Pensionskasse des Kantons Nidwalden

10.12.2017

Mehr Flexibilität beim Rentenalter für Nidwaldner Kantonsangestellte

Die Regierung will es kantonalen Angestellten ermöglichen, bis 70 zu arbeiten. Zudem soll es möglich sein, Unterstützung bei frühzeitiger Pensionierung anzubieten. …mehr

Der Vorschlag der Nidwaldner Regierung sieht vor, dass es künftig für Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung möglich sein soll, das Arbeitsverhältnis über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus bis maximal zum 70. Altersjahr weiterzuführen. Ein Anrecht darauf besteht allerdings nicht. Die Mitarbeiter sollen im Gegenzug weiterhin bei der Pensionskasse versichert bleiben.

Es werde so für die kantonalen Angestellten attraktiver, länger als bis zum 65. Altersjahr zu arbeiten. Mit den Gesetzesanpassungen kann die kantonale Verwaltung laut der Regierung das Potenzial und die Erfahrung älterer Mitarbeiter verstärkter nutzen und ist so besser auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel vorbereitet.
Kein genereller Anspruch mehr auf Übergangsrente

Der zweite Teil der sogenannten Teilrevision des Gesetzes über das öffentlich-rechtliche Arbeitsverhältnis und über die kanto­nale Pensionskasse regelt die Modalitäten für vorzeitige Pensionierungen. Ein genereller Anspruch auf eine Übergangsrente besteht demnach nicht mehr. Wer freiwillig vorzeitig in den Ruhestand tritt, hat keinen Anspruch auf Geld. Der Regierungsrat vertritt jedoch die Meinung, dass es auch künftig Möglichkeiten für eine vorzeitige Pensionierung brauche. Es soll eine AHV-Ersatzrente ausgerichtet werden können, wenn die Person das 62. Altersjahr vollendet hat und entweder schwerwiegende gesundheitliche Probleme vorliegen oder organisatorische Änderungen wie etwa Umstrukturierungen zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses führen. Der Regierungsrat plant, die Ersatzrente, die auf höchstens 60 Prozent der maximalen einfachen AHV-Altersrente begrenzt ist, als Einlage in die Pensionskasse auszurichten.

Anpassungen kommen gut an

In der Vernehmlassung wurden die Gesetzesanpassungen grösstenteils positiv bewertet. So ist die geplante Möglichkeit, die Pensionierung künftig längstens bis zum Erreichen des 70. Altersjahres aufschieben zu können, völlig unbestritten. Kritische Äusserungen gab es bei der vorzeitigen Pensionierung. Einige Vernehmlassungsteilnehmer lehnten die Abgangsentschädigung für vorzeitige Pensionierungen ab. Dies mit der Begründung, dass mit dieser Entschädigung etwa die vorzeitige Pensionierung gefördert würde. Kontroversen gab es bei den Kriterien für die Rente. Den einen sind sie zu starr, den anderen zu offen.
Kommission begrüsst neue Möglichkeiten

Aufgrund der laut dem Regierungsrat überwiegend positiven Vernehmlassungsantworten hält dieser am aufgezeigten Vorschlag fest. So scheine etwa die Möglichkeit, die Altersrente bis längstens 70 aufschieben zu können, einem Bedürfnis sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer zu entsprechen. Zudem sei dies aufgrund der demografischen Entwicklung auch angezeigt.

Die Kommission für Finanzen, Steuern, Gesundheit und Soziales (FGS) hält in ihrem Bericht fest, dass es bereits heute Möglichkeiten gebe, die Pensionierung flexibel zu gestalten. Diese Regelungen seien jedoch nicht ­attraktiv. Daher sei es richtig, Möglichkeiten zu schaffen, um wertvolle Mitarbeiter weiterbeschäftigen zu können. Auf der ­anderen Seite könne es auch sinnvoll sein, nicht mehr voll leistungsfähigen Mitarbeitern einen Anreiz zu bieten, sich frühzeitig pensionieren zu lassen. Dabei ist für die Kommission laut dem Bericht entscheidend, dass eine Abgangsentschädigung nur dann geschuldet sei, wenn das Arbeitsverhältnis durch den Arbeitgeber gekündigt oder im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst worden sei. Die Kommission unterstützt die vorgelegte Teilrevision der beiden Gesetze einstimmig.

Das Geschäft geht auf eine Motion der beiden SVP-Landräte Jörg Genhart (Stans) und Pius Furrer (Ennetbürgen) zurück, die der Landrat vor gut zwei Jahren gutgeheissen hatte. Die Motio­näre vertraten die Ansicht, dass der heutigen demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung mit einer flexibleren Gestaltung der Lebensarbeitszeit besser Rechnung getragen werden solle.

