Kantonale Pensionskasse Solothurn PKSO

23.5.2017

Pensionskasse Solothurn – Schreinerei und vier Häuser weichen einem Neubau

Rüdtligen-Alchenflüh: Das Ortsbild im Zentrum verändert sich: An der Burgdorfstrasse ist ein Mehrfamilienhaus mit 23 Wohnungen ­vorgesehen. Und gleich in der ­Nähe – auf der Bärenmatte – wird seit längerem ein Pflegezentrum geplant.

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Das Dorfzentrum beim Bahnhof Alchenflüh ist nicht gerade eine architektonische Augenweide. Vorwiegend ältere Gebäude stehen rund um den Gasthof Bären und die gegenüberliegende Bärenmatte. Diese, eigentlich eine schöne, grüne Wiese, ist durch einen Parkplatz verunstaltet, der auch immer wieder als Abstellplatz missbraucht wird. Doch schon bald dürfte sich das Ortsbild Rüdtligen-Alchenflühs verändern.

Seit vergangenem Sommer ist bekannt, dass auf der Bärenmatte ein Pflegezentrum gebaut werden soll (wir berichteten). Die Solviva AG aus Winterthur plant einen viergeschossigen Bau mit etwa fünfzig Betten sowie kleinen Wohnungen im vierten Geschoss. Solviva will nach eigenen Angaben zwischen 15 und 20 Millionen Franken investieren.

Das Ende der Schreinerei

Gemeinderatspräsident Kurt Schütz sagte denn auch, dieses Projekt werde das Dorfzentrum aufwerten. Nun dürfte der Gemeinderat umso mehr dieser Meinung sein, denn es ist in unmittelbarer Nähe ein weiteres grösseres Bauprojekt aufgegleist geworden.

Die Pensionskasse des Kantons Solothurn will sechs Liegenschaften an der Burgdorfstrasse abbrechen und ein Mehrfamilienhaus mit 23 Wohnungen und Einstellhalle errichten. Die Pensionskasse tritt als Investorin auf und hat das Projekt «schlüsselfertig von der Totalunternehmung IGD Grüter AG in Dagmersellen gekauft», liess ein Vertreter der Pensionskasse ausrichten.

Zum Projekt selbst äussert sich Alois Grüter, CEO der Totalunternehmung. Seine Firma hat sich das Areal mit den Hausnummern 1 bis 7 von der Erbengemeinschaft Kräuchi gesichert. Danach habe er einen Investor gesucht und in der Pensionskasse des Kantons Solothurn gefunden, so Grüter. Die Schreinerei Kräuchi ist derzeit noch auf dem Areal an der Burgdorfstrasse ansässig. Sie werde aber altershalber eingestellt und die zwei von der Schreinerei genutzten Gebäude bis ­Ende Juli geräumt.

In den Wohnhäusern sei zuletzt nur noch eine Wohnung bewohnt gewesen und diese werde bis Ende Mai ebenfalls leer, erklärt Grüter. Wann genau gebaut wird, ist allerdings noch offen. Derzeit liegt das Baugesuch auf der Rüdtliger Gemeindeverwaltung öffentlich auf. Die Einsprachefrist läuft noch bis zum kommenden Montag.

ÖV- und Autobahnanschluss

Laut dem Firmeninhaber sind die Liegenschaften teilweise stark sanierungsbedürftig und nicht schützenswert. Deshalb sei es kein Problem, diese abzureissen und ein neues Haus zu bauen. Grüter spricht von einer interessanten Lage mitten im Dorfzentrum. Nebenan sei der Bahnhof, zudem bestehe ein optimaler Autobahnanschluss. Auch die ­Gemeinde habe ihr Interesse signalisiert, dass dort etwas Neues entstehe, sagt er.

Laut Grüter sind die Wohnungen hauptsächlich für Paare und Alleinstehende gedacht. «Natürlich sind auch Familien willkommen, allerdings ist die Frage, ob sie so zentral und gleich an der Strasse wohnen wollen. Wir rechnen eher mit Interessenten, denen eine zentrale Lage wichtig ist.» Er kann sich zudem gut ­vorstellen, dass ältere Menschen dort einziehen, gerade auch, weil nebenan ein Pflegezentrum entsteht. «Da können wir bestimmt Synergien nutzen», sagt Grüter überzeugt.

Keine Lärmschutzwand nötig

Das Grundstück grenzt zudem an die Bahnlinie. Eine Lärmschutzwand sei jedoch nicht vorgesehen. Die Strasse erzeuge mehr Lärm als die Bahn, sagt er. Es gebe natürlich Richtwerte, die eingehalten werden müssten. Mit der jetzigen Planung werde das erfüllt. Es könnten zum Beispiel Lärmschutzfenster eingebaut werden.

Die Parzelle an der Ecke Bernstrasse/Burgdorfstrasse wird laut Grüter maximal ausgenutzt, ohne dass aber Ausnahmebewilligungen nötig wären. Das bedeute, dass die Platzverhältnisse während der Bauzeit sehr eng würden. Letztlich sei das aber eine Frage der Organisation und sei mit etwas mehr Kosten verbunden, sagt er. Insgesamt wird mit Investitionen von etwa 7,7 Millionen Franken gerechnet.

Quelle: Berner Zeitung
23.05.2017

9.5.2017

Kantonale Pensionskasse wird verselbstständigt

Die Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) wird verselbständigt. Der Kantonsrat hat am Dienstag einen entsprechenden Antrag des Regierungsrates gutgeheissen. Solothurn setzt damit die bundesrechtlichen Vorgaben um.

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Erweitert wird zudem der Kreis der Versicherten. Neu können sich auch Personen, die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit versichert sind oder im Hauptberuf eine selbstständige Erwerbstätigkeit ausüben, bei der PKSO freiwillig versichern lassen.

Die zweigeteilte Vorlage des Regierungsrates wurde mit Ausnahme der Grünen wohlwollend aufgenommen und in der Schlussabstimmung mit je 96 Stimmen gutgeheissen. Zwei Mitglieder der Grünen enthielten sich der Stimme.

Nicht für die Vorlage erwärmen konnte sich Felix Glatz-Böni (Grüne, Bellach). Die Pensionskasse sei ein Schiff mit grossen Lecks, und es sei nur eine Frage der Zeit, bis dieses Schiff sinken werde.

Den Vergleich mit einem sinkenden Schiff liess Regierungsrat Roland Heim (CVP) nicht gelten. Die PKSO befinde sich im interkantonalen Vergleich im Mittelfeld. Das Schiff sei auf Kurs. Zudem habe der Kanton nach Bundesrecht gar keine andere Wahl, als die PKSO dem politischen Einfluss zu entziehen.

Quelle: Solothurner Zeitung
09.05.2017

29.3.2017

Pensionskasse Kanton Solothurn – Trotz Mitgliederverlust gibt man sich kämpferisch

Die Verwaltungskommission nimmt Stellung zu einer Interpellation von SP-Kantonsrat Simon Bürki aus Biberist. …mehr

Wenn die Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) in den letzten zwei Jahren mehrere Mitglieder mit Anschlussvertrag verloren hat, dann kann ihr das nicht egal sein. Und es ist ihr auch nicht egal, wie die Antworten auf eine Interpellation von SP-Kantonsrat Simon Bürki (Biberist) deutlich machen.

