Versicherungsgesellschaften

3.8.2017

AXA Winterthur: Mehr Gewinn im ersten Halbjahr 2017

  • Sehr solides Ergebnis: Der operative Gewinn lag auf dem Niveau des Vorjahres, der Reingewinn der AXA Winterthur erhöhte sich um 10,5 Prozent
  • Das Geschäftsvolumen betrug rund 8,4 Milliarden Franken (-2,9%)
  • In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Prämienvolumen auf 3,1 Milliarden Franken (+1,3%). Der Schaden-Kosten-Satz ist mit 85,4 Prozent erneut auf einem sehr guten Stand
  • Im Kollektivlebengeschäft ging das Geschäftsvolumen aufgrund einer selektiven Zeichnungspolitik um 5,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken zurück, im Einzellebengeschäft reduzierte sich das Geschäftsvolumen angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds auf 440 Millionen Franken
    (-4,4%)
  • Mit dem Einstieg in den Gesundheitsmarkt positioniert sich die AXA Winterthur im Rahmen ihrer «Strategie 2020» als erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge

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Die AXA Winterthur verzeichnete im ersten Halbjahr 2017 einen gegenüber dem Vorjahr 10,5 Prozent höheren Reingewinn von 410 Millionen Franken. Der operative Gewinn entsprach mit 446 Millionen Franken der guten Vorjahresperiode. Der Anstieg des Reingewinns ist hauptsächlich auf eine positive Wertentwicklung von Wandelanleihen und alternativen Kapitalanlagen zurückzuführen. Das Geschäftsvolumen betrug 8,4 Milliarden Franken und lag damit 2,9 Prozent tiefer als im ersten Halbjahr 2016. Die Unwetterschäden der letzten Wochen schlugen mit insgesamt rund 45 Millionen Franken zu Buche, wovon 13 Millionen Franken das Ergebnis des ersten Halbjahres belasten.

Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Die AXA Winterthur hat im ersten Halbjahr 2017 ein sehr solides Ergebnis erzielt.
Besonders erfreulich ist das Wachstum des Geschäftsvolumens in der Schaden- und Unfallversicherung, welches angesichts des kompetitiven Marktes keineswegs selbstverständlich ist. Mit dem Eintritt in den Gesundheitsmarkt erreichten wir zudem einen wichtigen Meilenstein bei der Umsetzung unserer Strategie 2020.»

Wachstum in der Schadenversicherung

Das Geschäftsvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung wuchs um 1,3 Prozent auf
3,1 Milliarden Franken, wobei insbesondere das Unternehmenskundengeschäft mit einem Plus von 2,2 Prozent sehr erfreulich verlief. Auch das Privatkundengeschäft legte zu. Die Netto-Neuverträge bei Motorfahrzeug- und Haushaltversicherungen gingen zwar im Vergleich zum Vorjahr um 29,5 Prozent zurück. Dennoch konnten netto 13’300 neue Kunden gewonnen werden. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 85,4 Prozent.

Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur:
«In einem gesättigten Markt konnten wir als Marktführerin wiederum erfreulich wachsen. Besonders zufrieden bin ich mit der positiven Entwicklung des herausfordernden Unternehmensgeschäfts, gerade im hart umkämpften KMU-Segment. In der Kollektiven Krankentaggeldversicherung, wo wir den Fokus auf eine verbesserte Profitabilität setzten, konnten wir ebenfalls zulegen. Der Schaden-Kosten-Satz liegt dank einem vergleichsweise günstigen Schadenverlauf und unserer konsequenten Kostendisziplin mit 85,4 Prozent auf einem hervorragenden Stand.»
Berufliche Vorsorge: Mehr teilautonome Verträge

Die Bruttoprämien im Kollektivlebengeschäft gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um
5,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Franken zurück, bedingt durch die strategisch festgelegte selektivere Zeichnungspolitik in der Vollversicherung. Das klassische Neugeschäft (APE) verringerte sich um 11,8 Prozent. Im teilautonomen Markt betrug das neu gewonnene Sparbeitragsvolumen 63 Millionen Franken (-24,2%), die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge nahm um 12 Prozent zu.

Im Einzellebengeschäft machten sich die durch das tiefe Zinsniveau bedingten schwierigen Marktbedingungen weiterhin stark bemerkbar: Sowohl das Prämienvolumen (-4,4%) als auch das Neugeschäft (-14,4%) verliefen rückläufig.

Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur:
«In der beruflichen Vorsorge konnten wir bei den teilautonomen Lösungen weiterhin erfreulich wachsen: Fast ein Drittel des erweiterten Neugeschäftsvolumens machen inzwischen teilautonome Lösungen aus. In der Vollversicherung setzen wir unsere selektive Zeichnungspolitik fort. Im Einzellebengeschäft zeichnen wir Einmaleinlagen ebenfalls selektiv, das Geschäftsvolumen bei den Jahresprämien ist dank stabilem Neugeschäft hingegen wachsend.»

Erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge

Seit Juli 2017 bietet die AXA Winterthur Krankenzusatzversicherungen und digitale Dienstleistungen rund um die Gesundheitsvorsorge an. Kunden können aus einem Angebot von verschiedenen Lösungen im Bereich Krankenkassenzusatzversicherungen wählen und werden auf Wunsch jeweils im Herbst beim Wechsel zur für sie optimalen Grundversicherung unterstützt. Um eine unabhängige Beratung gewährleisten zu können, verzichtet die AXA auf allfällige Vermittlungsprovisionen von Krankenkassen. Mit diesen Angeboten ist die AXA Winterthur die erste Anbieterin einer umfassenden Vorsorge im Schweizer Markt.

Der Eintritt in den Gesundheitsvorsorgemarkt ist Teil der Unternehmensstrategie «Strategie 2020», welche auf den drei Pfeilern «Digitalisierung des Kerngeschäfts», «Erschliessung neuer Geschäftsfelder» und «Weiterentwicklung der Unternehmenskultur» fusst.
Im Kerngeschäft setzt die AXA Winterthur mit der «Strategie 2020» auf operative Exzellenz, um künftig noch einfacher, praktischer und damit kundenfreundlicher zu werden, gerade auch im digitalen Kontakt. Darüber hinaus will der grösste Schweizer Versicherer in den beiden Ökosystemen Mobilität und Gesundheitsvorsorge innovative Produkte und Services entwickeln, welche die Kundenbedürfnisse in diesen Bereichen ganzheitlich abdecken sollen.

Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Unsere Vision ist es, Freiräume für unsere Kunden zu schaffen und so zu einem unverzichtbaren Partner in allen Lebenslagen zu werden. Mit unserer Strategie haben wir den richtigen Weg in diese Richtung eingeschlagen.»

Quelle: AXA
03.08.2017

24.5.2017

AXA Winterthur: Solides Ergebnis in der Beruflichen Vorsorge

Die AXA Winterthur weist in der Beruflichen Vorsorge 2016 ein solides Betriebsergebnis von 215 Millionen Franken vor. Das Neugeschäft konnte um 6,5 Prozent auf 230 Millionen Franken gesteigert werden. Im Geschäft mit der Mindestquote kamen wiederum 91 Prozent den Versicherten zu Gute.

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Die AXA Winterthur kann in der Beruflichen Vorsorge für das Berichtsjahr 2016 ein solides Ergebnis vorweisen. Die Prämieneinnahmen sanken um rund 681 Millionen Franken (-9,0 Prozent) auf 6,9 Milliarden Franken (2015: 7,5 Milliarden Franken) als Folge des reduzierten Risikotarifs per 1. Januar 2016 sowie des Entscheids, keine Freizügigkeitspolicen mehr anzubieten. Dieser Entscheid führte zu einem Rückgang der Einmaleinlagen für Freizügigkeitsleistungen um 772 Millionen Franken. Die Versicherungsleistungen stiegen im gleichen Zeitraum um 7,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Franken (2015: 6,7 Milliarden Franken). Der Gewinn aus dem Geschäft mit der Beruflichen Vorsorge sank um rund 7 Prozent auf 215 Millionen Franken (2015: 231 Millionen Franken).

Erneutes Wachstum im teilautonomen Geschäft

Bei 406’183 aktiv Versicherten (2015: 414’259) setzten sich die 6,9 Milliarden Franken Prämieneinnahmen aus 3,6 Milliarden Franken Einmaleinlagen (-14,6 Prozent) und 3,3 Milliarden Jahresprämien (-1,9 Prozent) zusammen. Das klassische Neugeschäft (APE) betrug im vergangenen Jahr 230 Millionen Franken, was einem Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das erweiterte Neugeschäft (EAPE), in das die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen einfliessen, erhöhte sich um 23,7 Prozent. Aufgrund des Rückgangs der aktiv Versicherten stiegen die Kosten pro Versicherten auf 448 Franken (Vorjahr: 424 Franken).

