Basler

6.1.2017

Baloise investiert in Immobilien und übernimmt Pax Anlage

Die Baloise Gruppe stärkt das Immobilienportfolio und übernimmt dazu die börsenkotierte Pax Anlage AG. In einem ersten Schritt hat die Tochter Basler Leben AG von den Mehrheitsaktionären rund 70% der Aktien und Stimmen erworben. Für die restlichen, sich im Streubesitz befindenden Titel lanciert die Baloise ein öffentliches Übernahmeangebot, dem der Pax Anlage-Verwaltungsrat positiv gegenübersteht.

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Insgesamt investiere man bis zu 288 Mio CHF, schreibt die Baloise in ihrer am Freitag veröffentlichten Mitteilung. Pax Anlage verfüge über ein Portfolio von Liegenschaften mit einem diversifizierten Nutzungsmix und attraktiven Renditen, so die Begründung. Mit dem Zukauf will der Versicherer das Kollektivlebengeschäft in einem von Negativzinsen belasteten Umfeld durch Investitionen in die „renditestärkste Anlageklasse“ stärken.

Zum Halbjahr war der Innere Wert von Pax Anlage leicht um 1,3% auf 293 Mio CHF zurückgefallen. Die Gesellschaft plante mittelfristig den Aufbau eines Immobilienportfolio in der Höhe von total 700 Mio CHF. Dieses soll mindestens zu 80% aus Bestandesliegenschaften und davon je zur Hälfte aus Wohnliegenschaften und kommerziell genutzten Immobilien bestehen, liess die Gruppe im Sommer verlauten.

Den Marktwert der Bestandesliegenschaften (inkl. Anlagen im Bau) hatte Pax Anlage zum Halbjahr mit 152 Mio CHF ausgewiesen und den Anlagewert der Entwicklungsliegenschaften mit 275 Mio beziffert.

Öffentliches Kaufangebot

Von der Genossenschaft Pax Holding und der Pax Versicherung hat die Basler Leben einen Vertrag zur Übernahme von 57,6% der Aktien unterzeichnet, schreibt Pax Anlage ihrerseits in einer Mitteilung. Zudem würden von der Nürnberger Lebensversicherung weitere 13,3% übernommen. Die Übertragung der Aktien soll noch im ersten Halbjahr 2017 über die Bühne gehen. Allerdings stehe die Transaktion noch unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmungen.

Damit gelangt die Baloise-Tochter in den Besitz von knapp 70% an der Pax Anlage. Für die restlichen Aktien bietet sie 1’600 CHF je Titel. Der Preis liege damit um 18,6% über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Börsentage, so Pax Anlage weiter. Gegenüber dem letzten Schlusskurs der nicht gerade rege gehandelten Aktie ergibt sich ein Aufschlag von rund 12%.

VR Empfiehlt Angebot zur Annahme

Das Angebot enthalte derweil einige für öffentliche Kaufangebote übliche Bedingungen, namentlich auch eine Mindestandienungsschwelle von 80%, schreibt Pax Anlage. Zudem habe die Übernahmekommission (UEK) mit Verfügung vom 4. Januar die Voranmeldung der Basler Leben für übernahmerechtlich zulässig erklärt. Die Angebotsfrist startet voraussichtlich am 27. März und soll bis zum 26. April laufen. Den Angebotsprospekt soll bis am 10. März vorgelegt werden.

Bis dahin will sich der Verwaltungsrat von Pax Anlage das Kaufangebot vertieft prüfen. Er habe dazu sein unabhängiges Mitglied eingesetzt und eine Fairness Opinion-Beurteilung in Auftrag gegeben. Der Bericht werde ebenfalls voraussichtlich am 10. März publiziert. Dann werde der Verwaltungsrat zum Kaufangebot ausführlich Stellung nehmen. Unter Vorbehalt der Fairness Opinion empfiehlt das Gremium allerdings bereits heute die Annahme des Angebots.

PAX Gruppe Erhält 166 Mio CHF

Der genossenschaftlich organisierten Pax Gruppe fliesst mit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Pax Anlage insgesamt 166 Mio CHF zu. Dabei habe man je Aktie den gleichen Kaufpreis erhalten, wie jenen aus dem öffentlichen Übernahmeangebot. Die Gleichbehandlung aller Aktionäre sei für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Pax Gruppe eine wesentliche Bedingung für den Verkauf gewesen, schreibt sie.