«Selbstverständlich will die PKSO ihre Mitglieder behalten», unterstreichen die Verantwortlichen. Und: «Mit verschiedenen Massnahmen soll weiteren Austritten entgegengetreten werden.» Anstelle der Regierung antwortet die Verwaltungskommission der PKSO auf einen Grossteil der Fragen, die mögliche Folgen der Vertragskündigung von Anschlussmitgliedern zum Inhalt haben.

Seit Januar 2015 ist die Pensionskasse Kanton Solothurn als selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt organisiert und trägt damit die Verantwortung für sämtliche strategische und operative Belange.

Strategieprojekt eingeleitet

«Mit dem Austritt von Anschlussarbeitgebern verschlechtern sich die Leistungen nicht,» hält die Verwaltungskommission zunächst einmal fest. Und zwar auch dadurch nicht, dass der heute gültige Anschlussvertrag es möglich macht, nur mit den aktiv Versicherten in eine neue Vorsorgeeinrichtung zu wechseln.

«Die Renten der dem austretenden Arbeitgeber zugeordneten Rentner sind grundsätzlich finanziert», heisst es. Die PK-Verantwortlichen sprechen weiter davon, dass derzeit ein neuer Anschlussvertrag in Vorbereitung sei, ohne allerdings auf die geplanten Inhalte einzugehen.

Um weitere Austritte wenn möglich zu verhindern, habe die Verwaltungskommission jetzt ein Strategieprojekt eingeleitet, lässt die Verwaltungskommission wissen. Dabei sollen unter anderem die «Bedürfnisse der Mitglieder genau analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden». Mehrere Anschlussmitglieder haben vor allem deshalb die PKSO verlassen, weil sie «andere Leistungsangebote oder Anlagestrategien suchten».

Eine neue, flexibler auf die Bedürfnisse der Anschlussmitglieder ausgerichtete Strategie, werde unter Umständen aber eine Anpassung des Pensionskassengesetzes nötig machen, gibt die Verwaltungskommission zu bedenken. Was die Organisationsform betrifft, sei eine Sammel- oder auch eine Gemeinschaftsstiftung möglich. An einer Arbeitgebertagung vom 30. August 2017 will die Pensionskasse den Austausch mit ihren Anschlussmitgliedern suchen.

Verzinsung des Altersguthabens

Ganz grundsätzlich unterstreicht die PKSO ihre Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich mit privaten und öffentlich-rechtlichen Pensionskassen. Mit der im Jahr 2016 erzielten Anlagerendite von 4,2 Prozent etwa sei die Solothurner Pensionskasse im Vergleich zu anderen Vorsorgeeinrichtungen in der «oberen Hälfte» angesiedelt.

Wie die «Schweizer Pensionskassenstudie 2016» der Swisscanto Vorsorge AG aufzeigt, könne die PKSO bei den technischen Eckwerten namentlich im Vergleich mit anderen öffentlichen Kassen gut mithalten. Bei der Verzinsung des Altersguthabens allerdings lag die PKSO 2016 mit 1,25 Prozent (=BVG-Mindestzinssatz) unterhalb des Durchschnitts von 1,79 Prozent.

Konkret an die Regierung richtet Simon Bürki die Frage, ob es nicht Sinn machen würde, wenn diese einen «grösseren Einfluss» auf die PKSO haben würde. Schliesslich müsse der Kanton im Fall einer Unterdeckung der Kasse Sanierungsbeiträge auf den Löhnen der Arbeitnehmenden zahlen. Der Regierungsrat habe das «vom Bundesrecht vorgegebene Potenzial der Einflussnahme auf die PKSO weitgehend» ausgeschöpft, heisst es in der Antwort.

Quelle: Grenchner Tagblatt
29.03.2017

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23.3.2017

Pensionskasse Solothurn – «Wir sind bei den Leuten»: Pensionskasse profitiert von ausländischen Aktien

Die Pensionskasse Kanton Solothurn, darf mit den Zahlen zufrieden sein: Sie blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Dabei wurden vor allem von Anlagen in ausländischen Aktien und Immobilien profitiert, mit 15% beziehungsweise 7.3% Rendite.  …mehr

«Wir sind bei den Leuten.» Damit kommentierte der Direktor der Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) die im letzten Jahr auf den Anlagemärkten erzielte Rendite von 4,2 Prozent. Seine Bemerkung könnte man aber auch als Bekenntnis zu einer neuen, offenen Kommunikation mit der Öffentlichkeit verstanden wissen. Anfang Februar bereits gewährten Reto Bachmann und Beat Käch, Präsident der Verwaltungskommission, an einem Mediencafé einen Einblick in die damals noch provisorischen Zahlen des Anlagejahres 2016.

Heute präsentierten Bachmann und Käch, zusammen mit Alois Müller, Präsident des Anlageausschusses der PKSO, an einer Medienkonferenz in Solothurn die Zahlen des druckfrischen Geschäftsberichts 2016. Erstmals seit zehn Jahren legte die Spitze der kantonalen Pensionskasse damit öffentlich Rechenschaft ab über ihre Tätigkeit im vergangenen Jahr.

Die gute Rendite entspreche einem Vermögensertrag von 188 Mio. Franken, wie Bachmann darlegte. Dank dieses Ertrages konnten die Wertschwankungsreserven um 20 Mio. Franken auf 159 Mio. geäufnet werden. Dies wiederum führte 2016 im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des Deckungsgrades von 103,2 auf 103,5 Prozent. Zufrieden verwies er auf die tiefen Verwaltungskosten von 158 Franken pro Destinatär. Vergleichsstudien nennen für öffentliche Pensionskassen einen Durchschnittswert von 241 Franken.

Einen Wermutstropfen stellt für Direktor Bachmann indes dar, dass im Jahr 2016 drei Organisationen mit Anschlussvertrag die Pensionskasse Kanton Solothurn verlassen haben. Von den gegen 12 000 aktiv Versicherten der PKSO gehen etwa 1500 Mitglieder (und damit 12 Prozent) auf das Konto solcher angeschlossenen Mitglieder. Um einer weiteren Abwanderung von Einwohnergemeinden oder anderen Organisationen zu begegnen, sei für 30. August eine Arbeitgebertagung für angeschlossene Mitglieder geplant.

«Hoch diversifiziertes Portfolio»

Die neue, offensive Informationsstrategie der PKSO sei eine Folge davon, dass die Kasse im Januar 2015 in die Selbstständigkeit entlassen worden ist, betonte Beat Käch. Damit unterstehe die PKSO nicht mehr der parlamentarischen Aufsicht. Aufgrund der grossen Zahl von Destinatären und einem verwalteten Vermögen von 4,7 Mrd. Franken sei das Informationsbedürfnis der Medien und der Politik aber hoch.

