Pensionskasse Stadt Zürich PKZH

8.6.2016

Pensionskasse: Die Stadt Zürich will ihre Beiträge reduzieren

Der Stadtrat von Zürich hält daran fest: Die städtischen Angestellten sollen ab 2017 für einen höheren Anteil an ihren Pensionskassen-Beiträgen selber aufkommen.

Die Stadt reduziert ihre Beiträge und will so über sechs Millionen Franken einsparen. Die geplante Änderung ist nicht unumstritten, wie sich während der Vernehmlassung zeigte. So lehnten sie etwa die Personalverbände – nicht unerwartet – grundsätzlich ab.

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Der Stiftungsrat der städtischen Pensionskasse, in dem die Sozialpartner paritätisch vertreten sind, hat der neuen Beitragsaufteilung zwar zugestimmt, aber nur «mit knapper Mehrheit», wie einer Medienmitteilung des Zürcher Stadtrates zu entnehmen ist.

Wie der Stadtrat weiter festhält, besteht in den stadtinternen Stellen aber ein Konsens: «Das Personal kann sich den Sparbemühungen des Stadtrates nicht entziehen.»

Bundesrecht schreibt Arbeitgeberanteil von mindestens 50 Prozent vor

Der Stadtrat beantragt nun dem Gemeinderat, dass die städtischen Angestellten ab 2017 neu 40 statt 38 Prozent der Spar- und Risikobeiträge an die Pensionskasse bezahlen sollen. Das bedeutet, dass den Angestellten wegen den höheren Abzügen etwas weniger Lohn ausbezahlt wird.

Der Anteil der Stadt soll demgegenüber von 62 auf 60 Prozent fallen. Diese Anpassung hatte der Stadtrat schon im vergangenen Jahr angekündigt. Er erwartet, dass sich so die Ausgaben der Stadt jährlich um mehr als sechs Millionen Franken reduzieren lassen.

Trotz dieser vorgeschlagenen Änderung des Personalrechts: Der Anteil von 60 Prozent, den die Stadt als Arbeitgeber übernimmt, liege noch immer über dem schweizerischen Durchschnitt, hält der Stadtrat fest. Das Bundesrecht schreibt einen Arbeitgeberanteil von mindestens 50 Prozent vor.

Zudem seien die Leistungen der Pensionskasse der Stadt Zürich überdurchschnittlich: Dies trage «weiterhin massgeblich zur Arbeitgeberattraktivität der Stadt» bei, schreibt der Stadtrat.

Quelle: SDA
08.06.2016

8.2.2016

Beim Essen sind die Pensionskassen heikel

Eine Umfrage unter den grossen Pensionskassen zeigt, dass die meisten nicht auf Rohstoffe aus der Landwirtschaft setzen.

Banken sehen keinen Bedarf, die Kunden zum Ausstieg aus Agrarrohstoffen zu bewegen – immerhin ist das Geschäft mit Nahrungsmitteln ein Milliardenmarkt. Weit kritischer ist man bei den Schweizer Pensionskassen. Dies ist  aufschlussreich im Kontext der ­Ab­stimmung zur Juso-Initiative «Stopp der  Spekulation mit Nahrungsmitteln» vom 28. Februar. Die allermeisten an­­gefragten Zweite-Säule-Stiftungen investieren nicht in Agrarrohstoffe oder haben sind unlängst aus diesen Investments zurückgezogen. Dies zeigt eine Umfrage, die der TA unter neun grossen Pensionskassen und dem AHV-Ausgleichsfonds durchführte.

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Kontaktiert wurden die Publica ­(Eidgenossenschaft), die BVK (Kanton Zürich), die Bernische Pensionskasse (Kanton Bern), die Pensionskasse der Stadt Zürich, die Migros-Pensionskasse, die Pensionskassen von PWC (Wirtschaftsprüfer), die Sammelstiftungen Asga und Profond sowie die Pensionskasse von Novartis.

