starken Geschäftsverlauf im 2013 erwartet die AXA Winterthur im Kollektivgeschäft für 2014 einen Rückgang im Geschäftsvolumen, insbesondere bei der Vollversicherung. Infolge der zahlreichen Herausforderungen in der beruflichen Vorsorge mit anhaltend tiefen Zinsen, steigender Lebenserwartung und erhöhten regulatorischen Anforderungen richtet sich die AXA Winterthur neu als Komplettanbieterin im BVG-Markt aus und setzt bewusst vermehrt auf teilautonome Lösungen. Die selektivere Wachstumspolitik in der Vollversicherung zeigte sich bereits im ersten Quartalsergebnis 2014, bei dem deutlich weniger Neugeschäft in der Vollversicherung verzeichnet wurde. «Durch die selektive Zeichnungspolitik in der Vollversicherung tragen wir unserem Bestand und damit unseren bestehenden Kunden Sorge», erklärt Thomas Gerber.

Gutes Anlageergebnis dank diversifizierter Anlagestrategie

Trotz der anhaltenden Tiefzinslage erwirtschaftete die AXA Winterthur 2013 einen höheren Kapitalanlageertrag von brutto 1,582 Milliarden Franken, was einer Rendite auf Buchwerten von 3,13 Prozent entspricht (Vorjahr 3,02 Prozent). Die gegenüber dem Vorjahr höhere Rendite wurde durch mehrere positive Effekte gestützt, die insbesondere aus der erfolgreichen Umschichtung und Diversifikation der Anlagen hervorgeht. Die Wandelanleihen und die alternativen Anlagen steuerten einen wichtigen Beitrag zur gesamten Rendite bei, auch dank der guten Entwicklung der Aktienmärkte. Die AXA Winterthur diversifiziert ihre Anlagen unter den Aspekten der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit, um sowohl das Risiko-Rendite-Verhältnis des Portfolios als auch die Höhe des eingesetzten Risikokapitals zu optimieren. «Wir haben bereits erfolgreich Massnahmen umgesetzt, um trotz schwierigem wirtschaftlichen Umfeld und eingeschränkten Anlagemöglichkeiten eine angemessene Rendite auf dem Anlageportfolio zu erwirtschaften», sagt Kamila Horackova, Leiterin Asset Management der AXA Winterthur. Bei der Bewirtschaftung ihrer Kapitalanlagen kann die AXA Winterthur auf die Kompetenz und das Expertenwissen der gesamten AXA Gruppe zurückgreifen, die weltweit zu den grössten Vermögensverwaltern zählt. «Dank diesem breiten Expertenwissen sind für Kunden mit einer höheren Risikobereitschaft unsere teilautonomen Vorsorgelösungen besonders attraktiv, da diese im Unterschied zur Vollversicherung mehr Chancen auf eine höhere Anlagerendite bieten», sagt Kamila Horackova.

AXA setzt auf mehr Generationen-Fairness in der beruflichen Vorsorge

Das im Zeitpunkt der Pensionierung einer Person angesparte Alterskapital ist aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des zu hohen Umwandlungssatzes vorzeitig aufgebraucht. Um diese Lücke zu schliessen, wird ein Teil der Anlagerendite und der Risikoprämie der aktiven Versicherten benötigt. Allein bei der AXA Winterthur wurden im Jahr 2013 416 Millionen Franken von den Erwerbstätigen zu den Altersrentnern umverteilt. Die AXA Winterthur setzt sich dafür ein, diese Umverteilung zu reduzieren und die Generationen-Fairness wiederherzustellen. Mit der moderaten Reduktion des Umwandlungssatzes im Überobligatorium per 1. Januar 2015 hat sie bereits einen ersten Schritt unternommen. Zusätzlich wird die AXA Winterthur die Rückstellungen für laufende Altersrenten bis spätestens 2016 erhöhen, damit diese nicht mehr von den aktiven Versicherten mitfinanziert werden müssen (Zins für die Bewertung dieser Rentenrückstellungen höchstens 2 Prozent). Die AXA Winterthur bietet somit trotz des anhaltenden Tiefzinsumfelds höchste Sicherheit für die Erfüllung ihrer Rentenversprechen.