Die neue Infokampagne ist zudem eine vertrauensbildende Massnahme, nachdem im letzten Frühling Recherchen dieser Zeitung eine stattliche Lohnerhöhung des Direktors zutage gefördert hatten. Für Kritik sorgte insbesondere, dass die PKSO-Verantwortlichen die Details nur scheibchenweise herausrückten. Ausdruck der neuen Transparenz ist jetzt unter anderem, dass im aktuellen Geschäftsbericht erstmals die Bezüge der Verwaltungskommission sowie der ständigen Ausschüsse summarisch genannt werden. Die Entschädigungen belaufen sich auf total 208 335 Franken. Auf eine Offenlegung der Bezüge der Geschäftsleitung indes wird im Geschäftsbericht verzichtet. Die Geschäftsleitung bestehe, jedenfalls zurzeit, einzig aus Direktor Reto Bachmann, lautete dieBegründung der Verantwortlichen.

Alois Müller betonte, dass im Vergleich zu den 90er-Jahren heute eine risikoreichere Anlagestrategie nötig sei, um die Verpflichtungen der Kasse zu erfüllen. Zudem brauche es ein «hoch diversifiziertes Portfolio», um gegen mögliche Verluste bei bestimmten Anlagekategorien gewappnet zu sein. In den letzten drei Jahren habe die PKSO, so Müller, die Aktienquote des Portfolios um 5 Prozent auf aktuell 34 Prozent erhöht. Vor allem die Auslandaktien, welche die Hälfte des Aktienanteils ausmachen, hätten zur guten Gesamtperformance von 4,2 Prozent beigetragen, so Müller.

Insgesamt stieg der Wert der Auslandaktien im letzten Jahr um mehr als 10 Prozent an. Aber auch die Schweizer Aktien im PKSO-Portfolio legten um 2 Prozent zu, obwohl der Schweizer Aktienmarkt 2016 leicht im negativen Bereich schloss. Auch die anderen Anlagekategorien, also Immobilien und Obligationen, egal ob es sich dabei um ausländische oder schweizerische Werte handelt, lieferten alle einen positiven Beitrag zur Performance.

Es braucht mehr Reserven

Zu sprechen kam Alois Müller weiter auf die Wertschwankungsreserve: Diese müsste drei Mal höher sein, wenn die PKSO gegen grosse Krisen in der Währung der Finanzkrise 2008 oder der Dotcom-Krise im Jahr 2000 gewachsen sein will, gab der Präsident des Anlageausschusses zu bedenken. Der weitere Aufbau der Wertschwankungsreserve sei denn auch ein Ziel der nächsten Jahre. Neben der Äufnung von Wertschwankungsreserven fliessen wertvolle Renditen-Erträge in weitere Reserven und auch in die Aufstockung des Vorsorgekapitals der Rentner. Um total 60 Mio. Franken musste dieses im Jahr 2016 aufgestockt werden, um trotz der Senkung des technischen Zinssatzes von 2,5 auf 2,25 Prozent die versprochenen Rentenleistungen auszahlen zu können. All diese Verpflichtungen aber führen dazu, dass die Altersguthaben der aktiv Versicherten trotz der sehr guten Rendite von 4,2 Prozent im vergangenen Jahr nur mit dem BVG-Mindestzinssatz von 1,25 Prozent verzinst werden konnten.

Im laufenden Jahr werde man, so Beat Käch, versicherungstechnische Parameter wie den Umwandlungssatz (aktuell: 6,02 Prozent) und den technischen Zinssatz überdenken müssen. Beide Parameter seien aufgrund der demografischen Situation und der zu erwartenden Erträge immer noch zu hoch. Zudem wolle man einen Strategieprozess einleiten. Dabei gehe es etwa darum, über eine «Individualisierung der Anlagestrategie» zu diskutieren, sagte Käch. Diese werde vor allem den Organisationen mit Anschlussvertrag zugutekommen. Dafür aber brauche es eine Gesetzesänderung.

Quelle: Solothurner Zeitung
23.03.2017

31.1.2017

Rendite trotz Unsicherheiten im letzten Jahr

Lehrer, Polizistinnen, alle Mitarbeitenden des Kantons sowie jene vieler Solothurner Gemeinden sind bei der Pensionskasse Kanton Solothurn versichert. Im schwierigen letzten Jahr hat die PKSO eine Rendite von 4,2 Prozent erzielt – ein Ergebnis, mit dem man bei der Pensionskasse zufrieden ist.  …mehr

Reto Bachmann, Direktor der Pensionskasse Solothurn, zeigte sich an der Medieninformation zufrieden mit den erreichten 4,2 Prozent. Anfangs Jahr habe er nicht mit einer solchen Rendite gerechnet, sagt er gegenüber Radio SRF.

Die Präsidentenwahl in den USA, der Brexit und weitere Ereignisse hätten den Kapitalmarkt unberechenbar gemacht. Die gestiegenen Aktienkurse hätten danach aber die tiefen Renditen bei den Obligationen wett gemacht, so Bachmann.

Es werde auch für eine Pensionskasse immer schwieriger, die richtige Anlagestrategie zu wählen. Deshalb sei er am Ende des Jahres immer erleichtert, wenn das Ergebnis positiv ausfalle – auch für die 17’000 Versicherten. 2015 betrug die Rendite der PKSO 1,2 Prozent, 2016 nun 4,2 Prozent. Der Deckungsgrad beläuft sich auf 103,1 Prozent (2015: 103,2).

Pensionskasse nicht nur Thema für ältere Versicherte

Früher hätten sich Arbeitnehmer erst kurz vor der Pensionierung mit dem Thema Pensionskasse auseinandergesetzt, heute sie dies anders, erklärt Beat Käch, Präsident der Verwaltungskommission der PKSO. Jüngere Versicherte hätten vermehrt Fragen zur Zukunft der Pensionskasse.

Er sei der Meinung, dass in der heutigen Zeit die dritte Säule wird immer wichtiger werde, also die private Vorsorge. Jüngere könnten sich nicht mehr nur auf die Zahlungen von AHV und Pensionskasse verlassen, wenn sie nach der Pensionierung ihren gewohnten Lebensstandard weiterführen möchten.

Quelle: SRF
31.01.2017

19.1.2017

Interpellation in Bezug auf PK Solothurn – Die Pensionskasse gibt Anlass zu Fragen

SP-Kantonsrat Simon Bürki erkennt Handlungsbedarf beim Leistungsangebot der Pensionskasse Kanton Solothurn und will eine Interpellation einreichen.

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In den letzten zwei Jahren kündigten mehrere Einwohnergemeinden ihre Anschlussverträge mit der Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO). Wie diese Zeitung publik gemacht hat, haben Wangen bei Olten, Schönenwerd und Oensingen die PKSO per 2015 verlassen.

Und per Ende 2016 lösten auch die Gemeinden Zuchwil und Mümliswil sowie das Sportzentrum Zuchwil ihre Verträge auf. «Mit jedem Austritt nimmt das Risiko für die verbleibenden Anschlussmitglieder und Versicherten zu», schreibt SP-Kantonsrat Simon Bürki (Biberist) in seiner Interpellation, die er nächste Woche im Kantonsrat einreichen will. «Weniger Versicherte bedeutet auch ein reduziertes Vorsorgekapital, das für die Erreichung der Sollrendite zur Verfügung steht.»

Wie attraktiv ist die PKSO?