Die AHV und viele Pensionskassen investierten in den letzten zehn Jahren in gemischte Rohstofffonds, die typischerweise 80 bis 90 Prozent Energiewerte und Metalle enthielten und 10 bis 20 Prozent Agrarrohstoffe. Die Anlagenstile waren meist passiv und seltener aktiv. Passiv heisst, dass auf den Verlauf eines Börsenindizes spekuliert wird. Aktiv heisst, dass Pensionskassen an Hedgefonds beteiligt sind, die Rohstofftitel und -Derivate kaufen und verkaufen, um daraus eine höhere Rendite zu erzielen, als wenn sie passiv investieren würden.

Die wichtigen Argumente der Profianleger gegen Agrarrohstoffe sind ­folgende:

  • Keine verlässliche Rendite: Publica sagt, man sehe «keine systematische ­Risikoprämie einer solchen Anlage». Zur Begründung führt sie aus, die Marktlage wechsle stark. Mal seien die Produ­zenten zahlreicher am Markt, mal die ­Abnehmer. «Wir sehen nicht, wie wir daraus einen konstanten Ertrag erzielen könnten», sagt Anlagechef Stefan Beiner. Gleich argumentiert die Bernische Pensionskasse. Sie meide generell «Anlagen, die keinen regelmässigen Ertrag abwerfen». Ähnlich drückt es der AHV-Fonds aus: «Als Anlage haben land­wirtschaftliche Rohstoffe relativ wenig Vorteile, da ihre Preise stark von kurzfristigen Wetterbedingungen beeinflusst sind.» Noch einfacher sagt es die Pensionskasse der Stadt Zürich, die im April 2015 ausgestiegen ist: «Wir mussten ­feststellen, dass wir mit diesen Anlagen systematisch Geld verloren hatten».
  • Wenig relevant für Absicherung: Agrarrohstoffe nützen zur Absicherung gegen Inflations- und geopolitische Risiken. «Doch diesen Zweck erfüllen auch Edelmetall- und Energieanlagen», sagt ein Anlagechef, der nicht zitiert sein will. Dies bestätigt der grosse Anlagestrategieberater der Pensionskassen, PPCmetrics. «Ja, da dieser Effekt ist historisch über Edelmetall- und Energiekomponenten erzielt worden», sagt ­Dominique Ammann. Genau so sieht es der AHV-Fonds, der sich 2014 aus Agrarrohstoffen zurückgezogen hat. Der Fonds setzt jetzt nur noch auf Energie und Edelmetalle. «Dies vor allem, weil sich mit diesen zwei Sektoren, über eine ­längere Zeit gesehen, der höchste ­Mehrwert oder die grössten Diversifikationsvorteile erzielen lassen», sagt Eric Breval, Geschäftsleiter der Ausgleichsfonds AHV/IV/EO. Gleich beurteilen es die Publica und die BVK.
  • Ethische Bedenken: Die BVK schreibt: «Aus Gründen der Nachhaltigkeit verzichtet die BVK bewusst auf ­Anlagen in Agrarrohstoffe wie zum ­Beispiele in Mais- oder Weizentermin­kontrakte. Wegen der Abhängigkeit einzelner Entwicklungsländer von den globalen Lebensmittelpreisen sowie der Lebensmittelknappheit in zahlreichen Regionen der Welt wäre eine solche Anlage nicht mit den definierten Anlagegrundsätzen der BVK vereinbar.» Auch die Pensionskasse von PWC hat sich aus Nahrungsmittelinvestments verabschiedet. «Einerseits aus ethischen Gründen, anderseits weil wir nicht mehr überzeugt waren.»
  • Fehlende Expertise und Nutzen: «Rohstoffe sind für uns kein Thema, da wir weder spezielle Expertisen an Bord haben noch Opportunitäten sehen», sagt Profond-Präsident Olaf Meyer.

Keine Antwort geben wollte die ­Novartis-Pensionskasse. Man wolle ­sich «nicht zu aktuellen politischen Themen und Finanzfragen äussern». Laut Jahresbericht 2014 investiert die Pensionskasse 600 Millionen Franken in Rohstoffe. Sie will auch nicht offenlegen, welchen Anteil Agrarrohstoffe haben.

