Pensionskasse Rapperswil Jona

8.2.2016

Pensionskasse der Stadt Rapperswil-Jona baut

An der Säntisstrasse in Rapperswil-Jona entsteht eine Überbauung für 16 bis 19 Millionen Franken. Fünf Altbauten weichen drei vierstöckigen Gebäuden mit 41 Mietwohnungen. 

An der Säntisstrasse, südlich des Kunstzeughauses von Rapperswil-Jona, entsteht eine neue grosse Überbauung. Die Pensionskasse der Stadt hatte die Pläne im letzten Frühling vorgestellt. Ab Dienstag liegen der Überbauungsplan und das Bauprojekt für 30 Tage öffentlich auf, wie die Stadt am Montag mitteilte.

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Landabtausch mit Genossenschaft

Nördlich und südlich der Säntisstrasse sollen insgesamt drei vierstöckige Gebäude mit 41 Mietwohnungen entstehen. Dank des Überbauungsplans kann die Pensionskasse ein Stockwerk höher bauen, als es der Zonenplan vorsieht. Zudem gibt es gegenüber der Regelbauweise 20 Prozent mehr Ausnützung.

Fünf zweistöckige Altbauten mit Dachstock aus den Fünfziger-Jahren werden abgerissen. Die Zahl der Wohnungen verdoppelt sich mit der verdichteten Bauweise in etwa.

Eines der alten Gebäude gehört der Baugenossenschaft Rapperswil-Jona. Mit dieser ist ein Landabtausch bei der Neuapostolischen Kirche an der Kreuzstrasse abgemacht. Dort will die Genossenschaft günstige Wohnungen bauen.

Quelle: Südostschweiz

1.4.2015

Städtische Pensionskasse plant eine neue Überbauung Säntisstrasse

Die städtische Pensionskasse ist eine selbständige öffentlich-rechtliche Körperschaft, die die städtischen Mitarbeitenden (ohne Lehrpersonen) sowie die Mitarbeitenden der Stiftung RaJoVita versichert. Die Pensionskasse ist ihren Destinatären verpflichtet, d. h., dass sie das Vermögen unter Risiko- und Ertragsabwägungen sorgfältig und bestmöglich bewirtschaften muss.
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Die städtische Pensionskasse hat traditionell einen hohen Anteil an Immobilien. Sie sieht sich derzeit den gleichen Herausforderungen wie alle institutionellen Anleger gegenüber mit Minuszinsen und volatilen Kapitalmärkten. Die Pensionskasse hat einige Wohnliegenschaften in Rapperswil-Jona. Bei sämtlichen Liegenschaften wurden Zustandsanalysen erstellt und ein eigentliches Unterhaltsprogramm erarbeitet. Hieraus ging unter anderem auch die Gesamtsanierung der Liegenschaft Mythenstrasse hervor.

An der Säntisstrasse besitzt die Pensionskasse vier Mehrfamilienhäuser. Bei diesen aus den 1950er-Jahren stammenden Gebäuden zeichnet sich ein hoher Unterhaltsbedarf ab. Aufgrund des Zustandes der Gebäude, der Grösse, der Wohnungsgrundrisse etc. sind grössere Sanierungsmassnahmen nicht mehr lohnenswert. Die Grundstücke sind stark unternutzt.

Die Pensionskasse hat beschlossen, diese Mehrfamilienhäuser abzubrechen und neu zu erstellen. Um einerseits eine architektonisch und städtebaulich überzeugende Lösung zu finden und andererseits ein wirtschaftlich gutes Projekt zu realisieren, hat sie mit Unterstützung der asa, Arbeitsgruppe für Siedlungsplanung und Architektur AG, Rapperswil, einen anonymen Wettbewerb mit fünf eingeladenen Architektur-Teams aus Rapperswil-Jona durchgeführt.

Baugenossenschaft Rapperswil-Jona beteiligt sich an Wettbewerb
Die Baugenossenschaft Rapperswil-Jona besitzt angrenzend an die Grundstücke der Pensionskasse ebenfalls ein Mehrfamilienhaus und für sie stellen sich die ähnlichen Grundsatzfragen. Ihr Grundstück war ebenfalls im Verfahren integriert.

Architektonisch und städtebaulich überzeugendes Projekt mit hoher Wirtschaftlichkeit
Siegreich war das Projekt „ManiMatter“ der raumfindung architekten, Rapperswil. Das architektonisch ansprechende Projekt sieht entlang der Säntisstrasse drei Baukörper vor, welche 41 Wohnungen, vor allem 3 ½-Zimmer- und 4 ½-Zimmer-Wohnungen, vorsieht.