Der SP-Politiker will von der Regierung deshalb wissen, ob Massnahmen angedacht sind, um die Situation zu verbessern. Der Austritt mehrerer Organisationen mit Anschlussvertrag erfolgt dabei vor dem Hintergrund, dass die PKSO per 1. Januar 2015 ausfinanziert worden ist. Bürki: «Wie bezahlen die austretenden Gemeinden ihren Anteil an der Ausfinanzierung der Pensionskasse?».

Zu denken gibt ihm weiter, dass die aktuellen Verträge zulassen, dass die Organisationen mit Anschlussvertrag allein mit den aktiv Versicherten die Kasse wechseln können, ohne die Rentner mitzunehmen. Dadurch aber nehme der Rentneranteil in der PKSO überproportional zu. «Ist das noch zeitgemäss und längerfristig finanzierbar?».

Eine Reihe weiterer Fragen beschäftigt sich mit der Wettbewerbsfähigkeit der PKSO. So regt Bürki etwa an, ob nicht mit «individuellen, frei wählbaren Anlagestrategien und Leistungsangeboten» die «Attraktivität und Flexibilität» für Unternehmen mit Anschlussvertrag erhöht werden könnte. Weiter will der Finanzpolitiker der SP wissen, wie die Pensionskasse beim Umwandlungssatz oder der Verzinsung des Altersguthabens im Vergleich zur öffentlichen und privaten Konkurrenz abschneidet. Gleichsam zusammenfassend stellt er die Frage: «Wo liegen die grössten Probleme im Vergleich zu anderen Pensionskassen, die von den austretenden Gemeinden gewählt wurden?».

Möglichkeit der Steuerung

Seine Fragen an die Adresse der Regierung stellt Simon Bürki bewusst im Wissen darum, dass die PKSO per 1. Januar 2015 in die Selbstständigkeit entlassen worden ist. Mit eventuellen Sanierungsbeiträgen verbleibe das finanzielle Restrisiko aber beim Kanton und den Versicherten, wie Bürki feststellt. Damit aber brauche der Kanton eine Handhabe, um die Risiken zu steuern. Bürki wünscht sich deshalb einen «grösseren Einfluss» des Regierungsrates zugunsten seiner versicherten Mitarbeitenden als dies seit Januar 2015 der Fall ist.

Eine Gelegenheit zu einer Anpassung sieht der SP-Mann bei der aktuellen Ausarbeitung weiterer kantonaler Gesetze, die das Verhältnis zwischen dem Kanton und der PKSO endgültig regeln sollen. Was den – vom Bundesgesetz geforderten – Grad der Selbstständigkeit betrifft, soll die Regierung auch die Regelung anderer Kantone berücksichtigen.

Quelle: Solothurner Zeitung
19.01.2017

13.1.2017

Mehrere Gemeinden haben bei der Solothurner Pensionskasse gekündigt

Eine stärkere Konkurrenz zwingt die Pensionskasse Kanton Solothurn dazu, ihre Strategie zu überdenken. Denn seit zwei Jahren können Gemeinden mit Anschlussverträgen mit der Pensionskasse ihre Verträge kündigen, was vorher nicht möglich war. So ist etwa das Gemeindepersonal von Schönenwerd, Zuchwil und Mümliswil nicht mehr bei der Pensionskasse des Kantons versichert.

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Lange Jahre war es für viele Einwohnergemeinden, Zweckverbände oder auch Institutionen im Alters- und Behindertenbereich selbstverständlich, ihr Personal bei der Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) zu versichern. Über Anschlussverträge sind diese Einrichtungen mit der PKSO verbunden. Von den total rund 12 000 aktiv Versicherten der Kasse gehen etwa 1500 Mitglieder (und damit 12 Prozent) auf das Konto der Organisationen mit Anschlussvertrag.
Jetzt aber kommt Bewegung in die Sache.

Während die Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung, die Lehrerinnen und Lehrer oder auch das Personal der Solothurner Spitäler AG zwingend bei der PKSO versichert sind, trifft das auf die Organisationen mit Anschlussvertrag nicht zu. Sie können ihre Verträge auf Jahresende kündigen. Eine Möglichkeit, von der einige Gemeinden und weitere Einrichtungen seit zwei Jahren Gebrauch machen.

Per Ende 2015 haben Wangen bei Olten, Schönenwerd und Oensingen die PKSO verlassen. Per Ende 2016 kündigten auch die Gemeinden Zuchwil und Mümliswil sowie das Sportzentrum Zuchwil ihre PKSO-Verträge. Sie alle wechselten zu anderen Vorsorgeeinrichtungen.

PKSO steht im Wettbewerb

Der Hintergrund für diese Entwicklung: Im Gleichschritt mit dem Kanton waren die Anschlussmitglieder gezwungen, sich an der Ausfinanzierung der Kasse per 1. Januar 2015 zu beteiligen. Damit haben sie alle Freiheiten, sich ohne grossen finanziellen Aufwand aus der PKSO zu verabschieden – und sich nach für sie besseren Lösungen umzuschauen. Mit der Ausfinanzierung sieht sich die PKSO einer neuen Konkurrenz ausgesetzt.

Auffallend ist dabei, dass den Abgängen keine Zugänge gegenüberstehen. Eine Situation, die der Pensionskasse nicht egal sein kann. Pikant ist vor allem: Die aktuellen Anschlussverträge der PKSO lassen es zu, dass Unternehmen mit Anschlussvertrag nur mit den aktiv Versicherten die Kasse wechseln können.

Damit nimmt der Rentneranteil in der PKSO überproportional zu. Das aber ist nicht ganz unproblematisch, da die – unantastbaren – Pensionskassenrenten auf einem aus heutiger Sicht zu hohen Umwandlungssatz beruhen. Zurzeit stehen den 12 000 bei der PKSO aktiv Versicherten etwa 5500 Rentner gegenüber.

«Markant bessere Leistungen»

Von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hat die Einwohnergemeinde Zuchwil, die per 1. Januar 2017 mit ihren rund 100 Mitarbeitenden (darunter alle Spitexmitarbeitenden) zur Integralstiftung mit Sitz in Chur gewechselt hat. Da die Rentner bei der PKSO bleiben, profitieren die aktiv Versicherten von besonders guten Bedingungen, wie aus einem Grundlagenpapier der Gemeinde hervorgeht.

«Wir wollten die Anlagestrategie mitbestimmen können», nennt Gemeindepräsident Stefan Hug einen der Gründe für den Wechsel zur Integralstiftung. Während bei der PKSO eine einzige paritätisch zusammengesetzte Verwaltungskommission die Strategie für alle Versicherten festlegt, verfügen bei Sammelstiftungen wie der Integralstiftung die angeschlossenen Organisationen über einen gewissen Handlungsspielraum. Bei der Integralstiftung besteht die Wahl zwischen zwei Anlagestrategien mit unterschiedlich hohem Aktienanteil.

Zuchwil hat sich für das Paket mit einem relativ hohen Anteil an Aktien und Immobilien entschieden. «Wir gehen damit ein gewisses Risiko ein», sagt Stefan Hug. Die Kasse habe aber über die Jahre bewiesen, dass sie verlässlich hohe Renditen erzielt und das Altersguthaben entsprechend gut verzinsen kann.