Zwei Milliarde Franken für die Versicherten

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA 2016 einen massgebenden Umsatz von rund 2,3 Milliarden Franken. Davon kamen 91 Prozent oder rund 2,1 Milliarden Franken den Versicherten zu Gute: Sie erhielten 1,5 Milliarden Franken in Form von erbrachten Leistungen, 572 Millionen Franken als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen und rund 35 Millionen Franken konnten als Zuweisung an den Überschussfonds verbucht werden. Das Betriebsergebnis für das Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, ging leicht zurück auf 206 Millionen Franken (Vorjahr: 211 Millionen Franken).

Umverteilung leicht unter Vorjahresniveau

Die Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Neurentnern konnte erfreulicherweise leicht reduziert werden. Positive Auswirkungen hatte dabei vor allem die schrittweise Senkung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium auf 5 Prozent bis 2018. Die Umverteilung betrug 2016 allerdings immer noch 811 Millionen Franken (2015: 827 Millionen Franken). Rund 241 Millionen Franken entfallen auf den Ausgleich des Umwandlungssatzverlustes im laufenden Jahr. Im anspruchsvollen Umfeld von anhaltenden Tiefzinsen und Anlagenotstand für die Investition von Kapitalgeldern erreichte die AXA eine angemessene Kapitalrendite netto auf Buchwerten von 2,86 Prozent (2015: 3,17 Prozent).

«Das Geschäft in der beruflichen Vorsorge bleibt sehr anspruchsvoll», fasst Thomas Gerber, Leiter Leben zusammen. «Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Einerseits konnten wir die Rückstellungen für die Versicherten weiter verstärken, andererseits die systemfremde Umverteilung von den aktiv Versicherten zu den Rentnern leicht reduzieren. Zudem erreichten wir in einem schwierigen Anlageumfeld eine ansprechende Rendite.»

Position Reform Altersvorsorge 2020

Am 24. September 2017 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Reform Altersvorsorge 2020 ab. Die AXA unterstützt die Reform Altersvorsorge 2020 in der Gesamtbetrachtung. Die Reform ist für die mittelfristige finanzielle Stabilität des 3-Säulen-Systems und für die Reduktion der systemfremden Umverteilung in der beruflichen Vorsorge dringend notwendig. Damit wird in der 2. Säule ein wichtiger Schritt in Richtung Generationenfairness gemacht. Die AXA unterstützt die Vorlage, obwohl die Lebensversicherer über zwei technische Punkte nicht glücklich sind. «Wir gewichten die Senkung des Umwandlungssatzes, die Angleichung des Rentenalters und die Flexibilisierung der Pensionierung höher», führt Antimo Perretta, CEO der AXA Winterthur aus. «Diese Reform ist besser als der Status Quo und ohne Reform müssten wir wieder bei null anfangen. Die Reform Altersvorsorge 2020 ist der erste Schritt, es braucht klar weitere Reformen.»

Quelle: AXA
24.05.2017

16.5.2017

Berufliche Vorsorge: Helvetia steigert Prämieneinnahmen um 4,5%

Helvetia Versicherungen hat 2016 in der beruflichen Vorsorge eine solide Entwicklung verzeichnet. Die Nachfrage von kleinen und mittleren Firmen nach Vollversicherungslösungen bleibt anhaltend hoch. Umso wichtiger ist die Reform der Altersvorsorge 2020. Helvetia will auch in Zukunft eine verlässliche Partnerin in der 2. Säule bleiben, wie sie in einer Medienmitteilung schreibt.

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Mit einem Volumen von CHF 2’661 Mio. stiegen die Prämieneinnahmen im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um CHF 114 Mio. oder 4.5 Prozent. Während sich die periodischen Prämien mit einem Volumen von CHF 1’215 Mio. durch eine stabile Entwicklung auszeichneten, nahmen die Einmaleinlagen um 8.3 Prozent auf CHF 1’446 Mio. zu. Grund dafür ist hauptsächlich eine Umbuchung von Überschussdepots in die Altersguthaben.

Die Anzahl Kollektivverträge sank leicht von 17’826 auf 17’809 während die Zahl der Versicherten von 219’155 auf 222’376 anstieg. Trotz des Rückgangs an Kollektivverträgen blieb die Nachfrage von Unternehmen insbesondere nach Vollversicherungsverträgen ungebrochen hoch. Angesichts der weiterhin ungünstigen Rahmenbedingungen mit zu hohen Umwandlungssätzen und der hohen Mindestverzinsung im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge verfolgt Helvetia jedoch eine bewusst vorsichtige Zeichnungspolitik von neuen Kunden bei der Vollversicherung. So soll bei den bestehenden Kunden eine weitere Verstärkung der Umverteilung zu Lasten der aktiv Versicherten vermieden werden.

Vollversicherung bleibt für KMU unverzichtbar

Auf wachsendes Interesse stossen die teilautonomen Lösungen von Helvetia im Rahmen der Sammelstiftung BVG Invest oder der Kaderlösungen. Auch die Sammelstiftungen von Swisscanto, für welche Helvetia die Rückversicherung und die Geschäftsführung bereitstellt, verzeichneten eine verstärkte Nachfrage. «Angesichts der höheren Flexibilität erfreuen sich diese Lösungen wachsender Beliebtheit», kommentiert Donald Desax, Leiter Berufliche Vorsorge und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia, diese Entwicklung.

Die Vollversicherungen, welche im Unterschied zu teilautonomen Lösungen jederzeit die volle Deckung des Altersguthabens garantieren, sind jedoch für eine Vielzahl von KMU weiterhin unverzichtbar und machen den weitaus grössten Teils des Geschäfts in der beruflichen Vorsorge von Helvetia aus. Sie bieten den Unternehmen nicht nur ein hohes Mass an Sicherheit in der 2. Säule, sondern entlasten sie auch von erheblichen administrativen Aufwendungen und regulatorischen Auflagen.

Ja zur Reform Altervorsorge 2020 trotz gravierender Nachteile

«Helvetia wird alles daran setzen, die Attraktivität der Vollversicherung mit ihren Garantien weiterhin aufrecht zu erhalten», versichert Donald Desax. Darum befürwortet Helvetia die Vorlage zur Reform der Altersvorsorge 2020. Damit die Ungleichgewichte in der Altersvorsorge nicht noch weiter anwachsen, ist eine Reform zwingend und dringend. Die Angleichung des Rentenalters von Mann und Frau und die Senkung des Umwandlungssatzes von 6.8 auf 6 Prozent sind wichtige Schritte in die richtige Richtung.

Allerdings reichen die Massnahmen nicht aus, um die Ungleichgewichte in der 2. Säule zu beseitigen. Zudem wurden mit der Reform einige Auflagen verbunden, welche den Handlungsspielraum für Anbieter von Vollversicherungen weiter einschränken. Durch die Beschränkung der Risikoprämie und durch die Auflagen bei der Zuteilung von Überschüssen wird die Flexibilität leiden, den Kunden die optimalen Lösungen für ihre Bedürfnisse in der beruflichen Vorsorge bieten zu können.

Massive Quersubventionierungen bleiben

Angesichts der weiter steigenden Lebenserwartung und der anhaltend tiefen Anlagerenditen wird auch ein Umwandlungssatz von 6 Prozent nicht reichen, um das Altersguthaben eines Neurentners bis an dessen Lebensende in eine Altersrente umzuwandeln. Der fehlende Betrag wird daher weiterhin zu Lasten der aktiv Versicherten finanziert werden müssen. «Bei einem Umwandlungssatz von 6 Prozent und einer erwarteten Kapitalanlagerendite von 2.0 Prozent beträgt die notwendige Quersubventionierung bei der Pensionierung eines 65-jährigen Mannes noch immer rund 19 Prozent seines verrenteten Kapitals», rechnet Beat Müller, Leiter Aktuariat und Mitglied der Konzernleitung von Helvetia, vor. Somit muss ein Altersguthaben von CHF 500’000 um fast CHF 100’000 aufgestockt werden, damit die Rente finanziert werden kann.

Ohne solche Quersubventionierung hätten die Risikoprämien der aktiv Versicherten im vergangenen Jahr um 80 Prozent gesenkt werden können, wie eine weitere Berechnung von Helvetia ergibt. Ein wesentlicher Teil der Risikoprämien wird in der Vollversicherung benötigt, um die Altersleistungen zu sichern. So wurden die entsprechenden Reserven bei Helvetia im vergangenen Jahr um weitere CHF 147 Mio. verstärkt, 142.7 Mio. davon in dem der Mindestquote unterstellten Geschäft.

Ausschüttungsquote über 90 Prozent

Zusammen mit den weiteren Leistungen an die Versicherten wurden in dem der Mindestquote unterstellten Geschäft 90.8 Prozent der Bruttoeinnahmen an die Versicherten ausgeschüttet. Im Geschäft, das nicht der Mindestquote unterstellt ist, betrug die Ausschüttungsquote 91.8 Prozent. Das Betriebsergebnis fiel mit CHF 70.9 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert aus, wie aus der soeben veröffentlichten Betriebsrechnung 2016 von Helvetia hervorgeht.