Bericht der Jury
Geschickt werden drei gegliederte, viergeschossige Gebäudevolumen präzis und selbstverständlich dem Strassenverlauf folgend auf die Grundstücke südlich und nördlich der Strasse gesetzt. Es gelingt mit einem Versatz den leicht gekrümmten Verlauf der Strasse aufzunehmen und mit den Versatzlängen eine quartiertypische Massstäblichkeit zu erreichen. Die Ausformulierung eines mittig angeordneten Durchganges betont die Zweiseitigkeit des Gebäudes und nutzt geschickt die Situation, gedeckt in die hier angeordneten Veloräume zu gelangen. Die beiden Tiefgarageneinfahrten liegen am westlichen Grundstückende vis-à-vis zueinander angeordnet. Die Längen der Einfahrten scheinen aber unrealistisch kurz zu sein und dürften vor allem im Norden die Erdgeschosswohnung beeinträchtigen. Die Aussenräume werden mit den Loggien und den offenen Treppenhäusern auf interessante Weise stark aufgeladen und beleben den Freiraum. Im Gegensatz dazu umspült das Umgebungsgrün unspektakulär die Gebäude in wohltuender Art und Weise. Der Zwischenraum zu den Nachbarn im Süden bleibt mit seinen angenehmen Proportionen ähnlich zu den heutigen Verhältnissen erhalten. Ein aussenliegendes Treppenhaus im Norden erschliesst effizient in der Regel drei Wohnungen pro Geschoss. Es bildet den volumetrischen Versatz im Norden, während im Süden die Loggia der mittleren Wohnung an diesem Gelenk liegt. So entstehen recht kompakte Baukörper, was sich sowohl auf die Erstellungskosten, als auch auf die Energiebilanz positiv auswirkt. Mit 41 Wohnungen und Separatzimmer gehört es im Vergleich zu den günstigeren Projekten, weist die grösste Hauptnutzfläche auf und bietet angenehm grosszügige Wohnungen. Die Wohnungen sind mehrheitlich nach drei Seiten orientiert. Die mittleren 2.5- oder 3.5-Zimmer-Wohnungen werden „nur“ von Süden belichtet, erhalten aber dank dem Versatz noch etwas Morgensonne. Die z-förmige Raumkomposition des Wohnbereiches mit der Loggia in der Verlängerung gibt den Wohnungen ein attraktives und grosszügiges Raumgefühl. Der architektonische Ausdruck der Gebäude wird von den umlaufenden Vordächern und der starken Betonung der Vertikalen in der Fassadenkomposition geprägt. Mit den französischen Fenstern erhält jedes Zimmer einen attraktiven Austritt am Fenster. Insgesamt erscheint die Fassaden eher unruhig und wurde innerhalb des Beurteilungsgremiums kontrovers diskutiert. Weniger wäre mehr. Die Volumetrie mit vier fast identischen Geschossen ist vorteilhaft mit einer mässigen Fassadenfläche, die Hybridkonstruktion mit Betondecken, Holzelementen und hinterlüfteten Faserzementplatten ökonomisch sinnvoll. Hingegen sind die Details der Fassaden, der Balkone und des Dachrands etwas aufwendig. Die Kosten pro m2 Hauptnutzfläche und pro Wohnung sind unter dem Durchschnitt aller Projekte. Das Projekt überzeugt mit einer starken städtebaulichen Setzung und vernetzt sich sehr gut mit dem Quartier. Die Wohnungen weisen eine Grundrisstypologie auf, die mit den Loggien an den Ecken oder im Versatz interessant mit dem Freiraum korrespondieren. Die Wohnungen profitieren grösstenteils von einer dreiseitigen Orientierung und bieten eine interessante Raumanordnung.

Nächste Schritte
Im nächsten Schritt wird das siegreiche Projekt unter Berücksichtigung der Hinweise aus dem Wettbewerb zu einem Vorprojekt und dann Bauprojekt weiterentwickelt. Es sind auch die baurechtlichen Grundlagen für die Auflage des notwendigen Überbauungsplanes vorzunehmen.

Quelle: PK Rapperswil-Jona

14.3.2011

Primatwechsel bei der Pensionskasse Rapperswil-Jona

Im Zuge der Vereinigung von Rapperswil und Jona wurde hinsichtlich der Pen-sionskasse der Grundsatz „Eine Stadt – eine Vorsorgelösung“ geprägt. Die Ver-sicherungsverhältnisse der Mitarbeitenden wurden in die neue Pensionskasse Rapperswil-Jona überführt, die aus der Pensionskasse der Stadt Rapperswil hervorgegangen war. Allerdings blieben die Versicherungsverhältnisse mit den Lehrpersonen aus rechtlichen Gründen von der Überführung ausgeklammert. Die Frage der künftigen Primatslösung wurde nun in einem zweiten Schritt an-gegangen.