PPCmetrics schätzt das Engagement aller Pensionskassen in Rohstoffe auf rund 8 Milliarden Franken, knapp 1 Prozent des BVG-Gesamtvermögens – bei einzelnen Pensionskassen bis zu 5 Prozent des Kassenvermögens. «Davon ­machen die Agrarrohstoffe im Schnitt 20 bis 30 Prozent aus.» Dominique ­Ammann von PPCmetrics sagt, dass ­Pensionskassen bei Neuengagements ­zurückhaltend seien. «Einzelne Kassen haben ihre Rohstoffanlagen reduziert, andere halten an ihren Positionen fest.»

Die Asga will Profit machen

Eine solche Kasse ist die Gewerblerkasse Asga mit Sitz in St. Gallen (88 000 Ver­sicherte, 12 Milliarden Franken Ver­mögen). Sie hat seit Ende 2011 mit zwei Fonds in Rohstoffe investiert, wovon ein Viertel bis ein Drittel auf Nahrungsmittel entfallen, rund 200 Millionen Franken. Man habe damit Geld gewonnen. Der eine Fonds habe sei 2011 kumuliert rund 10 Prozent Erträge generiert, der andere 20 Prozent. Die Asga suche die «langfristige nachhaltige Wertvermehrung», den Inflationsschutz und eine «Ergänzung zum traditionellen Anlage­universum».

Was die Asga an der politischen Debatte stört, ist, dass der «positive Beitrag» der Finanzspekulation untergehe. «In einer perfekten Welt, wo Rohstoffproduzenten zu jeder Zeit und jedem Preis direkt an Konsumenten verkaufen können, wäre der Rohstoffinvestor nicht notwendig», sagt Asga-Anlagechef Jürg Althaus. Doch eine solche Welt gebe es nicht. Liquidität schmiere die ­Finanzmärkte, wozu auch der Rohstoffmarkt gehöre. Pensionskassen leisteten einen wichtigen Beitrag zur Handel­barkeit. Solange sich die Investoren innerhalb des gesetzlichen Rahmens be­wegten, würden sie «einen wichtigen Beitrag zu einem funktionierenden und effizienten Rohstoffmarkt» leisten. Davon profitierten «die Produzenten und die Konsumenten».

Günstiger dank Spekulation

Unredlich sei auch – so der Asga-Anlagechef –, dass während Zeiten steigender Rohstoffpreise (in den Jahren 2009 bis 2011) sich die Gegner von Rohstoff­spekulationen besonders vehement gegen solche äusserten. Was sie verschweigen würden, ist, dass in fallenden Märkten Spekulanten ebenfalls präsent sind. «Dieses spekulative Element kann Preise weiter nach unten drücken, was den Konsumenten zulasten des Produzenten begünstigt», sagt Althaus.

Ob dieser Einfluss nun nützlich oder schädlich ist, ist unter Wissenschaftlern sehr umstritten. Vor allem die An­fälligkeit auf Manipulationen wird hinterfragt: «Gewisse Studien zeigten, dass ­Finanzanleger im kurzfristigen Markt einen Einfluss auf den Preis ha-ben könnten», sagt Publica-Anlagechef ­Beiner. Mittel- bis langfristig sei dies ­allerdings nicht der Fall.

Argument der Preissicherheit

Trotz all dieser Vorbehalte plädiert der Präsident des Pensionskassenverbands Asip, Christoph Ryter, für «ein möglichst freies Anlageuniversum». Gerade bei Agrarrohstoffen würden Vorsorgeeinrichtungen «nicht als Spekulanten auftreten». Im Gegenteil, sie böten «den Produzenten eine Versicherung an, indem sie schon zu einem frühen Zeitpunkt für fixe Abnahmepreise und damit Preissicherheit sorgen», sagt der Asip-Präsident, der die Pensionskasse der Migros leitet. «Die Pensionskassen verantwortlich zu machen für Hungerkatastrophen ist unseriös», meint Chris­toph Ryter.