Das solide Geschäftsergebnis 2016 ermöglicht nebst der garantierten Verzinsung von 1.25 Prozent bei den obligatorischen Altersguthaben eine Verzinsung der überobligatorischen Guthaben von 1.0 Prozent. Zudem kann ein Risikoüberschuss von 5 Prozent der Risikoprämien ausgeschüttet werden.

Der Betriebsaufwand der aktiv Versicherten betrug weitgehend unverändert CHF 428 pro Kopf. Und auch die Vermögensverwaltungskosten konnten mit 0.29 Prozent tief gehalten werden. Während die Performance gegenüber 2015 um 54 Basispunkte auf 2.29 Prozent gesteigert werden konnte, fiel die für das Geschäft wichtige direkte Rendite mit 2.25 Prozent nahezu unverändert aus.

Quelle: Helvetia
16.05.2017

16.5.2017

Helvetia Versicherung – Ausschüttungen in der beruflichen Vorsorge

Die Helvetia Versicherungen haben 2016 in der beruflichen Vorsorge die Ausschüttung an die Kunden im Geschäft, das der sogenannten Mindestquote unterstellt ist, leicht erhöht von 90,5 auf 90,8 Prozent.

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Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestwert von 90 Prozent. 2015 hatte die Helvetia-Gruppe diese Ausschüttung um 3,6 Prozentpunkte auf 90,5 Prozent reduziert. Im Geschäft, das nicht der Mindestquote unterstellt ist, betrug die Ausschüttungsquote im vergangenen Jahr 91,8 Prozent. Die Leistungen an Versicherte erhöhten sich 2016 leicht um 0,2 Prozent auf 713,4 Millionen Franken, wie Helvetia mitteilte. Das Prämieneinnahmen im Bereich der beruflichen Vorsorge stiegen dabei um 4,5 Prozent auf 2,66 Milliarden Franken.

Quelle: Finanz und Wirtschaft
16.05.2017

26.1.2017

Appelle der Swiss Life – «Die Reform der Altersvorsorge muss gelingen»

Patrick Frost, der Konzernchef der Swiss Life, appelliert an die Politiker, die Reformvorlage «Altersvorsorge 2020» bald festzuzurren. Die Vorlage müsse ein Volksmehr finden. …mehr

Die Swiss Life ist die grösste Immobilienbesitzerin der Schweiz, was mit Blick auf ihre führende Position als Anbieterin privater Vorsorgeleistungen und von Lebensversicherungen nur logisch ist. Patrick Frost führt seit dem Sommer 2014 das Unternehmen, nachdem er sich im selben Unternehmen als Anlagechef die Sporen abverdient hat. Was steht bei ihm zurzeit ganz oben auf der Agenda? In einem Gespräch im altehrwürdigen Hauptgebäude am Mythenquai kommt Frost sogleich auf das Reformprojekt «Altersvorsorge 2020» zu sprechen. Am wichtigsten sei, nun einen Kompromiss zu zimmern, der vor dem Volk bestehen wird. «Mein Hauptanliegen ist, dass sich die Räte im März in der Differenzbereinigung aufeinander zubewegen».

Es ist fünf nach zwölf

Die Angleichung des Rentenalters der Frauen (auf 65 Jahre), die Flexibilisierung des AHV-Rücktrittsalters auf 62 bis 70 Jahre statt der Altersguillotine 65 und vor allem die Senkung des gesetzlichen Rentenumwandlungssatzes von 6,8 auf 6,0% sind eigentlich unbestritten. Frost ruft in Erinnerung, dass in der zweiten Säule Jahr für Jahr etwa 4 Mrd. Fr. von Jung zu Alt umverteilt werden, Tendenz steigend. Selbstredend sind auch die Lebensversicherer gezwungen, übersetzte Renten zu sprechen, was eine weder gerechte noch nachhaltige Sozialpolitik darstellt.

Der Chef der Swiss Life sagt, die Proteste der Jungen und von deren Interessenvertretern gegen diesen unfairen Raubzug auf ihre Rentenansprüche sei bis anhin sehr, sehr milde ausgefallen. Unter der Oberfläche brodelt es aber; gemäss einer Analyse nach der Abstimmung zur klar verworfenen AHV-plus-Initiative – sie hätte die Jugendlichen wiederum benachteiligt – stimmten 79% der 18- bis 34-Jährigen, aber nur 43% der über 65-Jährigen dagegen.

Wenig Verständnis bringt Frost gerade mit Blick auf die Finanzlücken in der zweiten Säule für die rigide Haltung der Finanzmarktaufsicht auf. Er rechnet vor, dass der Swiss Solvency Test (SST) dazu zwinge, ungefähr 40 bis 60% mehr Kapital zu halten als europäische Konkurrenten. Dies sei nicht fair, und im Prinzip sei ein Schweizer Lebensversicherer allein aus diesem Grund kein guter Eigentümer einer ausländischen Gesellschaft. Es gibt zudem einen interessanten Konnex zur Schweizer Altersvorsorge. Frost erklärt dazu: «Wir könnten für jeden Kunden im Jahr zwischen 500 und 1000 Fr. mehr herausholen, wenn wir nach den Vorgaben von EU-Solvency-II investieren könnten.» Die adäquate Kalibrierung des SST hat in diesem Sinne auch eine politische Dimension. Mit Argusaugen beobachtet Frost die politischen Entwicklungen in den Vereinigten Staaten, wo er mehrere Jahre seiner Kindheit verbrachte und später als Portfolio-Manager der Versicherung Winterthur arbeitete.

Solidarität geht alle etwas an

Der Sieg Trumps in Ohio, Michigan und Wisconsin wirft seiner Ansicht nach ein grelles Licht auf die sozial und wirtschaftlich betrüblichen Entwicklungen in Teilen des Landes, kurzum auf die Perspektivenlosigkeit, was nach einem Ausgleich rufe. Eine Studie der Universität Princeton aus dem Jahr 2015 zeige, dass in Amerika die Sterblichkeitsrate von weissen «Non-Hispanics» nach Jahrzehnten des Rückgangs zwischen 1999 und 2013 erstmals gestiegen sei, und zwar auffallend häufig für die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen. Dies läuft allen nationalen wie auch internationalen Trends in entwickelten Industrienationen zuwider. Auch an die Adresse Europas ist Frosts Feststellung gerichtet, eine steigende Lebenserwartung bzw. sinkende Mortalität sei eine soziale Errungenschaft, der man Sorge tragen müsse.

Quelle: NZZ
26.01.2017

6.1.2017

Baloise investiert in Immobilien und übernimmt Pax Anlage

Die Baloise Gruppe stärkt das Immobilienportfolio und übernimmt dazu die börsenkotierte Pax Anlage AG. In einem ersten Schritt hat die Tochter Basler Leben AG von den Mehrheitsaktionären rund 70% der Aktien und Stimmen erworben. Für die restlichen, sich im Streubesitz befindenden Titel lanciert die Baloise ein öffentliches Übernahmeangebot, dem der Pax Anlage-Verwaltungsrat positiv gegenübersteht.

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Insgesamt investiere man bis zu 288 Mio CHF, schreibt die Baloise in ihrer am Freitag veröffentlichten Mitteilung. Pax Anlage verfüge über ein Portfolio von Liegenschaften mit einem diversifizierten Nutzungsmix und attraktiven Renditen, so die Begründung. Mit dem Zukauf will der Versicherer das Kollektivlebengeschäft in einem von Negativzinsen belasteten Umfeld durch Investitionen in die „renditestärkste Anlageklasse“ stärken.

Zum Halbjahr war der Innere Wert von Pax Anlage leicht um 1,3% auf 293 Mio CHF zurückgefallen. Die Gesellschaft plante mittelfristig den Aufbau eines Immobilienportfolio in der Höhe von total 700 Mio CHF. Dieses soll mindestens zu 80% aus Bestandesliegenschaften und davon je zur Hälfte aus Wohnliegenschaften und kommerziell genutzten Immobilien bestehen, liess die Gruppe im Sommer verlauten.

Den Marktwert der Bestandesliegenschaften (inkl. Anlagen im Bau) hatte Pax Anlage zum Halbjahr mit 152 Mio CHF ausgewiesen und den Anlagewert der Entwicklungsliegenschaften mit 275 Mio beziffert.

Öffentliches Kaufangebot

Von der Genossenschaft Pax Holding und der Pax Versicherung hat die Basler Leben einen Vertrag zur Übernahme von 57,6% der Aktien unterzeichnet, schreibt Pax Anlage ihrerseits in einer Mitteilung. Zudem würden von der Nürnberger Lebensversicherung weitere 13,3% übernommen. Die Übertragung der Aktien soll noch im ersten Halbjahr 2017 über die Bühne gehen. Allerdings stehe die Transaktion noch unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmungen.

Damit gelangt die Baloise-Tochter in den Besitz von knapp 70% an der Pax Anlage. Für die restlichen Aktien bietet sie 1’600 CHF je Titel. Der Preis liege damit um 18,6% über dem volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten 60 Börsentage, so Pax Anlage weiter. Gegenüber dem letzten Schlusskurs der nicht gerade rege gehandelten Aktie ergibt sich ein Aufschlag von rund 12%.