Verbunden mit etwas höheren Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen als in der PKSO habe dies, so Stefan Hug, «markant bessere Leistungen» zur Folge. Um die Entwicklung des Pensionskassenkapitals zu verfolgen, hat die Gemeinde eine kleine Vorsorgekommission eingerichtet, mit je zwei Vertretern der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerseite.

Stefan Hug möchte den Wechsel zu einer anderen Vorsorgeeinrichtung trotz der Aussicht auf bessere Leistungen nicht als Grundsatzkritik an der PKSO verstanden wissen. «Die Verantwortlichen der PKSO leisten gute und professionelle Arbeit», betont er. Ebenfalls die Integralstiftung gewählt hat das Sportzentrum Zuchwil. Die «besseren Leistungen» als bei der PKSO waren für Geschäftsführer Urs Jäggi ausschlaggebend.

Auch das Sportzentrum hat dabei die Strategie mit dem höheren Aktien- und Immobilienanteil gewählt. Jäggi spricht von einem «kalkulierten Risiko». Als dritte Solothurner Organisation ist die Gemeinde Dulliken bei der Integralstiftung versichert, und das schon seit Jahren. Der Dulliker Finanzverwalter, Andreas Gervasoni, ist denn auch Präsident der Churer Vorsorgestiftung.

Die Gemeinden Mümliswil, Wangen bei Olten, Schönenwerd und Oensingen, die ebenfalls in jüngster Zeit aus der PKSO ausgetreten sind, haben zu je unterschiedlichen Einrichtungen der beruflichen Vorsorge gewechselt. Ganz ähnlich wie Stefan Hug oder Urs Jäggi spricht auch der Mümliswiler Gemeindepräsident Kurt Bloch von «besseren Leistungen bei gleich hohen Verwaltungskosten».

«Wir sind risikobewusst»

«Wir gewähren gute Leistungen zu niedrigen Verwaltungskosten», hält Reto Bachmann, Geschäftsführer der Pensionskasse Kanton Solothurn, entgegen. Im Vergleich zu den Leistungen seien zudem die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge eher tief. Im Unterschied zu einigen anderen Stiftungen in der beruflichen Vorsorge setze die PKSO auf eine «risikobewusste Anlagestrategie», betont der PKSO-Direktor.

Neben der Anlagestrategie unterscheiden sich die Kassen zudem darin, mit welchen Anteilen sie die erzielten Renditen für die Verzinsung der Altersguthaben verwenden. Die PKSO verzinst diese mit dem vom Bund jährlich festgesetzten BVG-Mindestzinssatz, der Rest fliesst vor allem in den Aufbau von Reserven.

Bei der Ausfinanzierung der Kasse habe man diese nötigen Wertschwankungsreserven noch nicht berücksichtigt, meint Bachmann. Ähnlich wie mit einer eher konservativen Anlagestrategie wolle man die PKSO so langfristig auf solide Füsse stellen.
Die Tatsache, dass seit Ende 2015 doch immerhin sechs Anschlussmitglieder die PKSO verlassen haben, lässt Direktor Bachmann nicht kalt.

«Wir werden uns in diesem Jahr überlegen, wie wir mit unserer Geschäftsstrategie auf diese Entwicklung reagieren.» Handlungsbedarf sieht Bachmann auch bei der Tatsache, dass die aktuellen Anschlussverträge im Fall einer Vertragskündigung den Verbleib der Rentner bei der PKSO ermöglichen.

Dieser Paragraf gehe, so Bachmann, auf jene Zeit zurück, als die an den Anlagemärkten erzielten Renditen um einiges höher waren. Höher vor allem, als die für die Rentenzahlungen nötige Verzinsung des Rentnerkapitals.

Quelle: Solothurner Zeitung
13.01.2017

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3.1.2017

PKSO – Kanton muss über die Bücher

Jahresrückblick – Eine Lohnerhöhung für den Pensionskassen-Chef, fragwürdige Entscheide und Nachwehen eines Skandals: Das sorgte für Schlagzeilen. …mehr

Eigentlich hätte die Pensionskasse Kanton Solothurn wohl am liebsten alles unter den Teppich gekehrt: Es war im Frühjahr, als diese Zeitung fragwürdige Entscheide und Fehler bei der Kasse zutage förderte. Bei jener Kasse also, die sich erst 2015 verselbstständige und von der politischen Aufsicht löste.

Zuerst wurde publik, dass der zuständige Ausschuss der Verwaltungskommission dem Pensionskassen-Direktor Reto Bachmann eine Lohnerhöhung gewährte: von Lohnklasse 26 (mit Leistungsbonus bis zu 187 481 Franken) auf Lohnklasse 29 (maximal 205 920 Franken mit Bonus). Und das just zu einer Zeit, in welcher der Kanton eine Milliardenunterdeckung der Pensionskasse ausfinanzieren muss. Öffentlicher Druck führte schliesslich dazu, dass die Entschädigung des Direktors nur auf Lohnklasse 28 erhöht wurde.

Damit noch nicht genug. Eine Nachlässigkeit der Verantwortlichen hatte zur Folge, dass die Pensionskasse im vergangenen Jahr Risikobeiträge in der Höhe von drei Millionen Franken nicht eingezogen hatte. Immerhin: Die Pensionskasse gelobt Besserung. Sie hat ihr internes Controlling bereits verstärkt – und will künftig offensiver über ihre Entscheide kommunizieren.

(Gekürzt auf BVG-relevantes Thema)

Quelle: Grenchener Tagblatt
27.12.2016

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13.12.2016

Pensionskasse Kanton Solothurn mit neuem technischem Zinssatz von 2.25%

Die Verwaltungskommission der Pensionskasse Kanton Solothurn (PKSO) hat beschlossen, den technischen Zinssatz per 1. Januar 2017 von bisher 2.5% auf 2.25% zu senken. Die Rentenverpflichtungen sind nach wie vor garantiert. Weitere Informationen zur PKSO finden sie im Internet unter www.pk.so.ch. …mehr

Die PKSO wendet die technischen Grundlagen der Pensionskasse Stadt Zürich an. Für die Verzinsung des Vorsorgekapitals der Rentner wird ein Zinssatz angenommen, der sogenannte technische Zins. Dieser sollte durch die Vermögensanlagen erwirtschaftet werden.

In der anhaltenden Tiefzinsphase ist es nicht mehr möglich, die geltende Vorgabe von 2.5% zu erzielen. Die Verwaltungskommission hat deshalb beschlossen, den technischen Zinssatz auf 2.25% zu reduzieren. Die Rentenverpflichtungen sind weiterhin garantiert.

Vorsorgereglement wird per 1. Januar 2017 erstmals angepasst

Die Anpassung der Rentenumwandlungssätze ab 1. Januar 2017, der neue Vorsorgeausgleich bei Scheidung und die Revision des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) haben die PKSO veranlasst, Änderungen im Vorsorgereglement vorzunehmen. Dieses tritt per 1. Januar 2017 in Kraft.