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Nach der Zustimmung des Stadtrats zur Statutenänderung und zum neuen Vorsorgereglement wird die Statutenänderung und damit der Wechsel vom reinen Leistungsprimat zum sogenannten Mischprimat, bestehend aus Beitragsprimat (Altersvorsorge) und Leistungsprimat (Risikoversicherung), dem fakultativen Referendum unterstellt. Die Mitarbeitenden wurden über die Neuerungen informiert und stehen dem Wechsel mit der dazugehörenden Übergangsordnung grundsätzlich positiv gegenüber. Die Änderung soll auf 1. Januar 2012 in Kraft treten.

Die Pensionskasse Rapperswil-Jona hat derzeit rund 260 aktiv Versicherte und ist damit eine kleine Vorsorgeeinrichtung. Sie verfügt über einen Deckungsgrad von 99%. Die kürzlich durchgeführte externe Analyse bescheinigt der Pensionskasse aufgrund der Struktur der Versicherten grundsätzlich eine gute Risikofähigkeit. Finanzkrise, Deckungslücken bei Pensionskassen, Diskussionen um den Umwandlungssatz sowie die steigende Lebenserwartung der Versicherten tragen zu einer grossen Dynamik im Bereich der Vorsorge bei. Um dieser Dynamik besser Rechnung zu tragen, drängt sich ein Systemwechsel auf.

Beim heute angewendeten Leistungsprimat werden die Leistungen im Alter definiert, woraus sich die Beiträge ergeben. Bei Lohnerhöhungen erfolgt automatisch eine Anpas-sung der Renten, die durch Beiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmenden finanziert werden müssen. Das Leistungsprimat geht grundsätzlich davon aus, dass Mitarbeitende während einer langen Zeit für den gleichen Arbeitgeber arbeiten. Im Beitragsprimat dagegen werden die Beiträge definiert und daraus ergeben sich die Leistungen im Rentenalter. Risiken wie Teuerung, Reduktion des Umwandlungssatzes oder schwankende Renditen haben im Beitragsprimat die Arbeitnehmenden zu tragen. Auf häufigere Stellenwechsel und Anpassungen des Beschäftigungsgrads reagiert das Beitragsprimat flexibler.

Das neue Reglement für die Pensionskasse sieht ein sogenanntes Misch-Primat vor, d.h. Leistungen bei Invalidität und im Todesfall werden weiterhin im Leistungsprimat versichert, während die Altersvorsorge neu dem Beitragsprimat untersteht. Für die Mitarbeitenden existieren drei Vorsorgepläne mit unterschiedlichen Prämien und Altersleistungen; Flexibilität besteht auch hinsichtlich vorzeitiger Pensionierungen, die ab 58 Jahren möglich sind. Die Prämien sind nach Alter abgestuft und reduzieren sich ab Alter 60 um einen vorzeitigen Rücktritt zu begünstigen. Die Aufteilung der Prämien, wonach der Ar-beitgeber 60% der Beiträge leistet und die versicherte Person 40%, bleibt bestehen. Wie hoch die zu erbringenden Leistungen sein werden, lässt sich auch bei einem Misch-Primat nicht im Voraus exakt beziffern. Die Aufwendungen hängen wesentlich davon ab, wer sich wann pensionieren lässt.

Das Vorsorgereglement soll auf 1. Januar 2012 in Kraft treten. Für die am 31. Dezember 2011 rentenbeziehenden Personen bleibt der bisher ausgerichtete Rentenanspruch ge-währleistet.

Um den Systemwechsel vornehmen zu können, müssen die Statuten der Pensionskasse der Stadt Rapperswil-Jona angepasst werden. Im neuen Artikel 8bis verpflichtet sich die Stadt Rapperswil-Jona, der Pensionskasse Stadt Rapperswil-Jona die gesamten Beiträge zu bezahlen, die sich aus der Anwendung des jeweils gültigen Vorsorgereglements der Pensionskasse Stadt Rapperswil-Jona, insbesondere auch der Übergangsbestimmungen beim Wechsel zum Beitragsprimat per 1. Januar 2012 ergeben. Diese Änderung der Statuten untersteht dem fakultativen Referendum. Die Referendumsfrist dauert vom 15. März bis 26. April 2011.

Das neue Vorsorgereglement der Pensionskasse der Stadt Rapperswil-Jona und die Statuten sowie weitere Unterlagen zum Thema können bei der Stadtkanzlei, St. Galler-strasse 40, 8645 Jona, eingesehen oder bezogen werden.

Quelle: PK Rapperswil-Jona