VR Empfiehlt Angebot zur Annahme

Das Angebot enthalte derweil einige für öffentliche Kaufangebote übliche Bedingungen, namentlich auch eine Mindestandienungsschwelle von 80%, schreibt Pax Anlage. Zudem habe die Übernahmekommission (UEK) mit Verfügung vom 4. Januar die Voranmeldung der Basler Leben für übernahmerechtlich zulässig erklärt. Die Angebotsfrist startet voraussichtlich am 27. März und soll bis zum 26. April laufen. Den Angebotsprospekt soll bis am 10. März vorgelegt werden.

Bis dahin will sich der Verwaltungsrat von Pax Anlage das Kaufangebot vertieft prüfen. Er habe dazu sein unabhängiges Mitglied eingesetzt und eine Fairness Opinion-Beurteilung in Auftrag gegeben. Der Bericht werde ebenfalls voraussichtlich am 10. März publiziert. Dann werde der Verwaltungsrat zum Kaufangebot ausführlich Stellung nehmen. Unter Vorbehalt der Fairness Opinion empfiehlt das Gremium allerdings bereits heute die Annahme des Angebots.

PAX Gruppe Erhält 166 Mio CHF

Der genossenschaftlich organisierten Pax Gruppe fliesst mit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der Pax Anlage insgesamt 166 Mio CHF zu. Dabei habe man je Aktie den gleichen Kaufpreis erhalten, wie jenen aus dem öffentlichen Übernahmeangebot. Die Gleichbehandlung aller Aktionäre sei für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der Pax Gruppe eine wesentliche Bedingung für den Verkauf gewesen, schreibt sie.

Bereits im Frühjahr 2016 hatte die Pax Gruppe kommuniziert, die Private und Berufliche Vorsorge stärker zu gewichten und ihre Beteiligung an der Pax Anlage AG als Finanzbeteiligung zu betrachten. Mit dieser Ausrichtung treibe Pax den bisherigen Wachstumskurs im Vorsorgegeschäft weiter voran. Zudem biete der Entscheid zusätzliche Optionen für die Zukunft der Pax Gruppe, heisst es.

Unabhängig von der Veräusserung der Beteiligung an der Pax Anlage AG stellten Investitionen in Immobilien innerhalb der Pax Versicherung jedoch unverändert eine wichtige Komponente der Anlagestrategie dar. Das gewichtige, breit abgestützte Immobilienportfolio von Pax bleibt auch in Zukunft eine wesentliche Ertragsstütze.

Quelle: CASH
06.01.2017

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9.11.2016

Swiss Life setzt weiterhin auf Profitabilität – Wachstum bei den Fee-Erträgen

  • Die Swiss Life-Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten 2016 Fee-Erträge von insgesamt CHF 974 Millionen, in lokaler Währung ein Wachstum von 2% gegenüber der Vorjahresperiode.
  • Die Prämieneinnahmen betrugen gruppenweit CHF 13,4 Milliarden, ein Rückgang in lokaler Währung von 9%. Die versicherungstechnischen Rückstellungen zugunsten der Versicherten erhöhten sich gleichzeitig um 2% in lokaler Währung.
  • Swiss Life Asset Managers erzielte in den ersten drei Quartalen 2016 im Geschäft mit Drittkunden Nettoneugeldzuflüsse von CHF 5,9 Milliarden. Die für Drittkunden verwalteten Vermögen lagen damit per 30. September 2016 bei CHF 46,2 Milliarden (Jahresende 2015: CHF 38,8 Milliarden).
  • Die direkten Anlageerträge erreichten mit CHF 3,3 Milliarden das Vorjahresniveau. Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite lag damit bei 2,2%; die entsprechende Nettoanlagerendite kam derweil auf 2,3% zu stehen. Für das Geschäftsjahr 2016 erwartet Swiss Life eine Nettoanlagerendite von rund 3%.

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«Swiss Life konnte im dritten Quartal die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen», sagt Patrick Frost, CEO der Swiss Life-Gruppe. «Wir sind im für uns strategisch wichtigen Fee-Geschäft wiederum gewachsen und konnten trotz den anhaltend rauen Marktbedingungen die direkten Anlageerträge auf dem Niveau des Vorjahres halten. Wir sind damit weiterhin auf Kurs, um unsere finanziellen Ziele für 2016 zu erreichen.»

Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen

Die Swiss Life-Gruppe erzielte in den ersten neun Monaten 2016 Prämieneinnahmen von CHF 13,4 Milliarden (Q3 2015: CHF 14,6 Milliarden). Dies entspricht einem Rückgang in lokaler Währung von 9%. Die versicherungstechnischen Rückstellungen zugunsten der Versicherten stiegen per 30. September 2016 um 2% in lokaler Währung. Die Fee-Erträge konnten in den ersten drei Quartalen des Jahres in lokaler Währung um 2% auf CHF 974 Millionen gesteigert werden (Q3 2015: CHF 929 Millionen). Zu dieser positiven Entwicklung beigetragen haben insbesondere Swiss Life Asset Managers und die unabhängigen Beraterkanäle. Patrick Frost:

«Erfreulich sind auch unsere anderen Fortschritte im Rahmen unseres Unternehmensprogramms „Swiss Life 2018“: Wir haben bereits die Hälfte der Kosteneinsparungen implementiert. Des Weiteren lag der Anteil nicht-traditioneller Produkte im Neugeschäft bei 90%.»

Im Heimmarkt Schweiz erzielte Swiss Life Prämieneinnahmen von CHF 8,2 Milliarden (Q3 2015: CHF 8,7 Milliarden), was einem Rückgang um 6% entspricht. Im gleichen Zeitraum stiegen die Erträge im Fee-Geschäft vor allem dank dem Wachstum bei Swiss Life Select und im Immobilienmaklergeschäft gegenüber dem Vorjahr um 23% auf CHF 177 Millionen (Q3 2015: CHF 144 Millionen). In Frankreich sanken die Prämieneinnahmen gegenüber der Vorjahresperiode in lokaler Währung um 6% auf CHF 3,3 Milliarden (Q3 2015: CHF 3,4 Milliarden). Die Fee-Erträge lagen aufgrund tieferer Bankkommissionen mit CHF 175 Millionen in lokaler Währung 7% unter dem Vorjahr (Q3 2015: CHF 183 Millionen). Swiss Life in Deutschland erzielte in den ersten neun Monaten 2016 Prämieneinnahmen von CHF 905 Millionen (Q3 2015: CHF 930 Millionen), in lokaler Währung ein Rückgang von 5%. Der Rückgang der Fee-Erträge in lokaler Währung von 2% auf CHF 259 Millionen (Q3 2015: CHF 258 Millionen) ist auf das Versicherungsgeschäft zurückzuführen; die Fee-Erträge in den Endkundenvertrieben stiegen gleichzeitig in lokaler Währung um 5%. Die Markteinheit International verzeichnete in lokaler Währung einen Prämienrückgang um 40% auf CHF 1,0 Milliarden (Q3 2015: CHF 1,6 Milliarden). Die Fee-Erträge lagen mit CHF 161 Millionen in lokaler Währung 5% unter der Vorjahresperiode (Q3 2015: CHF 164 Millionen); bereinigt um Wechselkurseffekte beim britischen Pfund entspricht dies einem Rückgang um 1%.

Swiss Life Asset Managers verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2016 im Geschäft mit Drittkunden Nettoneugeldzuflüsse von CHF 5,9 Milliarden. Damit erhöhten sich die für Drittkunden verwalteten Vermögen per 30. September 2016 auf CHF 46,2 Milliarden (Jahresende 2015: CHF 38,8 Milliarden). Swiss Life Asset Managers erzielte in den ersten neun Monaten insgesamt Fee-Erträge von CHF 422 Millionen (Q3 2015: CHF 388 Millionen), was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 8% in lokaler Währung entspricht.

Anlageerträge und Solvenz

Swiss Life erzielte in den ersten neun Monaten 2016 direkte Anlageerträge in der Höhe von CHF 3266 Millionen und erreichte damit das Vorjahresniveau (Q3 2015: CHF 3253 Millionen). Die nicht annualisierte direkte Anlagerendite kam damit per 30. September 2016 auf 2,2% zu stehen (Q3 2015: 2,3%); die nicht annualisierte Nettoanlagerendite betrug in den ersten neun Monaten 2,3% (Q3 2015: 2,6%). Swiss Life erwartet für das Geschäftsjahr eine Nettoanlagerendite von rund 3%. Die SST-Quote (auf Basis des mit Auflagen genehmigten internen Modells) lag per 30. September 2016 über 140%.