Quelle: Tages Anzeiger

20.3.2015

Jahresperformance 2014: 7.1 %

Die PKZH erzielte im Jahr 2014 mit 7.1 % erneut eine gute Rendite auf ihren Vermögensanlagen. Der Deckungsgrad stieg von 114.7 % auf 118.8 % per Ende 2014.

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Positive Renditen auf fast allen Anlagekategorien

Mit Ausnahme der Rohstoffanlagen, die vor allem unter dem Erdölpreiszerfall litten und einen Drittel ihres Wertes einbüssten, erzielten alle Anlagekategorien positive Renditen. Am besten schnitten dabei die Private Equities mit 18.7 % sowie die ausländischen Immobilienanlagen mit 18.3 % ab. Auch die Schweizer Immobilien erreichten ein gutes Resultat (7.2 %). Die schweizerischen Aktien übertrafen mit einer Rendite von 12.1 % die ausländischen Aktien, die 9.4 % abwarfen. Die Rendite der breit diversifizierten Hedge-Funds-Anlagen lag mit
6.6 % etwas tiefer, aber über den Erwartungen. Die tiefsten positiven Renditen stammen von den inflationsgeschützten Obligationen mit 0.8 % (Schweiz) bzw. 3.7 % (Fremdwährungen). Die nominalwertigen Obligationen lieferten aufgrund erneut sinkender Zinsen mit 7.2 % (Inland) bzw. 8.8 % (Ausland) erfreuliche Renditen. Das zukünftige Ertragspotenzial dieser Anlagen ist aber aufgrund der noch tieferen Zinsen als vor Jahresfrist tief. Über die nächsten Jahre erwartet die PKZH hier aufgrund der inzwischen sogar verbreitet negativen Zinsen Verluste (siehe Top News vom 25. Februar 2015).

Grosser Einfluss der Währungsabsicherung

Das erzielte Ergebnis wurde durch die weitgehende Währungsabsicherung auf den ausländischen Anlagen spürbar negativ beeinflusst. Vor allem aufgrund der Aufwertung des USD hätte ohne Währungsabsicherung eine Rendite von 11.5 % anstatt 7.1 % resultiert. Pensionskassen mit einer geringeren Währungsabsicherung haben im letzten Jahr entsprechend höhere Renditen erzielt, weshalb das Ergebnis der PKZH leicht unter dem Schweizer-PK-Durchschnitt liegt (7.3 % gemäss UBS-Pensionskassenbarometer). Der Wert der Währungsabsicherung zeigte sich jedoch bereits im Januar des laufenden Jahres: Dank der weitgehenden Absicherung der Fremdwährungsrisiken hat die PKZH die Aufhebung des EUR-Mindestkurses durch die SNB gut überstanden (siehe Top News vom 23. Januar 2015). Die Verluste aus der Währungsabsicherung im letzten Jahr konnten dabei mehr als kompensiert werden. So betrug die Gesamtrendite mit Währungsabsicherung über die 13 Monate von anfangs 2014 bis Ende Januar 2015 6.9 %, wogegen sie ohne Währungsabsicherung nur 5.1 % ausgemacht hätte.

Anlageperformance pkzh 2014

Mit dem guten Anlageergebnis konnten die Verzinsung der Altersguthaben im 2014 (3.0 %) und der Rentner-Kapitalien (3.0 %) finanziert werden. Mit den restlichen Mitteln wurden die Rückstellung für zunehmende Langlebigkeit und die Wertschwankungsreserve erhöht, die damit beinahe vollständig geäufnet ist (19 %).

Die gute Rendite wird auch an die Aktiv Versicherten weitergegeben, indem die Altersguthaben im Jahr 2015 mit 2.5 % verzinst werden, was deutlich mehr ist als der vom Bundesrat festgelegte Mindestzins von 1.75 %.

Quelle: PKZH

25.2.2015

PKZH ergreift Massnahmen gegen negative Zinsen

Die PKZH hat die Aufhebung des EUR-Mindestkurses gut überstanden (siehe Top-News vom 23. Januar 2015). Die dadurch ausgelöste negative Verzinsung vieler Schweizer Nominalwerte bereitet aber den Pensionskassen noch massivere Schwierigkeiten. Die PKZH stellt sich diesen Herausforderungen und sie ist dafür gut gerüstet.