Bereits im Frühjahr 2016 hatte die Pax Gruppe kommuniziert, die Private und Berufliche Vorsorge stärker zu gewichten und ihre Beteiligung an der Pax Anlage AG als Finanzbeteiligung zu betrachten. Mit dieser Ausrichtung treibe Pax den bisherigen Wachstumskurs im Vorsorgegeschäft weiter voran. Zudem biete der Entscheid zusätzliche Optionen für die Zukunft der Pax Gruppe, heisst es.

Unabhängig von der Veräusserung der Beteiligung an der Pax Anlage AG stellten Investitionen in Immobilien innerhalb der Pax Versicherung jedoch unverändert eine wichtige Komponente der Anlagestrategie dar. Das gewichtige, breit abgestützte Immobilienportfolio von Pax bleibt auch in Zukunft eine wesentliche Ertragsstütze.

Quelle: CASH
06.01.2017

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28.5.2016

Kollektiv-Leben der Basler: Solides Ergebnis in anspruchsvollem Umfeld

Unter schwierigen Anlage- und Zinsbedingungen erwirt-schaftete die Basler Leben AG in der beruflichen Vorsorge 2015 eine Nettorendite von 2,30%. Dies ermöglichte eine Verzinsung der Vorsorgeguthaben der Versicherten von 1,75%. Zur Sicherung der laufenden und zukünftigen Renten wurden daraus zudem die Rückstellungen um 75 Mio. CHF. verstärkt. Erfolgreich gestartet ist die teilautonome Vorsorgestiftung Perspectiva. …mehr

Das Geschäftsjahr 2015 war massgeblich geprägt von der Aufhebung des Euromindestkurses, der Einführung von Negativzinsen und der Geldschwemme durch die Europäische Zentralbank. Angesichts dieser schwierigen Bedingungen erzielte die Basler Leben AG im Kollektiv-Leben ein solides Ergebnis. Die Nettorendite lag mit 2,30% deutlich unter dem Vorjahr (3,21%). Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Basler 2014 von ausserordentlichen Gewinnen aus dem Verkauf einer Aktienbeteiligung profitierte. Der laufende Ertrag blieb auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Prämieneinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um fast 5% auf 2,65 Mrd. CHF. Die Zahl der aktiven Versicherten erhöhte sich  leicht auf knapp 157’000. Die durchschnittlichen Verwaltungskosten pro aktivem Versicherten stiegen moderat auf CHF 507.

Rückstellungen für Rentner auf Kosten der Aktiven
Der Geschäftserfolg der Basler Leben AG kommt sowohl den Berufstätigen als auch den Rentnern zugute – allerdings in ungleichem Umfang. Die Rückstellungen für die heutigen und künftigen Rentenverpflichtungen wurden um weitere 75 Mio. CHF erhöht. Damit kommt die Basler ihrer zentralen Verpflichtung nach, die Vorsorge ihrer Kunden und Versicherten nachhaltig zu sichern. Diese Rückstellungen wären bei einem korrekten gesetzlichen Umwandlungssatz zu einem grossen Teil in den Überschussfonds für die Aktiven geflossen. Geld, welches den heute Berufstätigen beim Zeitpunkt ihrer Pensionierung fehlen wird.

Trotz dieser Generationenungerechtigkeit konnte die Basler Leben AG den Überschussfonds um 20 Mio. CHF weiter äufnen. Daraus finanzierte sie per 1.1.2016 eine Zusatzverzinsung im Überobligatorium von 0,25%, was zu einer Gesamtverzinsung der Alterskapitalien der Aktiven von 1,75% führte. Insgesamt flossen so 92,7% der Erträge zurück an die Versicherten. Im Geschäft, welches der Mindestquote von 90% unterstellt ist, lag die Ausschüttungsquote bei 95,1%.

Markt verlangt Sicherheit und alternative Lösungen
Die Vorsorgelandschaft der Schweiz ist in Bewegung. Die Nachfrage nach Vollversicherungslösungen, bei denen alle Risiken abgedeckt sind, ist ungebrochen hoch. Inzwischen setzt in der Schweiz jede zweite Arbeitgeberin auf die umfassenden Garantien, welche nur die Lebensversicherer anbieten.