Weitere Auskünfte erteilt:
Reto Bachmann Direktor PKSO, 032 627 89 00

Quelle: PKSO
13.12.2016

5.12.2016

Pensionskasse Kanton Solothurn erhält Datenschutzgütesiegel Good-Priv@cy®

Die im August 2016 von der Verwaltungskommission beschlossene Datenschutzpolitik wurde durch die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und Managementsysteme überprüft und mit dem Label GoodPriv@cy® ausgezeichnet. Dokumentiert wurden die Leistungen im Bereich Datenschutz gegenüber 17‘000 Begünstigten, Arbeitgebern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. …mehr

Für Organisationen, die sensible Personendaten halten und bearbeiten, erweist sich ein zertifiziertes Datenschutzmanagementsystem zunehmend als ein unverzichtbares Instrument zur Qualitätssicherung.
Angebote aus ihrer Region

Dieses System umfasst die gesamte Datenhaltung sowie sämtliche Informationskanäle. Die Überprüfung ergab, dass das Datenschutzmanagementsystem alle Anforderungen erfüllt. Es ist damit gewährleistet, dass sämtliche Daten unveränderbar und gegen unberechtigte Zugriffe geschützt im Archivsystem gespeichert sind.
Qualitätssicherung rezertifiziert

Wie die Pensionskasse Kanton Solothurn mitteilt, ist sie schon seit 2007 als ganzes Unternehmen zertifiziert. Die erfüllten Anforderungen der neuen ISO Norm 9001:2015 gewährleisten, dass sämtliche wiederkehrenden Geschäftsprozesse inhaltlich korrekt und einheitlich durchgeführt werden.

Damit ist die PKSO schweizweit eine der wenigen mit der neuen Norm ISO 9001:2015 rezertifizierten Pensionskassen.

Quelle: Solothurner Zeitung
05.12.2016

27.7.2016

Nach Beschwerde: PKSO-Rentner erzielen Teilsieg vor Gericht

Darf die Pensionskasse des Kantons Solothurn den Teuerungsfonds auflösen? Die BVG- und Stiftungsaufsicht muss diese Frage klären. So lautet der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts.

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Der Verband der Pensionierten der staatlichen Pensionskasse Solothurn hat vor dem Bundesverwaltungsgericht einen Teilsieg gegen den Kanton errungen. Die BVG- und Stiftungsaufsicht muss prüfen, ob die Pensionskasse Kanton Solothurn den Teuerungsfonds tatsächlich auflösen kann. Die Aufsichtsbehörde war im März 2015 nicht auf eine entsprechende Beschwerde des Verbands eingetreten. Dagegen wehrte sich der Verband und zwei Pensionierte und gelangte an das Bundesverwaltungsgericht. Mit dem am Dienstag publizierten Urteil zwingt die Bundesbehörde mit Sitz in St. Gallen die kantonale BVG-und Stiftungsaufsicht dazu, Stellung zu beziehen. Zur Beschwerde an sich lässt sich das Gericht – noch – nicht vernehmen.

Wieder ganz am Anfang

Beim Kanton löst der Entscheid keine allzu grosse Überraschung aus. «Irgendjemand muss sich ja mit der Beschwerde beschäftigen», sagte gestern Jürg Studer, Leiter des Rechtsdienstes im Finanzdepartement. Im Dezember 2014 hatte sich nämlich das Bundesgericht für nicht zuständig erklärt. Einen Monat zuvor, Anfang November 2014, war der Pensionierten-Verband mit seinem Anliegen sowohl an die BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons sowie – vorsorglich – auch an das Bundesgericht gelangt. Als doch recht «erstaunlich» bezeichnete es gestern Jürg Studer, dass die BVG- und Stiftungsaufsicht vor diesem Hintergrund im März letzten Jahres nicht auf die Beschwerde eingetreten ist. Gut eineinhalb Jahre später stehe das Verfahren jetzt also wieder ganz am Anfang. Um was gehts? Das Stimmvolk hatte sich am 28. September 2014 für das neue Pensionskassengesetz und damit für die Ausfinanzierung der Deckungslücke von 1,1 Mrd. Franken ausgesprochen. Im Zuge dieser Sanierung soll aus dem mit 137,6 Mio. Franken geäufneten Teuerungsfonds ein Überschussbetrag von 25 Mio. Franken in die Sanierung der Pensionskasse fliessen. Mit dem neuen Pensionskassengesetz erhalten die Rentnerinnen und Rentner keinen Teuerungsausgleich mehr auf ihre Renten. Sie haben aber Anspruch auf die weitere Ausrichtung der bisher aufgelaufenen Teuerungszulagen. Die dafür nötigen Rückstellungen in der Höhe von 112 Mio. Franken werden aus dem Teuerungsfonds gespeist. Mit seiner Beschwerde will der Pensionierten-Verband erwirken, dass der gesamte Teuerungsfonds den Rentnern zugutekommt. Der Verband argumentiert dabei mit einem Rechtsgutachten. Dieses zeigt auf, dass eine «Zweckentfremdung» der 25 Mio. Franken gegen Bundesrecht verstösst.

Ein schutzwürdiges Interesse

Das Bundesverwaltungsgericht kommt in seinem Urteil zum Schluss, dass die Beschwerdeführer ein rechtlich schutzwürdiges Interesse an der Überprüfung haben, ob der Teuerungsfonds tatsächlich aufgelöst werden kann – oder nicht. Das Pensionskassengesetz ist seinerzeit im Übrigen von der BVG- und Stiftungsaufsicht als Ganzes unter die Lupe genommen worden. Bis ein rechtskräftiger Entscheid zur Auflösung des Teuerungsfonds vorliegt, dürfte es wohl noch eine Weile dauern. Gegen den materiellen Entscheid der Aufsichtsbehörde ist nämlich wieder ein Appell an das Bundesverwaltungsgericht möglich.

Quelle: Solothurner Zeitung
27.07.2016

 

2.5.2016

Pensionskasse PKSO ist schlechter als ihr Ruf, sagt ein Experte

Ein Experte zweifelt, ob die Leistungen so gut sind, wie von der Pensionskasse des Kantons Solothurn selbst angepriesen.

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Es war ein harter Schlag für das Sportzentrum Zuchwil, das einen Teil seiner Mitarbeitenden bei der Solothurner Pensionskasse (PKSO) versichert hat. Irgendwann war klar, dass auch das Sportzentrum seinen Betrag an die Milliarden-Ausfinanzierung beisteuern muss. Es geht um eine hohe sechsstellige Summe, die die Kapitaldecke des Betriebs mehr als überstrapaziert hat.

«Die Ausfinanzierung hat uns fast das Genick gebrochen», sagt Direktor Urs Jäggi.
Doch jetzt gibt es beim Sportzentrum noch andere Bedenken und Zweifel rund um die Pensionskasse. Denn in Zuchwil hat man die Lehren aus dem ersten Vorfall gezogen und eine Analyse zu den Leistungen der PKSO in Auftrag gegeben – was bei der Ausfinanzierung geschah, soll nie mehr passieren. «Wir können uns das nicht ein zweites Mal leisten», erklärt Jäggi.

Der Inhalt der Analyse war für die Verantwortlichen aufschlussreich. Jetzt geht es für das Sportzentrum gar um die Frage, ob es vielleicht aus der kantonalen Pensionskasse austreten soll. Grund für diese Überlegung sind die Performance der Solothurner Pensionskasse in den vergangenen zehn Jahren und die Verzinsung des Altersguthabens.