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Vermögensumschichtungen als Massnahme zur Schadenminderung

Die Anlagekommission der PKZH hat am 23. Februar 2015 Massnahmen beschlossen, mit denen die Auswirkungen der derzeit herrschenden negativen Zinsen auf das PKZH-Vermögen gemildert werden können. Diese Massnahmen umfassen verschiedene Vermögensumschichtungen:

  • Die Liquidität sowie die CHF-Obligationen werden zugunsten von Fremdwährungsobligationen, Aktien, Hedge Funds und Commodities abgebaut, für die eine höhere Rendite erwartet wird.
  • Diese Anlagen weisen jedoch höhere Risiken auf. Die Umschichtungen erfolgen deshalb möglichst diversifiziert, d.h. verteilt über mehrere Anlagekategorien.
  • Die Massnahmen werden zudem zeitlich gestaffelt umgesetzt. Damit wird verhindert, dass das Vermögen an einem einzigen, sich hinterher möglicherweise als ungünstig erweisenden Tag umgeschichtet wird.

Trotzdem ist mit tieferen Gesamtrenditen zu rechnen

Mit den beschlossenen Massnahmen versucht die Anlagekommission, das PKZH-Vermögen etwas besser auf die vorherrschende Zinslage auszurichten. Es muss aber leider festgehalten werden, dass Pensionskassen den negativen Zinsen nur teilweise ausweichen können.

  • Die Verzinsung von CHF-Nominalwerten ist generell die Basis für die auf dem Gesamtvermögen zu erwartende Rendite.
  • Andere Anlagen wie Immobilien oder Aktien lassen im Vergleich zu den CHF-Nominalwerten eine Risikoprämie erwarten, d.h. eine im Vergleich zu den CHF-Nominalwerten höhere Rendite als Entschädigung für die zusätzlich eingegangenen Risiken.

Wenn also die Verzinsung der CHF-Nominalwerte sinkt, so muss – bei unveränderten Risikoprämien – auch von tieferen Gesamtrenditen auf den Immobilien, Aktien usw. ausgegangen werden.

Die PKZH ist gut gerüstet für schlechtere Zeiten

Die derzeit negativen Zinsen machen die nachhaltige Finanzierung der Leistungen deshalb schwierig. Mit einem Deckungsgrad von aktuell 120.3% (Stand 23. Februar 2015) verfügt die PKZH aber über genügend Reserven, um allenfalls auch mehrere Jahre mit tiefen Anlageerträgen gut überstehen zu können.

Quelle: PKZH

23.1.2015

PKZH übersteht Aufhebung des Euro-Mindestkurses gut

Am 15. Januar 2015 hob die Schweizerische Nationalbank (SNB) den Euro-Mindestkurs von 1.20 völlig überraschend auf. Dies führte zu einer Aufwertung des Schweizer Frankens um mehr als 15% gegenüber den meisten Währungen. Zugleich stürzten die Kurse der Schweizer Aktien um rund 14% ab.

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Die PKZH hat diese Turbulenzen gut überstanden. Per 21. Januar 2015 liegt der seit Jahresbeginn aufgelaufene Verlust bei lediglich 0.9% und der Deckungsgrad beträgt 117%. Für dieses vergleichsweise gute Resultat sind zwei Faktoren verantwortlich:

  • Weitgehende Absicherung der Fremdwährungsanlagen gegenüber Wechselkursschwankungen: Damit konnten die auf ausländischen Anlagen erlittenen Verluste zu einem grossen Teil durch Gewinne auf der Währungsabsicherung kompensiert werden. Ohne Währungsabsicherung hätte die PKZH einen Verlust von mehr als 10% erlitten.
  • Vergleichsweise tiefe Quote in Schweizer Aktien: Vor dem Entscheid der SNB waren 5.6% des PKZH-Vermögens in schweizerische Aktien investiert. Der Effekt des Kurssturzes dieser Titel auf das Gesamtvermögen war entsprechend begrenzt und machte -0.8% aus.