Kennzahlen per 30.09.2016

Mio. CHF
Basis IFRS, ungeprüft

YTD 2016

YTD 2015

Veränderung
(CHF)

Veränderung
(in lokaler Währung)

Schweiz

       
  • Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

8 189

8 687

-6%

-6%

  • Fee-Erträge

177

144

+23%

+23%

Frankreich

       
  • Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

3 264

3 362

-3%

-6%

  • Fee-Erträge

175

183

-4%

-7%

Deutschland

       
  • Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

905

930

-3%

-5%

  • Fee-Erträge

259

258

+0%

-2%

International

       
  • Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

1 014

1 644

-38%

-40%

  • Fee-Erträge

161

164

-2%

-5%

Asset Managers

       
  • Fee-Erträge

422

388

+9%

+8%

  • Nettoneugelder Drittkundengeschäft

5 919

5 135

+15%

+14%

  • Verwaltete Vermögen Drittkundengeschäft

46 213

38 8162

+19%

+19%

Total1

       
  • Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen

13 355

14 580

-8%

-9%

  • Fee-Erträge

974

929

+5%

+2%

1 Verbuchte Bruttoprämien, Policengebühren und erhaltene Einlagen: Total einschliesslich Segment Other und Intersegment-Eliminationen von CHF -43 Mio. im Q3 2015 und CHF -17 Mio. im Q3 2016; Fee-Erträge: Total einschliesslich Segment Other und Intersegment-Eliminationen von CHF -209 Mio. im Q3 2015 und CHF -220 Mio. im Q3 2016

2 Per 31.12.2015

Quelle: Swiss Life
09.11.2016

21.9.2016

«Die Vorsorgereform muss gelingen» – Interview mit Ivo Furrer, CEO Swiss Life Schweiz

Niedrigzinsen und Alterung setzen dem Vorsorgesystem immer mehr zu. Ivo Furrer, Chef von Swiss Life Schweiz, hält deshalb die Initiative AHVplus für schädlich.

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FuW: Herr Furrer, die alternde Bevölkerung und die niedrigen Zinsen stellen die Vorsorgeeinrichtungen vor grosse Herausforderungen. Wie beurteilen Sie den Gesundheitszustand des Systems und seiner Einrichtungen auf einer Skala von eins bis sechs?
Ivo Furrer:Den heutigen Zustand würde ich mit einer Vier bewerten, also mit einem Genügend. Das schweizerische Vorsorgesystem ist mit den drei Säulen AHV, berufliche Vorsorge und individuelles Alterssparen unter den weltbesten, zehrt aber zu sehr von Polstern. Da ist viel Reformbedarf. Wir wollen in der Schweiz ja nicht bei einer Vier bleiben, sondern eine bessere Note anstreben. Da müssen wir alle daran arbeiten.

Wo sind die grössten Mängel?
Wegen der Entwicklung der Lebenserwartung und der tiefen Zinsen ist der gesetzliche Umwandlungssatz der beruflichen Vorsorge viel zu hoch. Er bestimmt, welcher Prozentsatz des gesparten Kapitals den künftigen Pensionierten als Rente jährlich ausgezahlt wird. Weil zu viel versprochen wird, kommt es zu einer ungleichen Verteilung von Anlageertrag. Das ist ungerecht und unnötig. Wer nun denkt, die notwendige Umwandlungssatzsenkung mit der AHVplus-Initiative zu kompensieren, geht einen falschen Weg. Ein solcher AHV-Ausbau würde der ganzen Bevölkerung sehr hohe Finanzierungskosten aufbürden.

Wiegt schwerer, dass stetig weniger jüngere Leute für immer mehr ältere Menschen einzahlen müssen oder dass Negativrenditen am Vorsorgekapital nagen?
Beides in sich sind hohe Hürden, und die Kombination der beiden macht die Herausforderung noch viel grösser. Beim Thema Lebenserwartung muss man auch über den Generationenvertrag nachdenken. Wenn besonders in der zweiten Säule die Erwerbstätigen die Rentnerinnen und Rentner mit rund 1000 Fr. pro Jahr mitfinanzieren müssen, ist das eine gravierende Fehlentwicklung. Demografie und Zinsen sind Grössen, die weitgehend gegeben sind. Aber es kommt noch etwas hinzu, wo in unserem Land durchaus Spielraum für Einflussnahme ist, nämlich die Regulierung. Die Kapitalforderungen an die Lebensversicherer sind rund doppelt so hoch wie im Rest von Europa, wie eine Studie der Universität St.Gallen belegt.

Welche Anpassungen fordern Sie, auch als Mitglied des Schweizerischen Versicherungsverbands?
Das Ziel muss sein, die Konkurrenzfähigkeit des Versicherungsstandorts Schweiz zu erhalten. Wir setzen uns dafür ein, dass der von der Finanzmarktaufsicht viel zu scharf kalibrierte Schweizer Solvenztest SST nicht zu massiv überhöhten Kapitalanforderungen für Schweizer Versicherer führt. Die Kapitalanforderungen müssen international vergleichbar sein. Ein moderater Zusatz – ein Swiss Finish – mag sein. Aber es darf nicht so bleiben, dass die Anforderung bei uns doppelt so hoch ist wie in der EU.

Wie rechnen sich die 1000 Fr. pro Jahr, die jeder Beschäftigte offenbar durch Einzahlungen in die Vorsorge für Rentner aufbringen muss?
Wenn das Geld, das in der zweiten Säule individuell gespart wird, mit einem zu hohen Umwandlungssatz versehen ist, reicht das Sparkapital nicht für die Dauer des voraussichtlichen Rentenbezugs. Dann muss die Differenz aus Reserven oder zulasten der Beschäftigten bestritten werden. So braucht es rund 1000 Fr. jährlich je Erwerbstätigen, um zu grosszügig berechnete Renten mitzufinanzieren, wie Swisscanto ermittelt hat.

Die «Altersrentenreform 2020» des Bundesrats sieht auf dem obligatorischen Teil der Zweitsäulevermögen in vier Jahren einen Umwandlungssatz von 6% vor, nach zurzeit 6,8%. Was wäre der mathematisch richtige Satz?
Im überobligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge lässt sich schon lange ablesen, was realistisch ist. Da ist der Umwandlungssatz erheblich niedriger. Nur so geht für die Pensionskassen und die Versicherer die Rechnung noch auf. Auf das Ganze bezogen ist zukunftsgerichtet ein Umwandlungssatz in der Grössenordnung von 5% angebracht.

Weshalb schlägt der Bundesrat dennoch 6% vor?
Die 6% dürfen nicht losgelöst betrachtet werden. Es ist das Ansinnen der bundesrätlichen Reform, das jetzige Leistungsniveau beizubehalten. Das ist der stabilisierende Faktor in unserer Altersvorsorge, und das wird von breiten Kreisen akzeptiert, einschliesslich der bürgerlichen Parteien. Die Versicherer unterstützen die Reform nachdrücklich.

Muss mehr Geld fürs Alter bereitgestellt und der Übergang zur Pensionierung hinausgeschoben werden?
AHV und Pensionskasse sind in einer Gesamtschau zu betrachten. Die nationalrätliche Kommission hat eine Stabilisierungsklausel in den Reformvorschlag eingebracht, die in letzter Konsequenz stufenweise zum Pensionierungsalter 67 führen würde. Das ist eine politische Frage. Ich persönlich begrüsse es, dass man das Rentenalter enttabuisiert. Auch der Bundesrat sieht übrigens eine Stabilisierungsregel vor, nur anders finanziert.

Sind die Arbeitgeber mit Blick auf die höheren Sparbeiträge zur Beschäftigung über 65-Jähriger bereit?
Die Arbeitgeber beginnen umzudenken und werden mehr dafür tun, ältere Mitarbeitende länger im Arbeitsprozess zu halten. Ihre Vorsorgebeiträge liegen in der Regel um einen geringen zweistelligen Betrag pro Monat höher und fallen ehrlicherweise nicht ins Gewicht, um Menschen über das reguläre Pensionierungsalter hinaus zu beschäftigen – vorausgesetzt, die betreffende Person ist agil und hält mit der Entwicklung im Arbeitsprozess Schritt. Da sehe ich keinen Hinderungsgrund. Schauen Sie nur, wie Senioren mit der neuen Technologie umgehen. Die meisten haben mit Smartphone und Tablet wenig Probleme. Die einzige Einschränkung ist die körperliche Abnutzung. Wer einen körperlich anstrengenden Beruf hat, kann oft nicht länger arbeiten. Diese Situation ist anders zu beurteilen.

Bleiben Rentenkürzungen tabu?
Das ist letztlich auch wieder eine politische Frage. Persönlich denke ich, dass es unklug, ja ungerecht wäre, bereits laufende Renten zu kürzen. Die wichtigsten Merkmale des Vorsorgesystems sind Verlässlichkeit und Vertrauen. Würde man sich nicht mehr an Garantiezusagen halten, ginge viel Vertrauen verloren. Der Schaden wäre enorm.  