Beide liegen im Vergleich mit anderen Kassen im unteren Teil der erhobenen Bandbreite. «Für uns ist die PKSO im Vergleich mit anderen Vorsorgeeinrichtungen eine teure Kasse mit eher schlechten Leistungen», sagt Urs Jäggi.

Nur «Augenwischerei»?

Die Analyse ist einigermassen brisant, denn am Montag wollen die Verantwortlichen der Solothurner Pensionskasse vor die Medien treten. Dort werden sie einiges zu erklären haben. Unter anderem geht es um die geplante Lohnerhöhung für den Direktor der Kasse, Reto Bachmann.

Wie diese Zeitung kürzlich enthüllte, war trotz Milliardenloch geplant, Bachmann auf einen Schlag – und rückwirkend – um drei Lohnklassen heraufzusetzen. Argumentiert worden war vonseiten der Verantwortlichen immer, dass die Solothurner Kasse trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld immer überdurchschnittlich gute Leistungen erziele. Beim Sportzentrum Zuchwil zweifelt man nach der Analyse, ob dem tatsächlich so ist.

«Leistungen eher bescheiden»

Rudolf Burkhardt hat im Auftrag des Sportzentrums Zuchwil die Solothurner Pensionskasse einer genaueren Betrachtung unterzogen. Er ist seit 30 Jahren im Bereich der beruflichen Vorsorge tätig und hat diverse Vorsorgeeinrichtungen und Unternehmen beraten. Burkhardt will nicht von einer «schlechten Pensionskasse» sprechen.

Und er warnt: Analysierte Zahlen sind immer vergangenheitsbezogen. Trotzdem sind bei ihm gewissen Bedenken aufgetaucht, als er die Leistung der Solothurner Pensionskasse mit anderen Vorsorgeeinrichtungen verglichen hat. «Ich bin zum Schluss gekommen, dass es bessere Lösungen gibt», sagt Burkhardt. Er widerspricht der PKSO-eigenen Darstellungen, dass die Solothurner Leistungen andere überstrahlen. «Im Vergleich mit anderen Einrichtungen sind die Leistungen der PKSO eher bescheiden.»

Zweitletzter Platz unter 30

Burkhardt bringt in seinem Gutachten diverse Indizien für sein Urteil hervor. Etwa die Verzinsung der Altersguthaben: Zwischen 2006 und 2016 verzinste die PKSO per annum mit 2 Prozent. «Leistungsfähige Pensionskassen erreichten das Doppelte», so der Fachmann. Die meisten Kassen liegen über der PKSO. Auch beim Umwandlungssatz und bei der Performance der Kapitalanlagen glänzt die PKSO aus Sicht des Experten nicht.

Werden das projizierte Altersguthaben und die Altersrente verglichen, ergibt sich etwa folgendes Bild: Bei der PKSO ergibt sich ein projiziertes Altersguthaben von 914’000 Franken und eine jährliche Altersrente von 55’000 Franken. Zum Vergleich: Bei einer Sammelstiftung, die Burkhardt als sehr leistungsfähig beurteilt (vgl. auch Tabelle), kommt er auf ein projiziertes Altersguthaben von 1’415’000 Franken und eine jährliche Altersrente von 99’000 Franken. «Die Leistungen bei letztererStiftung sind wesentlich höher und dies bei genau gleichenBeiträgen», so Burkhardt. «Im Vergleich mit 30 andern Vorsorgeeinrichtungen liegt die PKSO bezüglich Altersrente auf dem zweitletzten Platz.» Übrigens, die leistungsfähige Sammelstiftung, die er zum Vergleich beizieht, musste, soBurkhardt, noch nie Zusatzbeiträge einfordern oder andere Sanierungsmassnahmen durchführen.
Erstaunt hat den Fachmann auch, dass es die PKSO ein ganzes Jahr lang – aus bisher ungeklärten Gründen – versäumt hat, bei den Arbeitnehmenden 0,5 Prozent Risikobeiträge einzuziehen. «Das darf nicht passieren», sagt er.

Quelle: Solothurner Zeitung
02.05.2016

2.5.2016

Geschäftsbericht 2015: Pensionskasse behauptet sich in schwierigem Umfeld

Das erste Jahr nach Ausfinanzierung konnte die Pensionskasse Kanton Solothurn gut meistern: Per 31. Dezember 2015 betrug der Deckungsgrad 103.2 Prozent.

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Es war kein einfaches Jahr für die Pensionskasse: 2015 erschwerten sowohl die Einführung von Negativzinsen als auch die Aufhebung der Euro-Untergrenze die Geschäftsgänge. Man habe es aber geschafft, keinen Franken Negativzinsen zahlen zu müssen, bemerkte an der Medienkonferenz vom Montag Alois Müller, Präsident des Anlageausschusses.

Als «grosse Herausforderung bezeichnete er es, die 700 Mio. Franken anzulegen, die der Kanton im Rahmen der PK-Sanierung 2015 in vier Tranchen überwiesen hat. Ende Jahr betrug der Deckungsgrad 103,2 Prozent. Die Kasse erreichte eine Performance von 1,22 Prozent. Das lag über der Benchmark von 1,08 Prozent. «Das Ergebnis war relativ betrachtet sehr gut. Absolut betrachtet sind wir aber unter der Sollrendite», so Müller.

Finanzzahlen aus dem PKSO-Geschäftsbericht 2015
2015 2014
Bilanzsumme in Mio. 4`556 3`385
Verpflichtungen 4`417 4`312
Wertschwankungsreserven/Unterdeckung in Mio. 139 927
Deckungsgrad 103.2% 78.4%
Netto-Ergebnis Versicherungsteil in Mio. -129.7 -192.7
Vermögensertrag in Mio. 52.5 276.5
Netto-Ergebnis in Mio. -79.6 81.1
Rendite 1.2% 9.0%

Letztere liegt bei 2,6 Prozent. Seit 2003 habe die Kasse allerdings eine Performance von durchschnittlich 3,8 Prozent erreicht, führte Müller aus. In den vergangenen fünf Jahren waren es gar 5,2 Prozent;. «Es wird aber sehr anspruchsvoll, die Sollrendite zu erreichen», blickte Müller in die (un)mittelbare Zukunft.

Die Verwaltungskosten der Kasse seien mit 144 Franken pro Destinatär tief, hielten die Verantwortlichen fest. Eine Swisscanto-Studie beziffere bei öffentlich-rechtlichen Pensionskassen 241 Franken als Durchschnitt.

Versicherungszahlen aus dem PKSO-Geschäftsbericht 2015
2015 2014
Angeschlossene Arbeitgeber 183 220
Beiträge in Mio. 166 198
Rentenzahlungen in Mio. 174 171
Kosten pro Destinatär 144 159
Bestand aktive Versicherte 11`579 11`462
Bestand Rentner 5`225 4`992
Verhältnis Aktive/Rentner 2.21 2.30

Die Kasse zählt 11’579 Aktiv-Versicherte und 5225 Rentenbezüger. Sie zahlte 2015 174 Mio. Franken Rentenbeiträge aus. Der Umwandlungssatz beträgt 6,14 Prozent. Per 1.1. 2017 soll er um 0,12 Prozent gesenkt werden.