Quelle: Luzerner Zeitung
05.12.2017

 

22.5.2017

Weniger Leistungseinbussen für Nidwaldner Neurentner

Um die maximalen Leistungseinbussen für Neurentner abfedern zu können, will die Nidwaldner Regierung das Pensionskassengesetz anpassen. Sie schlägt vor, die Mittel dafür neu aus dem ehemaligen Teuerungsfonds zu verwenden.

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Nach der Auswertung der Vernehmlassung hätten sich keine Veränderungen ergeben, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Die Regierung verabschiedete darum die dazu notwendige Teilrevision des Gesetztes über die kantonale Pensionskasse an den Landrat.

Nach der Auswertung der Vernehmlassung hätten sich keine Veränderungen ergeben, teilte die Staatskanzlei am Montag mit. Die Regierung verabschiedete darum die dazu notwendige Teilrevision des Gesetztes über die kantonale Pensionskasse an den Landrat.

Quelle: Luzerner Zeitung
22.05.2017

11.1.2017

Arbeitnehmer müssen Opfer bringen

Pensionskasse Nidwalden – Steigende Lebenserwartung, sinkende Zinsen. Auch die Pensionskasse Nidwalden bleibt von den Entwicklungen nicht verschont – und reagiert. Sie informierte die Arbeitnehmer, was das für sie heisst.

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Nachdem in der ersten Dezemberhälfte an sämtliche Betroffenen ein Newsletter mit individuellen Leistungszahlen und detaillierten Informationen zu den getroffenen Massnahmen versandt worden war, lud die Pensionskasse am Montagabend zu einer Informationsveranstaltung ein. Anlass zum Jubeln hatten die Arbeitnehmer des Kantons Nidwalden und der anderen der Kasse angeschlossenen Betriebe nicht gerade, die sich im Pestalozzisaal Stans aus erster Hand über die Neuigkeiten ihrer Pensionskasse informieren liessen.

Schliesslich werden die rund 2500 Versicherten stärker zur Kasse gebeten – und müssen gleichzeitig je nach Jahrgang Rentenkürzungen in Kauf nehmen. Roger Metz, Geschäftsleiter der Pensionskasse Nidwalden, erläuterte die Gründe dafür. «Die Kasse verzeichnet Umwandlungsverluste. Diese müssen aus der eigenen finanziellen Kraft getragen werden. Können sie nicht an den Kapitalmärkten erwirtschaftet werden, belastet dies das Jahresergebnis der Kasse.» Am Beispiel von 2015 zeige sich, dass Vorsorgeverpflichtungen von 726,5 Millionen einem Vorsorgevermögen von 724,6 Millionen Franken gegenüberstanden, was einem Deckungsgrad von nur 99,7 Prozent entspreche beziehungsweise einem Fehlbetrag von 1,9 Millionen Franken.

Neben der gestiegenen Lebenserwartung trug gemäss Metz vor allem ein Faktor zu diesem Missstand bei: «Das Zinsniveau stürzte regelrecht in den Keller.» Die Entwicklung schmerze; die Pensionskasse hat 47,6 Prozent ihres Vermögens in Obligationen angelegt. «Auf rund der Hälfte der Anlagen können wir keine Erträge erwirtschaften», so Roger Metz.

2023 gibt es noch 5,3 Prozent

Stephan Wyss, Experte für berufliche Vorsorge, erläuterte vor den rund 100 Interessierten die geplanten Massnahmen. So soll einerseits der Umwandlungssatz schrittweise gesenkt werden – von 6,3 Prozent im vergangenen Jahr auf 6,05 im Jahr 2018 bis schliesslich 5,3 Prozent im Jahr 2023. Das heisst, wer 2018 im Alter von 65 pensioniert wird, erhält jährlich 6,05 Prozent seines Altersguthabens im Zeitpunkt des Rücktritts, wer 2023 als 65-Jähriger in Pension geht, muss sich mit einem Satz von 5,3 Prozent jährlich begnügen. Um die Einbussen nicht höher ausfallen zu lassen, will die Pensionskasse die im Teuerungsfonds der Kasse vorhandenen Mittel einsetzen. Dafür muss allerdings noch der Landrat grünes Licht geben.

Zudem soll der Sparbeitrag erhöht werden – bis zum Alter von 44 Jahren um je 0,5 Prozent und ab dann um je 1,0 Prozent. Der Risikobeitrag wird ebenfalls von aktuell je 1,0 auf neu je 1,5 Prozent angehoben. Die Beitragserhöhungen werden paritätisch von Arbeitnehmern und -gebern getragen. Geschäftsleiter Roger Metz sprach von einer insgesamt ausgewogenen Lösung mit der Mischung aus Leistungsanpassungen und Beitragserhöhungen.

Quelle: Luzerner Zeitung
11.01.2017

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