Gleichzeitig suchen vermehrt auch kleinere Unternehmen im aktuellen Tiefzinsumfeld nach neuen Renditemöglichkeiten für die Vorsorgegelder ihrer Angestellten. Deshalb hat die Basler Leben AG per 1. Januar 2015 die teilautonome Sammelstiftung Perspectiva ins Leben gerufen. Die Stiftung ist auf Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden ausgerichtet und zeichnet sich durch eine dynamische Anlagestrategie aus. In fallenden Märkten verringert Perspectiva die Aktienquote, um Verluste zu begrenzen. Umgekehrt wird bei steigenden Märkten die Aktienquote erhöht, sodass die Renditechancen optimal genutzt werden können. Die Todesfall- und Invaliditätsrisiken sind bei der Basler Leben AG versichert. Das Angebot stösst im Markt auf reges Interesse. Inzwischen haben sich bereits über 400 Unternehmen der neuen Vorsorgestiftung angeschlossen.

Basler unterstützt Altersreform 2020
Die Betriebsrechnung berufliche Vorsorge 2015 der Basler Leben AG zeigt auf, warum die Altersreform des Bundesrats dringend und nötig ist. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen führten auch letztes Jahr zu einer systemwidrigen Umverteilung von den Berufstätigen zu den Rentnern. „Das ist ungesund für das bewährte und erfolgreiche schweizerische Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge“, sagt Michael Müller, CEO Basler Schweiz. „Wir begrüssen deshalb insbesondere ein flexibles Rücktrittsalter für Männer und Frauen sowie die Senkung des Umwandlungssatzes im Obligatorium von 6,8 auf 6,0% in Verbindung mit Kompensationsmassnahmen. Ziel der Reform ist der Erhalt des heutigen Leistungsniveaus.“

Quelle: Basler Versicherungen
24.05.2016

23.3.2015

Ausblick Bâloise: Reingewinn 2014 bei 720 Mio CHF erwartet

Der Versicherer Bâloise-Holding publiziert am Donnerstag, 26. März, die Zahlen zum Geschäftsjahr 2014. Acht Analysten haben dazu folgende Prognosen:

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FOKUS: Die Bâloise dürfte für das abgelaufene Geschäftsjahr ein solides operatives Ergebnis und eine deutliche Steigerung des Reingewinns ausweisen. Der Gewinn erhält jedoch starke Unterstützung aus den Verkäufen der Beteiligung an Nationale Suisse und der Einheit Basler Österreich, die beide von der Helvetia übernommen wurden. Der positive Effekt aus den beiden Veräusserungen dürfte sich auf 150 bis 160 Mio CHF belaufen.

Bezüglich Dividende rechnen Analysten mit einer Anhebung der im Vorjahr je Titel ausbezahlten 4,75 CHF. Ausserdem habe die Bâloise auch die finanzielle Kraft, um ein Aktienrückkaufprogramm zu lancieren, so ein Experte. Weitere Analysten spekulieren zusätzlich zur ordentlichen Dividende auf die Ausschüttung einer Sonderdividende, wobei sich die Schätzungen diesbezüglich auf 1 bis 3,40 CHF je Titel belaufen.

ZIELE: Die Ziele hat die Bâloise anlässlich der Publikation der «positiven Gewinnwarnung» im Sommer und auch mit dem Update zur Volumenentwicklung nach neun Monaten im November bestätigt. Die Bâloise sei «bestens» aufgestellt, ihre Zielsetzungen zu erreichen, hiess es etwa an der Halbjahresmedienkonferenz von Ende August. Angestrebt wird ein Schaden-Kostensatz in der Nichtlebenversicherung zwischen 93% bis 96%, eine Neugeschäftsmarge in der Lebensparte von über 10% sowie eine Eigenkapitalrendite von 8% bis 12%.

PRO MEMORIA: Die neue Sammelstiftung der Bâloise hat ihre Tätigkeit zu Jahresbeginn wie geplant aufgenommen. Die Perspectiva Sammelstiftung für berufliche Vorsorge startete mit über 100 Kunden und einem Anlagevermögen von rund 44 Mio CHF, hiess es Ende Februar. Derweil habe die Aufhebung der Euro-Mindestgrenze die Anlagen nur gering tangiert.

Die Basler Leben AG gewährt ihren Vollversicherungskunden der beruflichen Vorsorge im überobligatorischen Bereich für 2014 eine Gesamtverzinsung von 2,25%. Dieser Zinssatz setze sich zusammen aus dem garantierten Zinssatz von 1,50% sowie zusätzlichen 0,75%, teilte das Unternehmen der Bâloise Group Mitte Januar mit.