AXA-Winterthur Umverteilung BVG 2012-2013


Reform Altersvorsorge 2020: Tragfähige Lösungen notwendig

Als Marktführerin versichert die AXA Winterthur die berufliche Vorsorge von rund 418‘000 Erwerbstätigen in der ganzen Schweiz. Dies unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung der Lebensversicherer. «Unsere Kundinnen und Kunden bringen uns in der beruflichen Vorsorge seit vielen Jahren grosses Vertrauen entgegen. Als verantwortungsbewusste Partnerin setzen wir uns im Rahmen der laufenden Altersvorsorgereform 2020 für finanzielle Sicherheit im Alter und für die Weiterführung der Modellwahl für Unternehmen ein», erklärt Thomas Gerber. Vor allem kleine und mittelgrosse Unternehmen schätzen die Einfachheit und die umfassende Sicherheit einer Vollversicherung mit Garantien. «Damit wir die Garantien für die rund 418‘000 aktiven Versicherten auch in Zukunft übernehmen können, sind aber tragfähige Lösungen bei der Reform der Altersvorsorge erforderlich», so Gerbers Fazit.


AXA-Winterthur Berechnung Legal Quote BVG 2013


Glossar

Mindestquote (Legal Quote)

Bei der Mindestquote (Legal Quote) handelt es sich um eine gesetzliche Regelung für Privatversicherer, welche die Gewinnverteilung zwischen Versicherten und Versicherer regelt (VAG Art. 37, AVO Art. 147 ff.). Die Mindestquote schreibt vor, dass mindestens 90 Prozent des Ertrags (auch massgebenden Umsatz genannt) zugunsten der Versicherten in Form von Versicherungsleistungen, Reserveverstärkungen und Zuweisungen an den Überschussfonds verwendet werden müssen. Der massgebende Umsatz setzt sich dabei aus den Anlageerträgen plus Kosten- und Risikoprämien zusammen. Die Lebensversicherer können maximal 10 Prozent dieses Ertrags als Entschädigung für das zur Verfügung gestellte Risikokapital für die Garantien der Kunden beanspruchen.

Umwandlungssatz/Umverteilung

Der Umwandlungssatz gibt an, zu welchem Satz das in der Pensionskasse angesparte Altersguthaben in eine Rente umgewandelt wird. Bei einem Altersguthaben von 100’000 Franken ergibt sich bei einem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent eine jährliche Rente von mindestens 6’800 Franken. Der Umwandlungssatz ist eine rechnerische Grösse, dem eine Lebenserwartung und eine Anlagerendite zugrunde liegen. Diese beiden Parameter haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Der gesetzliche Umwandlungssatz wurde aber kaum an die steigende Lebenserwartung und die Entwicklung der Finanzmärkte angepasst. Aufgrund des zu hohen Umwandlungssatzes ist das Alterskapital eines Rentners heute vorzeitig aufgebraucht; daher findet im Sparprozess eine Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentnern statt.

Betriebsrechnung Kollektivlebengeschäft

Für das Jahr 2013 veröffentlicht die AXA Winterthur die Ergebnisse des Kollektivleben-Geschäfts zum siebten Mal auf Basis des Offenlegungsschemas, das von der Eidgenössischen Finanz-marktaufsicht FINMA im Rahmen der Transparenzvorschriften vorgegeben wird. Basis dazu bildet der statutarische Abschluss der AXA Leben AG, der unter anderem massgebend für die Überschusszuteilung an die Versicherten ist. Im Jahr 2003 war die damalige Winterthur die erste Lebensversicherungsgesellschaft, die neben der statutarischen Jahresrechnung auch die Betriebsrechnung für das Schweizer Kollektivgeschäft durch ihre Revisionsgesellschaft prüfen liess. Die Information der Öffentlichkeit dazu erfolgte jeweils auf jährlicher Basis.