Quelle: PKZH

22.1.2015

Städtische Angestellte müssen mehr in die Pensionskasse zahlen

In kleinen Schritten versucht der Stadtrat, bis 2018 das grosse Ziel der ausgeglichenen Rechnung zu erreichen; alle paar Monate gibt es eine knappe Information. Gestern gab er seine Massnahmen im Personalbereich bekannt. Sie sollen die Stadtkasse jährlich zwischen 11 und 17 Millionen Franken entlasten. Zum Vergleich: Der Personalaufwand der Stadtverwaltung ist in diesem Jahr mit 2790 Millionen Franken budgetiert, dies bei Gesamtaufwendungen von 8544 Millionen und einem Defizit von 130 Millionen Franken.

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Entlassungen als Sparmassnahme sind nicht vorgesehen, doch müssen alle Departemente und Dienstabteilungen prüfen, ob frei werdende Stellen zwingend wieder besetzt und ob die neu bewilligten Stellen unbedingt zu besetzen seien. Was das finanziell bringt, weiss die Stadt nicht. Lohnerhöhungen sind nur noch beschränkt möglich. Individuelle Prämien für gute Leistungen soll es weiterhin geben, total für eine Summe von 4,6 Millionen Franken pro Jahr. 1,7 Millionen werden gespart, indem die Mitarbeiter keine Reka-Rail-Gutscheine mehr vergünstigt beziehen können. Die Lunch-Checks dagegen bleiben.

Mehrere Sparmassnahmen betreffen den Vorsorgebereich, einzelne müssen dem Gemeinderat vorgelegt werden. Erstens will der Stadtrat die Arbeitgeberbeiträge für die Pensionskasse von 62 auf 60 Prozent senken, was für die Stadt jährliche Einsparungen von 6,4 Millionen Franken bringt und für die Mitarbeitenden «etwas höhere Lohnabzüge für Arbeitnehmerbeiträge». Mit 60 Prozent liegt der Arbeitgeberanteil laut Stadtrat immer noch über dem Schweizer Durchschnitt und ist gleich hoch wie beim Kanton Zürich.

Fertig mit Frühpensionierungen

Zweitens will der Stadtrat vorzeitige Altersrücktritte ab 58 nicht mehr fördern. Die Beteiligung an den Überbrückungszuschüssen für die fehlende AHV-Altersrente erfolgt nur noch bei unfreiwilligen Altersrücktritten, beispielsweise bei Stellenabbau oder infolge Reorganisation. Damit sind Einsparungen von etwa 10 Millionen Franken möglich, allerdings erst ab dem Jahr 2018.

Der Stiftungsrat der Pensionskasse der Stadt Zürich beschloss überdies, die Umwandlungssätze ab 2016 nach Alter abgestuft zu reduzieren. Die Sparbeiträge der Mitarbeiter werden erhöht, gleichzeitig aber die Risikobeiträge von 3 auf 2,5 Prozent gesenkt. Letzteres entlastet die Stadtkasse um jährlich 3 Millionen und die Angestellten um 2 Millionen Franken. Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) spricht von einem «moderaten Sparkurs». Der Stadtrat sei sich der Belastung bewusst, den diese Massnahmen den Mitarbeitenden brächten, doch bleibe die Stadt weiterhin eine attraktive Arbeitgeberin.

«Keinesfalls moderat», kommentierte umgehend der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich. Während die Lohnentwicklung faktisch gestoppt sei, werde das Personal mit höheren Beiträgen in die Pensionskasse belastet. Um die Höhe der Alterspension trotz weiterer Absenkung zu gewährleisten, soll das Personal nun jedes Jahr 7 Millionen Franken mehr an Sparbeiträgen zahlen. Kurz: «Mehr Beiträge für gleich viel Rente.» Für die Gewerkschaft VPOD gerät die Stadt damit weiter ins Hintertreffen. Mit erhöhter Fluktuation sei zu rechnen angesichts des faktischen Lohnstopps. Nach den Produktivitätssteigerungen der letzten Jahre ist für den VPOD beim Personal «die Zitrone ausgepresst».