Gemäss Empfehlung der eidgenössischen BVG-Kommission soll der Bundesrat den Mindestzins der beruflichen Vorsorge für 2017 von 1,25 auf 1% senken. Was halten Sie davon?
Seit der letzten Festlegung ist das ganze Zinsgefüge deutlich nach unten gerutscht. Deshalb muss der BVG-Mindestzins für 2017 stärker sinken, als die BVG-Kommission vorschlägt. Wir unterstützen die Forderung des Schweizerischen Versicherungsverbands, den Mindestzins auf 0,5% zu vermindern. Das wäre immer noch hoch im Vergleich zu den Zinsen auf dem Bank- bzw. dem Sparkonto.

Die jährliche Zinsgutschrift auf dem individuellen Konto der beruflichen Vorsorge hat wesentlichen Einfluss auf die Rentensumme. Wie gelingt Ihrem Unternehmen ein möglichst gutes Anlageresultat?
Im Investmentbereich sind vermietete Immobilien als Ergänzung von Anleihen, Darlehen und Hypotheken ideal. Auch Dividenden der Aktienanlagen helfen, die Renten zu bezahlen. Das Preisschwankungsrisiko muss aber berücksichtigt werden. Deshalb haben Aktieninvestments in unserem Portefeuille nur rund 4% Gewicht. Swiss Life hat jedoch die garantierten Zinsen des gesamten Kontraktbestands und auch die eigene Zinsmarge auf Jahrzehnte hinaus gesichert. Die dazu nötigen Rückstellungen hat unser Unternehmen in den zurückliegenden Jahren massiv vergrössert.

Wie gefährlich wird es, wenn es im überhitzten Liegenschaftenmarkt zu einer Preiskorrektur käme?
Immobilien sind seit über hundert Jahren ein wichtiger Bestandteil unserer Anlagephilosophie. Rund ein Fünftel des gut 100 Mrd. Fr. grossen Vermögens unseres Schweiz-Geschäfts ruht auf Immobilien. Als grosser institutioneller Anleger verstehen wir, mit den Marktbewegungen über die verschiedenen Zyklen umzugehen. Die Preise von Immobilien sind gestiegen, von einer Überhitzung oder einer Blase kann man jedoch nicht sprechen.

Weshalb hält Swiss Life an Unternehmens- und Staatsobligationen fest, die zum Marktwert betrachtet kaum noch rentieren?
Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen des Schweizer Solvenztests SST favorisieren Zinspapiere, eben beispielsweise Staatsanleihen. Andere Anlageklassen verursachen eine umfangreichere Kapitalhinterlegung.

Gerade die als besonders sicher geltenden Bundesobligationen weisen heute wegen der Notenbankpolitik mehrheitlich eine negative Verfallrendite auf. Erwirbt Ihr Unternehmen dennoch solche Neuemissionen?
Bisher haben wir keine Bundesobligationen zu Negativrendite gezeichnet.

Wie teuer kommt Swiss Life der Negativzins, den Banken auf den Konten von Grosskunden verrechnen?
Cash halten wir fast keines, da unser Geschäft auf Langfristigkeit ausgerichtet ist. Wir haben so bisher auch praktisch keine Negativzinsen bezahlt.

Wie hat das Unternehmen trotz der Niedrigzinslage ein ausgezeichnetes Semesterergebnis vorlegen können?
Vorausschauend ändern wir seit Jahren Stück um Stück das geschäftliche Profil. Wir forcieren Kommissionsgeschäfte, weil sie im Vergleich zur Versicherung wenig Eigenkapital binden. Die profunden Kompetenzen unseres Unternehmens werden für ergänzende Dienstleistungen genutzt, besonders im Immobilienhandel, in der Liegenschaftenverwaltung, im Asset Management sowie für den Vertrieb von Policen anderer Versicherer.

Weshalb vermitteln Sie lieber Produkte von Wettbewerbern, statt die Kunden für das eigene Sortiment zu begeistern?
Unser eigener Aussendienst schlägt den angestammten Kundensegmenten in der Vorsorge ausschliesslich Swiss-Life-Policen vor. Der Geschäftsteil Swiss Life Select aber vermittelt nach dem Best-Select-Ansatz einer tendenziell jüngeren und eher städtischen Kundschaft Angebote des eigenen Hauses wie auch anderer Versicherer. Dabei kommt das in der jeweiligen Konstellation passendste Produkt zum Zug. Mit dem Vertrieb von Fremdprodukten verdienen wir gutes Geld. Unser Unternehmen erhält im Minimum die Vertriebsmarge und etabliert eine zusätzliche Kundenbeziehung.

Sparen die Menschen heute vermehrt individuell, weil dem Vorsorgesystem weniger zugetraut wird?
Der Bedarf ist unbestritten. Das Schweizer Vorsorgesystem ist sicher, aber die zu erwartende Jahresleistung wird wegen zunehmender Lebenserwartung und der niedrigen Zinsen geringer ausfallen. Wer vorausschaut, füllt die Lücke durch eigene Sparanstrengungen.

Profitiert Swiss Life von dieser Situation?
Nicht jeder und jede kann im Budget jährlich über 6700 Fr. unterbringen für die Einzahlung in die steuerbevorteilte Säule 3a. Zudem müssen wir wegen der desolaten Zinssituation die Lebensversicherungspolicen klassischen Zuschnitts mit Kapital- und Zinsgarantie ersetzen durch angepasste Angebote, die begrenzte Garantien, aber dafür grössere Renditechancen bieten.

Was ist noch sicher an Versicherungspolicen ohne Garantiezusage?
Anstelle der garantierten Zinsen wird eine andere Art von Sicherheit bedeutsam, die Beratungsqualität. So finden wir eine den Bedürfnissen des Kunden entsprechende Lösung. Darunter sind ganz neue Investmentprodukte, deren Anlagestruktur vom Kunden mitbestimmt oder gänzlich uns delegiert ist. Der Schlüssel zum Erfolg sind unser Markenname und das Vertrauen des Kunden in unsere Anlagekompetenz.

Berät ein Versicherer besser als eine Bank?
Ob besser oder nicht, will ich gar nicht beurteilen. Das Investmentbedürfnis richtig zu erfassen und die passende Lösung vorzuschlagen, das nenne ich Beratungsqualität. Dazu hilft uns die langjährige Kompetenz und Reputation in der Vermögensverwaltung.

Ein Blick in die Zukunft: Wo wird das schweizerische Vorsorgewesen in zehn Jahren stehen?
Die Bevölkerung nimmt die finanzielle Altersvorsorge immer deutlicher als persönliche Verantwortung wahr. Die Einsicht wächst, dass nur mit Abstrichen eine Lösung gefunden wird. Der Druck auf die Politiker steigt, über Partei- und Ideologiegrenzen hinweg für eine kluge Stabilisierung des Vorsorgesystems einzustehen. Der Bundesrat hat eine umfassende Vorsorgereform vorgelegt, die allen Seiten vertretbare Kompromisse abverlangt. Diese Reform ist dringend und muss deshalb gelingen.

Quelle: Finanz und Wirtschaft
21.09.201

3.8.2016

AXA Winterthur: Solides Halbjahresergebnis 2016

  • Das Geschäftsvolumen der AXA Winterthur entsprach im ersten Halbjahr 2016 mit 8,7 Milliarden Franken demjenigen des Vorjahres (-0,5%).
  • Die Anzahl Netto-Neuabschlüsse in der Motorfahrzeug- und Hausratversicherung konnte um 37,6 Prozent gesteigert werden, das gesamte Geschäftsvolumen in der Schaden- und Unfallversicherung stieg um 24 Millionen Franken auf 3,1 Milliarden Franken (+0,8%).
  • Im Kollektivlebengeschäft stieg das Geschäftsvolumen gegenüber der Vorjahresperiode um 2,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken. Das Neugeschäftswachstum (APE) betrug 7,9 Prozent. Die Sparbeiträge aus teilautonomen Versicherungslösungen erhöhten sich um 146 Prozent, als Konsequenz wuchs das erweiterte Neugeschäft (EAPE) um 31,8 Prozent auf 256 Millionen Franken.
  • Im Einzellebengeschäft sanken aufgrund der schwierigen Marktbedingungen im Bereich Einmaleinlagen sowohl das Prämienvolumen (-28,3%) als auch das Neugeschäft (-30,5%).
  • Der operative Gewinn lag im ersten Halbjahr mit 445 Millionen Franken (-1,5%) auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2015.

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Antimo Perretta, CEO AXA Winterthur:
«Die AXA Winterthur hat im ersten Halbjahr 2016 in einem schwierigen Marktumfeld gute Resultate im Kerngeschäft erzielt. Besonders erfreulich wuchsen die Netto-Neuabschlüsse in der Hausrat- und Motorfahrzeugversicherung sowie das Neugeschäft in der beruflichen Vorsorge.»

Positive Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Geschäftsvolumen um 0,8 Prozent auf 3,1 Milliarden Franken, wobei sowohl die Prämieneinnahmen des Privatkunden- als auch des Unternehmensgeschäftes zunahmen. Die Netto-Neuabschlüsse bei Motorfahrzeug- und Hausratversicherungen entwickelten sich mit einem Plus von 37,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr positiv. Auch der Schaden-/Kosten-Satz ist mit einer Verbesserung um 0,1 Prozentpunkte auf 85,5 Prozent auf einem stabilen Niveau.