Quelle: AXA
14.05.2014

7.4.2014

AXA Winterthur senkt die BVG-Umwandlungssätze

Die Axa Winterthur wagt mit einer Senkung der BVG-Umwandlungssätze auf Anfang 2015 den Sprung ins kalte Wasser. Tiefe Zinsen und steigende Lebenserwartung fordern ihren Tribut.

Die Axa Winterthur nimmt an ihrem BVG-Vorsorgemodell, wie sie es überwiegend Schweizer KMU-Kunden anbietet, auf Anfang 2015 Anpassungen vor. Während im Obligatorium der beruflichen Vorsorge bis auf weiteres ein (übersetzter) Rentenumwandlungssatz von 6,8% gesetzlich vorgegeben ist, trägt der Lebensversicherer der steigenden Lebenserwartung und den hartnäckig niedrigen Zinsen mit einer Senkung im Überobligatorium Rechnung.

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Renten korrekt rechnen

Für Männer gilt in der Vollversicherung von Axa Winterthur neu ein garantierter Umwandlungssatz von 5,604%, nach bisher 5,835%; für Frauen wird der Satz, ebenfalls auf Anfang 2015 von 5,574% auf 5,480% heruntergesetzt. Die Axa Winterthur rechnet vor, dass für einen Versicherten mit 300 000 Fr. Altersguthaben im obligatorischen und 200 000 Fr. im überobligatorischen Teil der zweiten Säule die künftige Altersrente um 39 Fr. je Monat niedriger ausfällt; für einen Neurentner würden damit unverändert 1700 Fr. im Obligatorium und 934 Fr. (bisher: Fr. 972.50) im Überobligatorium gezahlt. Thomas Gerber, der das Leben-Geschäft der Axa Winterthur führt, weist darauf hin, dass bei den geltenden Umwandlungssätzen Kapital wiederkehrend von aktiv Versicherten zu Rentnern umverteilt wird. Diese Differenz werde im geltenden Modell aus Anlageerträgen und/oder der Risikoprämie ausgeglichen.

Allein bei Axa Winterthur – sie hält unter den Lebensversicherern im BVG-Geschäft einen Marktanteil von rund einem Drittel – würden auf diese Weise jährlich Geldbeträge von mehr als 300 Mio. Fr. umverteilt. Ein solcher Geldtransfer ist im BVG, das im Kapitaldeckungsverfahren organisiert ist, vom Wesen her systemwidrig. Dem soll ab 2015 Einhalt geboten werden, wenn auch nicht in vollem Umfang. Würden die Zinsen steigen, würde sich die Situation aber rasch anders darstellen. Axa Winterthur weist noch darauf hin, dass Altersguthaben in der obligatorischen Vorsorge, Kapitalbezüge wie auch laufende Renten von den niedrigeren Umwandlungssätzen nicht betroffen sind.

Signalwirkung für viele

Wenn mit Axa Winterthur einer der beiden führenden Lebensversicherer mit der Senkung der Rentenumwandlungssätze nun gleichsam den Sprung ins kalte Wasser macht, wird sie vermutlich nicht lange allein bleiben. Im Prinzip spiegeln die neuen Sätze eine durch die Lebenserwartung und die Kapitalmarktzinsen vorgegebene Realität. Dieser trottet die Politik bekanntlich mit einem gesetzlichen BVG-Mindest-Rentenumwandlungssatz von 6,8% meilenweit hinterher, was Sozialminister Alain Berset mit dem Projekt «Altersvorsorge 2020» auch klargemacht hat.

Im Jahr 2003 sorgte dieselbe Versicherung, die nun vorangeht, mit der Lancierung des «Winterthur-Modells» für Furore. Damals wurden die Sätze auf ein Leistungsniveau gesenkt, wie es nun zwölf Jahre durchgehalten wurde. In der Zwischenzeit haben die Wahlmöglichkeiten für die Kundschaft zugenommen. Die Axa Winterthur bietet vermehrt teilautonome BVG-Lösungen an, bei denen das Anlagerisiko ganz oder teilweise vom Kunden getragen wird.

Quelle: NZZ
07.04.2014