Dass das Personal einen Sparbeitrag leisten müsse, liegt für die SP auf der Hand. Die Kürzungen bei der Pensionskasse sieht sie aber «kritisch», weil das zu einer Mehrbelastung der Arbeitnehmenden führe. Die Grünen nehmen «mit Befriedigung zur Kenntnis, dass der Stadtrat trotz grossem Spardruck darauf verzichtet, einschneidende Sparmassnahmen beim städtischen Personal vorzunehmen». Auch im Bereich der Vorsorge sei das Sparpaket ausgewogen.

Weitere Massnahmen folgen

Für die SVP ist der Massnahmenplan des Stadtrats «halbherzig» und kein Ausdruck «ultimativen Sparwillens». Auch vermisst die SVP konkrete Zahlen, kommt aber nach eigenen Berechnungen auf Nettoeinsparungen zwischen 37 und 59 Millionen Franken. Die FDP will sich nach Auskunft von Parteipräsident Michael Baumer erst äussern, wenn der konkrete Vorschlag vorliegt. Sie habe aber schon in der Budgetdebatte gesagt, das Stellenwachstum müsse gebremst werden. «Ob man ein paar Reka-Cheks weniger oder mehr verteilt, macht den Braten nämlich nicht fett.»

Neben dem Personal will der Stadtrat auch noch bei den freiwilligen Beiträgen sparen (5 bis 6 Millionen Franken pro Jahr) und beim Sachaufwand (22 bis 34 Millionen). Zudem will er die Erträge steigern (8 bis 11 Millionen). Wo, wie und was ist aber noch nicht beschlossen und wird später in weiteren kleinen Schritten bekannt gegeben.

Quelle: Tages-Anzeiger

22.1.2015

Die Stadt Zürich spart ein bisschen bei den Löhnen

Der Zürcher Stadtrat will jährlich 11 bis 17 Millionen im Personalbereich sparen. So sollen die Angestellten künftig mehr an die Pensionskasse zahlen und keine vergünstigten Reka Rails mehr beziehen können.

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Der Stadtrat hatte Anfang Dezember kommuniziert, dass er im Personalbereich sparen wird. Heute Donnerstag stellte er nun die ausgearbeiteten Massnahmen für die Jahre 2016 bis 2018 vor. Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) bezeichnete die Sparmassnahmen beim Personal als «moderat». Es werde nicht auf dem Buckel des Personals gespart, betonte Leupi auf Anfrage.

Die Stadt Zürich wolle mit konkurrenzfähigen Anstellungsbedingungen weiter auf dem Arbeitsmarkt bestehen können, heisst es in der Mitteilung des Stadtrates. Eine wichtige Komponente bilde der Lohn.

Weiter Lunch-Checks

Ursprünglich sollte es für 2016 bis 2018 gemäss Stadtrat keine Lohnentwicklung mehr beim Personal geben. Im November kam er auf diesen Entscheid zurück, will aber nur noch die Hälfte des Betrages von 2015 dafür ausgeben.

Auch werde der Stadtrat für die Jahre 2016 bis 2018 weiter Prämien für gute Leistungen in der Höhe von 4,6 Millionen Franken ins Budget einstellen. Hingegen gibt es ab 2015 keine vergünstigten Bezug von Reka Rails mehr. Damit können 1,7 Millionen eingespart werden. Die Angestellten können aber weiter Lunch-Checks beziehen.

Die Departemente und Dienstabteilungen prüfen, ob frei werdende Stellen wieder besetzt werden müssen und ob die neu bewilligten Stellen unbedingt zu besetzen sind. Entlassungen im Sinne von Sparmassnahmen sollen vermieden werden.

Frühpensionierungen weniger fördern

Die Massnahmen im Vorsorgebereich muss noch der Gemeinderat bewilligen. Der Stadtrat will per 1. Januar 2016 die Arbeitgeberbeiträge von 62 auf 60 Prozent senken und so mit dem Kanton gleichziehen. Damit sollen jährlich 6,4 Millionen eingespart werden können.