Zu der nicht nur schmeichelhaften Analyse, die ein Gutachter am Samstag in dieser Zeitung vorgenommen hat, wollten die Verantwortlichen keine Stellung nehmen. «Wir kennen das Gutachten nicht», sagte Beat Käch.

Quelle: Solothurner Zeitung
02.05.2016

pdf_icon Geschäftsbericht PKSO 2015

7.4.2016

PKSO – «Fehler müssen korrigiert werden»: Kritik an Pensionskasse verstummt nicht

Die Lohnerhöhung des Pensionskassen-Direktors wirft hohe Wellen. Der Unmut wächst nach den Versäumnissen und den massiven Lohnsteigerungen.

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Nun mischen sich weitere einflussreiche Stimmen in die Diskussion um die kantonale Pensionskasse ein. Handelskammer-Direktor Daniel Probst fordert, dass der «angerichtete Schaden wieder behoben wird». SP-Fraktionschef Markus Ammann vermisst «jegliche politische Sensibilität».

Zur Erinnerung: Recherchen dieser Zeitung hatten eine massive Lohnerhöhung für den PK-Chef zutage gefördert. Dieser sprang gleich um drei Lohnstufen (und damit 27’000 Franken) auf neu rund 205’000 Franken hinauf. Und dies ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die Ausfinanzierung der Pensionskasse für ein Milliardenloch in der Rechnung des Kantons gesorgt hatte.

SP-Fraktionschef Markus Ammann (Olten) hält die Lohnerhöhung vor dem Hintergrund von klammen Kantonsfinanzen und sinkenden Umwandlungssätzen für die Rentenbezüger für «unsensibel». Er vermisst «jegliche politische Sensibilität». «Eine geringere oder wenigstens schrittweise und gegebenenfalls leistungsabhängige Anpassung wäre wohl passender gewesen», schreibt der Oltner SP-Kantonsrat in einer Stellungnahme gegenüber dem Fernsehsender Tele M1.

Zwar sei der Lohn des Pensionskassendirektors im Vergleich mit Amtschefs «eher tief» und eine Anpassung nach oben deshalb nicht unter allen Umständen falsch. «Der Sprung von drei Lohnklassen ist sehr aussergewöhnlich, wenn nicht gar unpassend.»

Ammann kritisiert auch, dass weder die Öffentlichkeit noch die zuständige Finanzkommission des Kantonsrates je über den Entscheid informiert worden sind. «Kommunikation und Transparenz sind nicht so, wie wir sie von einer öffentlich-rechtlichen Anstalt verlangen», hält der SP-Frontmann fest.

Vertreter der Solothurner SVP hatten den Rücktritt von Pensionskassen-Chef Reto Bachmann und von Beat Käch, dem Präsidenten der Verwaltungskommission, gefordert. Diese Forderungen weist SP-Fraktionschef Ammann als «vorschnell» und «unehrlich» zurück, da sie auf falschen Argumenten beruhten. «Die nötige milliardenschwere Sanierung zulasten des Kantons kann nicht einfach der Pensionskasse oder deren Leitung angelastet werden.»

«Fehler müssen korrigiert werden»

Doch es geht nicht nur um die Lohnerhöhung des Pensionskassen-Chefs und vier weiterer Mitarbeiter. Die Recherchen dieser Zeitung zeigten auch: 2015 hatte die Kasse aus bisher nicht nachvollziehbaren Gründen nur 1,0 statt 1,5 Prozent Risikobeiträge bei den Arbeitnehmern eingefordert. Damit entgingen der Kasse 3 Mio. Franken.

Hier setzt Handelskammer-Direktor Daniel Probst an. Für ihn ist dieser Vorgang, den die Verwaltungskommission der Kasse abgesegnet hatte, «absolut unverständlich». Fehler könnten zwar passieren. «Aber sie müssen korrigiert werden.» Als Konsequenz fordert Probst nun, dass entweder der Arbeitgeber während eines Jahres 0,5 Prozent weniger in den Risikofonds einbezahlt oder dass die Arbeitnehmer während eines Jahres die versäumten Beiträge nachbezahlen.

Probst erinnert in diesem Zusammenhang an die Pensionskassen-Vorlage, über die das Volk abgestimmt hat. Schon damals hat die Handelskammer moniert, dass die Destinatäre zu wenig Verzichtsmassnahmen leisten müssten. Anders haben die damaligen Befürworter argumentiert. Sie haben immer mit einem ungleich höheren Beitrag der Arbeitnehmer argumentiert. «So wie es aussieht, ist die scheinbare Schlechtbehandlung der Destinatäre noch nicht aus den Köpfen der Verantwortlichen verschwunden», hält Probst fest.

Quelle: Solothurner Zeitung
07.04.16

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7.4.2016

Pensionskasse Solothurn – Der Überflieger gibt zu reden. Teil 2

Der Lohn des Pensionskassen-Chefs führt zu hitzigen Diskussionen. Ist die Kritik berechtigt oder wären die Löhne anderer Bosse eher zu betrachten als Reto Bachmanns Salär?

Noch einmal ausdrücklich an dieser Stelle: Bei den kritischen Fragen zum Lohn des Chefs der kantonalen Pensionskasse handelt es sich nicht um eine Neiddiskussion. Sie kann es auch gar nicht sein, bei guten zweihunderttausend Franken im Jahr.

Dafür müsste, wenn schon, das schwindelerregende zweistellige Millionensalär des UBS-Bosses Ermotti herhalten. Doch der Fantasiesprung über drei Lohnklassen ist und bleibt politisch betrachtet höchst unsensibel.

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Attraktive Löhne für hervorragende Leistungen liegen jedoch durchaus im Interesse unseres Kantons. Schliesslich geht es darum, auch die Topstellen mit den besten Bewerbern zu besetzen.

Mit seinen Leistungen braucht sich der Kanton Solothurn beileibe nicht zu verstecken. Nicht vergessen wollen wir etwa den national schier einmaligen Gesamtarbeitsvertrag, der einen paradiesisch anmutenden Arbeitnehmerschutz garantiert.

Die zentrale Lage, Bildungs- und Kulturangebote, aber auch niedrigere Lebenshaltungskosten dürfen sich ebenfalls sehen lassen. Letztlich wird demnach nicht allein der Nettolohn ausschlaggebend sein, ob sich jemand auf den Arbeitgeber Kanton Solothurn einlässt oder nicht. Deshalb hinken reine Zahlenvergleiche mit andern Kantonen gewaltig. Also, bitte aufhören damit.

In diesem Zusammenhang fällt unangenehm auf, dass andere Schweizer Löhne lediglich dann zu Rechtfertigungen für Angleichungen herangezogen werden, wenn sie höher sind als in unserem Kanton. Doch es existieren durchaus mehrere Berufsgruppen, bei denen es gerade umgekehrt ist. In solchen Fällen wird wohlweislich geschwiegen.

theodor.eckert@azmedien.ch

Quelle: Solothurner Zeitung
07.04.2016