Fabrizio Petrillo, Leiter Schaden- und Unfallversicherung AXA Winterthur:
«In einem weiterhin sehr kompetitiven Marktumfeld konnten wir sowohl ein Prämienwachstum als auch eine Steigerung der Anzahl Kundenbeziehungen, speziell in der Motorfahrzeug- und in der Hausratversicherung, erzielen. Dies bestätigt unsere starke Marktpräsenz und unser erfolgreiches Vertriebsmodell. Der Schadenverlauf war zudem dank wenigen Grossschäden günstig.»

Strategiekonformes hohes Wachstum im teilautonomen Geschäft

Im Kollektivlebengeschäft stiegen die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 5,1 Milliarden Franken, getrieben durch höhere Einmaleinlagen im Bereich der beruflichen Vorsorge. Das klassische Neugeschäft (APE) erhöhte sich um 7,9 Prozent, das erweiterte Neugeschäft (EAPE) sogar um 31,8 Prozent. Im Einzelleben hingegen verliefen das Prämienvolumen (-28,3%) als auch das Neugeschäft (-30,5%) rückläufig. In einem schwierigen Marktumfeld nahmen die Jahresprämien um 1,9 Prozent zu, während bei den Einmaleinlagen ein Rückgang von 76,5 Prozent verzeichnet wurde.

Thomas Gerber, Leiter Leben AXA Winterthur:
«Die positive Entwicklung der teilautonomen Lösungen im Kollektivleben zeigt, dass der Bedarf nach Vorsorgelösungen nach wie vor ungebrochen ist und wir mit unserer Strategie vom Vollversicherer zum Komplettanbieter voll auf Kurs sind. Angesichts der rekordtiefen Zinsen ist der Verkauf von privaten Vorsorgeprodukten eine echte Herausforderung. Hier sind innovative Lösungen gefragt – wie unser kürzlich lanciertes Produkt Capital Star, das ein sehr gutes Rendite-/Risikoverhältnis bietet. Erste Signale am Markt zeigen, dass der Capital Star bei unseren Kundinnen und Kunden sehr gut ankommt.»

Finanzielle Sicherheit auch in unsicheren Marktverhältnissen

Auf das Szenario eines Ausstiegs Grossbritanniens aus der EU (Brexit-Entscheid) hat sich die AXA Winterthur vorbereitet. Sie sicherte die Währungsrisiken in Euro und Pfund im Vorfeld ab und reduzierte das Aktienrisiko im Euroland und in Amerika. Die negative Entwicklung der Finanzmärkte, insbesondere nach dem Brexit-Entscheid, beeinträchtigte jedoch den Unternehmensgewinn (-11,3%) wie auch den Reingewinn (-29,6%). Letzterer litt insbesondere unter temporären Wertschwankungen der Fremdwährungs- und Zinsabsicherungs-Derivate sowie der Wandelanleihen.

Kunden der AXA profitieren nach wie vor von einer hohen finanziellen Sicherheit. Die Ratingagentur Fitch bewertete die AXA Winterthur im Juni 2016 mit dem ausgezeichneten Rating AA-/Outlook stable, Moody’s im Januar 2016 mit Aa3/Outlook positive.

Antimo Perretta:
«Die AXA Winterthur sichert sich am internationalen Währungsmarkt konsequent gegen Währungsrisiken ab, was sich im aktuellen volatilen Marktumfeld sehr bewährt. Die Kosten für Absicherungsinstrumente sind aber stark steigend, da uns die Tiefzinsphase voraussichtlich noch länger begleiten wird. Dadurch wird es immer anspruchsvoller, auf unseren Kapitalanlagen eine gute Rendite zu erwirtschaften.»

Mit operativer Exzellenz und gezielten Innovationen in die Zukunft

Der kürzlich von der AXA Gruppe publizierte strategische Plan 2020 mit den Schwerpunkten Fokus und Transformation gilt auch für die AXA Winterthur. Die Strategie in den nächsten vier Jahren richtet sich auf Wachstum durch operative Exzellenz und gezielte Innovationen aus. Insgesamt investiert die AXA Winterthur bis 2020 rund
400 Millionen Franken in ihre Zukunft.

Antimo Perretta:
«Mit unserer Strategie 2020 bündeln wir unsere Kräfte und konzentrieren uns auf jene Vorhaben, die für den Ausbau unserer Marktführerschaft entscheidend sein werden. Wir setzen zudem auf gezielte Innovationen, die unseren Kunden einen klaren Mehrwert bringen werden.»

Quelle: AXA-Winterthur
03.08.2016

10.6.2016

Vor zehn Jahren ist die Winterthur französisch geworden

Vor zehn Jahren ist die Winterthur-Versicherung von der Grossbank Credit Suisse an die französische Axa verkauft worden. Der damalige Verkaufspreis betrug 13,4 Milliarden Franken. Heute gehört die Axa Winterthur zu den Marktleadern.

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Die Winterthur Versicherungen waren 1875 als «Schweizerische Unfallversicherungs-Actiengesellschaft» in Winterthur gegründet worden. 1923 stiess sie ins Geschäft mit den Lebensversicherungen ein.

Nach organischem Wachstum und diversen Akquisitionen bot dieWinterthur ab den 70-er Jahren Versicherungen für fast alle Risiken an. 1975 trat sie unter dem Namen Winterthur Versicherungen am Markt auf.

Fusion mit Credit Suisse

Während rund 20 Jahren intensivierte die Versicherungsgesellschaft ihre internationalen Aktivitäten. 1995 ging sie eine strategischeAllianz mit der zweitgrössten Schweizer Bank ein, der Credit Suisse. 1997 kam es zur Fusion mit der Credit Suisse und es entstand eine der weltweit grössten Finanzdienstleistungsfirmen der damaligen Zeit.

2002 hatte die negative Entwicklung an den Aktienmärkten für dieWinterthur Versicherungen gravierende finanzielle und organisatorische Folgen. Sie setzte den Allfinanz-Plänen ein Ende. DieCredit Suisse musste beträchtliche Summen in die Winterthureinschiessen. Zahlreiche Stellen mussten abgebaut werden.

Zwei Jahre später legten die Winterthur Versicherungen das Leben- und Nichtleben-Geschäft in der Schweiz in einer gemeinsamen Vertriebsorganisation zusammen. Das Unternehmen kehrte nach zwei Verlustjahren wieder in die Gewinnzone zurück.

Die Grossbank wollte sich in jener Zeit wieder auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und ihre Wachstumsstrategie basierend auf einer global tätigen Bank vorantreiben. Die Winterthur Versicherung wurde als finanzielle Investition weitergeführt und die Grossbank bereitete sie auf einen Börsengang vor.

Verkauf statt Börsengang

Doch aus dem Börsengang wurde nichts. Die Grossbank entschied sich stattdessen für einen Verkauf. Denn ein Börsengang hätte langfristig die Unabhängigkeit der Versicherungsgesellschaft nicht gewährleisten können, hiess es damals.

Im Juni 2006 kam es schliesslich zum Verkauf der Winterthur an die französische Axa. Die französische Gruppe, damals bezüglich des Umsatzes die Nummer eins auf dem europäischen Versicherungsmarkt, machte 12,3 Mrd. Fr. in bar locker, um die Winterthur zu kaufen. Zudem übernahm sie eine Schuld von 1,1 Mrd. Fr.

Credit Suisse begründete den Verkauf damals damit, dass alle möglichen Optionen geprüft worden seien. Auch ein Schweizer Partner sei gesucht worden, um die Versicherungsgesellschaft mit den damals 19’000 Beschäftigten, davon 5800 in der Schweiz, zu übernehmen. Dieses Vorhaben wurde aber fallen gelassen, weil die Wettbewerbsbehörden einem Verkauf von dieser Grösse innerhalb der Schweiz kaum zugestimmt hätten.

Der damalige Winterthur-Chef Leonhard Fischer hatte nach der Übernahme angekündigt, dass die Integration der Winterthur in die Axa Kosteneinsparungen und damit einen Abbau von Stellen mit sich bringen würde. Die Schweiz werde aber davon ausgespart, sagt er.

Lediglich zwei Monate später erfolgte die Ankündigung, dass die Winterthur fast 350 Stellen in der Schweiz abbauen werde. Schliesslich wurde der Abbau auf 250 Stellen beschränkt, ohne dass es zu Entlassungen kam. Weniger als ein Jahr später engagierte dieGesellschaft bereits wieder 150 Mitarbeitende für externe Dienstleistungen und 100 für den internen Betrieb.

Aufstieg zum Marktleader

Unter dem Namen Axa Winterthur ab 2007 war die Versicherung erfolgreich und baute den Marktanteil auf mehr als 20% in der Schweiz aus. Gemäss eigenen Angaben war die Versicherung 2010 führend im Bereich der Lebensversicherungen. Im Nicht-Lebenbereich war die Axa Winterthur bereits seit Jahren Marktführerin.