Weiter sollen Altersrücktritte zwischen 58 und 65 Jahren nicht mehr gefördert werden. Der Stadtrat will die Kostenbeteiligung beschränken. Diese Massnahme soll ab 2018 zu Einsparungen in der Höhe von 10 Millionen pro Jahr führen.

PK-Umwandlungssätze reduzieren

Der Stiftungsrat der Pensionskasse Stadt Zürich hat ebenfalls Massnahmen beschlossen, die sich auf die städtischen Finanzen auswirken. So sollen die Umwandlungssätze auf 1. Januar 2016 reduziert werden. Der Stiftungsrat erhöht gleichzeitig die Sparbeiträge auf das gleiche Datum, was zu einer zusätzlichen, jährlichen Belastung der Stadtkasse von 9 Millionen führt.

Weiter soll der Risikobeitrag von 3 auf 2,5 Prozent ab 1. Januar 2016 reduziert werden. Diese Massnahme entlastet die Stadtkasse um jährlich 3 Millionen und die Mitarbeitenden um jährlich 2 Millionen.

Neben den im Personalbereich getroffenen Massnahmen sind in den Jahren 2016 bis 2018 Aufwandsreduktionen bei den freiwilligen Beiträgen und im Sachaufwand vorgesehen. Darüber hinaus wird eine Steigerung der Erträge angestrebt. Ziele sind eine «ausgeglichene Rechnung» und ein «gesichertes Eigenkapital über 2017» hinaus.

Gewerkschaften: «keinesfalls moderat»

Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich hält die Massnahmen «keinesfalls für moderat», wie er am Donnerstag mitteilte. Während die Lohnentwicklung faktisch gestoppt werde, solle das Personal mit höheren Beiträgen für die Pensionskasse der Stadt belastet werden.

Die Grünen wiederum zeigen sich in einer Mitteilung froh, dass der Stadtrat «trotz grossem Spardruck darauf verzichtet, einschneidende Sparmassnahmen beim städtischen Personal vorzunehmen». Die SVP nannte die Massnahmen halbherzig. Es fehle «einmal mehr der ultimative Ausdruck des Sparwillens».

Quelle: Tages-Anzeiger

9.10.2014

Erneuerungswahl des Stiftungsrats der Pensionskasse Stadt Zürich, Ergebnis der schriftlichen Wahlen

Im Rahmen der Erneuerungswahlen des Stiftungsrats für die Amtsdauer 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 wurde zur Bestimmung der Versichertenvertretung in folgenden drei Wahlkreisen ein schriftliches Wahlverfahren durchgeführt:

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  • Alterspensionierte: Das relative Mehr erreichte mit 2’389 Stimmen René Büttiker, der somit gewählt ist. 1’737 Stimmen entfielen auf Ruedi Steiger.
  • Sozialdepartement: Das relative Mehr erreichte mit 370 Stimmen Georges Fritz, der somit gewählt ist. 177 Stimmen entfielen auf Ursula Rando.
  • Behörden, allgemeine Verwaltung, Präsidialdepartement, Finanzdepartement: Das relative Mehr erreichte mit 389 Stimmen Pascal Bitterli, der somit gewählt ist. 192 Stimmen entfielen auf Nevenka Djuric.

Arbeitgebervertretungen der angeschlossenen Unternehmen

Zur Bestimmung der Arbeitgebervertretung der angeschlossenen Unternehmen war ebenfalls ein schriftliches Wahlverfahren durchzuführen. Von den 5 Kandidaten erreichten Dr. Konstantin Tönz mit 230 Stimmen und Ueli Keller mit 205 Stimmen die besten Resultate. Sie gelten somit als gewählt.

Weiteres Vorgehen

Die formelle Erwahrung des Wahlergebnisses wird der Stiftungsrat der PKZH am 6. November 2014 beschliessen. Gestützt auf Art. 11 Abs. 1 des Wahlreglements kann bis spätestens 20 Tage nach der Erwahrung beim Stiftungsrat Einsprache erhoben werden. Allfällige Einsprachen sind schriftlich einzureichen; sie müssen einen Antrag und dessen Begründung enthalten.

Quelle: Pensionskasse der Stadt Zürich