Jan De Meulder, CEO der Basler Versicherungen in Deutschland und gleichzeitig Mitglied der Konzernleitung, geht per 30. April 2015 in den Ruhestand. De Meulder war zuvor krankheitsbeding im Dezember 2013 für mehrere Monate ausgefallen und vom Deutschland-Finanzchef vorübergehend vertreten worden. Zum Nachfolger von De Meulder wurde Jürg Schiltknecht, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und CFO der Basler, per 1. Mai ernannt.

Im November hat die Bâloise eine Anleihe im Umfang von 150 Mio CHF begeben. Der Zinssatz wurde bei einer Laufzeit bis 2024 auf 1,125% festgelegt.

In den ersten neun Monaten hat der Versicherer das Geschäftsvolumen um 5,5% auf 7,48 Mrd CHF gesteigert. Damit hat sich das Wachstum im dritten Quartal etwas abgeschwächt, nachdem die Gruppe im Halbjahr um 6,8% und im Gesamtjahr Jahr 2013 7,8% zugelegt hatte. Die Kapitalausstattung konnte derweil weiter, gemessen an der Solvabilitätsquote, verbessert werden auf 338% per Ende September (316% per Ende Juni).

Die Bâloise profitierte weiterhin von der grossen Nachfrage nach Vollversicherungslösungen im Schweizer BVG-Geschäft sowie nach fondsgebundenen Produkten. Im Lebengeschäft wuchs das Volumen um 3,4% auf 3,13 Mrd CHF. Dagegen blieb sie beim Zeichnen von Nichtlebengeschäft auf profitables Geschäft fokussiert, was dort zu einem Rückgang von 1,5% auf 2,88 Mrd führte.

AKTIENKURS: Die Bâloise-Aktie hat im laufenden Jahr knapp 6% an Wert gewonnen und liegt damit bei den SMI/SLI-Tabelle im Mittelfeld. Wie der gesamte Schweizer Aktienmarkt verzeichnete auch die Bâloise im Januar mit dem Entscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB), den Euro-Mindestkurs von 1,20 aufzuheben, einen Kurseinbruch, den der Titel bis dato wieder aufzuholen vermochte.

Quelle: NZZ

15.11.2014

Lebengeschäft treibt Bâloise voran

Die Versicherungsgruppe Baloise ist in den ersten neun Monaten 2014 stark im Lebengeschäft gewachsen und hat ihr Geschäftsvolumen um 5,5 Prozent auf 7,48 Mrd. Fr. gesteigert. Dazu trug insbesondere das Geschäft mit der beruflichen Vorsorge bei.

Martin Strobel Basler Versicherung

Martin Strobel, Vorsitzender der Bâloise Group
Bild:zvg

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Zu der Gewinnentwicklung werden in der Zwischenmitteilung vom Freitag keine Angaben gemacht. Die Baloise erklärte jedoch mit, sie werde ein hervorragendes Jahresergebnis erzielen. „Sie ist auf Kurs, ihre operativen und finanziellen Ziele auf Jahresende komfortabel zu erreichen.“

Gründe dafür seien ein gutes operatives Versicherungsgeschäft, der Verkauf von Anteilen an Nationale Suisse und Helvetia sowie der Verkauf der Basler Österreich. Das Gesamtvolumen war im ersten Halbjahr bereits um 6,8 Prozent gewachsen.

Im Geschäft mit den Lebensversicherungen profitiere die Baloise von der anhaltend starken Nachfrage im Kollektivlebengeschäft, hiess es. Das Volumen in diesem Bereich wuchs in den ersten neun Monaten um 3,4 Prozent auf 3,13 Mrd. Franken.

Das Nichtlebengeschäft hat zwischen Januar und September mit einem Volumen von 2,88 Mrd. Franken (-1,5 Prozent) dagegen eingebüsst. Wegen der sehr guten Qualität des Versicherungsportfolios und des freundlichen Schadensumfelds in der Schweiz rechnet die Baloise mit einem tieferen Nettoschadenkostensatz im Vergleich zum Vorjahr.

Im saisonalen Einmalprämiengeschäft der anlagegebundenen Lebenprodukte (Unit-linked) sieht sich die Baloise ebenfalls gut unterwegs: Das Volumen stieg im Vergleich mit den ersten neun Monaten 2013 um 29,5 Prozent auf 1,47 Mrd. Franken.

Quelle: Cash/SDA