Im letzten Geschäftsjahr musste die Axa Winterthur einen Rückgang des Gewinns um 5,6% auf 929 Mio. Fr. hinnehmen. Das Prämienvolumen sank 2015 um 4,1% auf 11 Mrd. Fr. Der Betriebsgewinn nahm demgegenüber um 4,7% auf 896 Mio. Fr. zu.

Quelle: NZZ
10.06.2016

28.5.2016

Kollektiv-Leben der Basler: Solides Ergebnis in anspruchsvollem Umfeld

Unter schwierigen Anlage- und Zinsbedingungen erwirt-schaftete die Basler Leben AG in der beruflichen Vorsorge 2015 eine Nettorendite von 2,30%. Dies ermöglichte eine Verzinsung der Vorsorgeguthaben der Versicherten von 1,75%. Zur Sicherung der laufenden und zukünftigen Renten wurden daraus zudem die Rückstellungen um 75 Mio. CHF. verstärkt. Erfolgreich gestartet ist die teilautonome Vorsorgestiftung Perspectiva. …mehr

Das Geschäftsjahr 2015 war massgeblich geprägt von der Aufhebung des Euromindestkurses, der Einführung von Negativzinsen und der Geldschwemme durch die Europäische Zentralbank. Angesichts dieser schwierigen Bedingungen erzielte die Basler Leben AG im Kollektiv-Leben ein solides Ergebnis. Die Nettorendite lag mit 2,30% deutlich unter dem Vorjahr (3,21%). Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Basler 2014 von ausserordentlichen Gewinnen aus dem Verkauf einer Aktienbeteiligung profitierte. Der laufende Ertrag blieb auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Prämieneinnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr um fast 5% auf 2,65 Mrd. CHF. Die Zahl der aktiven Versicherten erhöhte sich  leicht auf knapp 157’000. Die durchschnittlichen Verwaltungskosten pro aktivem Versicherten stiegen moderat auf CHF 507.

Rückstellungen für Rentner auf Kosten der Aktiven
Der Geschäftserfolg der Basler Leben AG kommt sowohl den Berufstätigen als auch den Rentnern zugute – allerdings in ungleichem Umfang. Die Rückstellungen für die heutigen und künftigen Rentenverpflichtungen wurden um weitere 75 Mio. CHF erhöht. Damit kommt die Basler ihrer zentralen Verpflichtung nach, die Vorsorge ihrer Kunden und Versicherten nachhaltig zu sichern. Diese Rückstellungen wären bei einem korrekten gesetzlichen Umwandlungssatz zu einem grossen Teil in den Überschussfonds für die Aktiven geflossen. Geld, welches den heute Berufstätigen beim Zeitpunkt ihrer Pensionierung fehlen wird.

Trotz dieser Generationenungerechtigkeit konnte die Basler Leben AG den Überschussfonds um 20 Mio. CHF weiter äufnen. Daraus finanzierte sie per 1.1.2016 eine Zusatzverzinsung im Überobligatorium von 0,25%, was zu einer Gesamtverzinsung der Alterskapitalien der Aktiven von 1,75% führte. Insgesamt flossen so 92,7% der Erträge zurück an die Versicherten. Im Geschäft, welches der Mindestquote von 90% unterstellt ist, lag die Ausschüttungsquote bei 95,1%.

Markt verlangt Sicherheit und alternative Lösungen
Die Vorsorgelandschaft der Schweiz ist in Bewegung. Die Nachfrage nach Vollversicherungslösungen, bei denen alle Risiken abgedeckt sind, ist ungebrochen hoch. Inzwischen setzt in der Schweiz jede zweite Arbeitgeberin auf die umfassenden Garantien, welche nur die Lebensversicherer anbieten.

Gleichzeitig suchen vermehrt auch kleinere Unternehmen im aktuellen Tiefzinsumfeld nach neuen Renditemöglichkeiten für die Vorsorgegelder ihrer Angestellten. Deshalb hat die Basler Leben AG per 1. Januar 2015 die teilautonome Sammelstiftung Perspectiva ins Leben gerufen. Die Stiftung ist auf Firmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden ausgerichtet und zeichnet sich durch eine dynamische Anlagestrategie aus. In fallenden Märkten verringert Perspectiva die Aktienquote, um Verluste zu begrenzen. Umgekehrt wird bei steigenden Märkten die Aktienquote erhöht, sodass die Renditechancen optimal genutzt werden können. Die Todesfall- und Invaliditätsrisiken sind bei der Basler Leben AG versichert. Das Angebot stösst im Markt auf reges Interesse. Inzwischen haben sich bereits über 400 Unternehmen der neuen Vorsorgestiftung angeschlossen.

Basler unterstützt Altersreform 2020
Die Betriebsrechnung berufliche Vorsorge 2015 der Basler Leben AG zeigt auf, warum die Altersreform des Bundesrats dringend und nötig ist. Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen führten auch letztes Jahr zu einer systemwidrigen Umverteilung von den Berufstätigen zu den Rentnern. „Das ist ungesund für das bewährte und erfolgreiche schweizerische Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge“, sagt Michael Müller, CEO Basler Schweiz. „Wir begrüssen deshalb insbesondere ein flexibles Rücktrittsalter für Männer und Frauen sowie die Senkung des Umwandlungssatzes im Obligatorium von 6,8 auf 6,0% in Verbindung mit Kompensationsmassnahmen. Ziel der Reform ist der Erhalt des heutigen Leistungsniveaus.“

Quelle: Basler Versicherungen
24.05.2016

23.5.2016

Unternehmenskundengeschäft von Swiss Life 2015: Langfristige Finanzierung der Leistungsversprechen und finanzielle Stabilität im Fokus

Für Swiss Life standen im Unternehmenskundengeschäft auch 2015 die finanzielle Stabilität und damit die langfristige Finanzierung und Sicherung der Leistungsversprechen an die Versicherten im Zentrum der Geschäftstätigkeit. Diese Strategie zahlt sich aus: Über 42‘000 Unternehmen mit über 612‘000 Versicherten sorgen in der 2. Säule mit Swiss Life vor. Besonders die teilautonomen Lösungen verzeichneten erfreuliche Zuwächse.

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Die Prämieneinnahmen in der Kollektivversicherung stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6% auf CHF 8 688 Millionen. Besonders die teilautonomen Lösungen, bei denen die Kunden im Vergleich zur klassischen Vollversicherung von höheren Renditechancen profitieren können, verzeichneten ein sehr erfreuliches Wachstum (Nettowachstum von 250%). Erfolgreich waren auch die Pensionsversicherungsexperten von Swiss Life Pension Services und die Anlagestiftung Swiss Life, wo 2015 ebenfalls mehr Geschäft generiert wurde. Hans-Jakob Stahel, Leiter Unternehmenskunden von Swiss Life, bestätigt: «Unsere Vollsortimenterstrategie, die wir seit 2010 verfolgen, ist im Markt etabliert. Die Kunden schätzen, dass wir ihnen das ganze Spektrum an Lösungen in der 2. Säule anbieten und damit auf ihren individuellen Bedarf eingehen können.»

Verwaltungskosten sinken weiter

Die Ausschüttungsquote zugunsten der Versicherten betrug 2015 92,9%. Auch 2015 stand die langfristige Sicherheit der Vorsorgegelder im Fokus der Geschäftstätigkeit. Hans-Jakob Stahel: «Um die finanzielle Stabilität und damit die langfristige Sicherung der Leistungsversprechen an unsere Versicherten auch künftig garantieren zu können, hat Swiss Life 2015 zusätzliche technische Rückstellungen in der Höhe von CHF 939 Millionen gebildet.» Zugleich konnte Swiss Life 2015 die Verwaltungskosten weiter um 3,3 Prozent senken.

Reform der Altersvorsorge auf Kurs

Die Reform der Altersvorsorge ist zwingend und dringend. «Die Beschlüsse des Ständerates bilden eine taugliche Grundlage für die anstehenden Diskussionen im Parlament. Bezüglich der 2. Säule ist es wichtig, dass der Nationalrat sich auf die eigentliche Zielsetzung der Reform konzentriert – nämlich die Senkung des BVG-Umwandlungssatzes bei angemessenen Kompensationsmassnahmen», so Hans-Jakob Stahel.

Quelle: Swiss Life

 

 

19.5.2016

Berufliche Vorsorge 2015: Versicherte profitieren von gutem Ergebnis

  • Den Versicherten der AXA Winterthur wurden 2015 254 Millionen Franken aus dem Überschussfonds zugeteilt.
  • Die AXA erzielte eine Kapitalrendite auf Buchwerten von netto 3,17 Prozent.
  • Aufgrund der selektiven Zeichnungspolitik verringerten sich die Prämieneinnahmen in der Vollversicherung um 2,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken.
  • Die Umverteilung betrug im Berichtsjahr 2015 bei der AXA 827 Millionen Franken.

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Seit einigen Jahren setzt die AXA in der beruflichen Vorsorge vermehrt auf teilautonome Lösungen, während sie in der Vollversicherung bewusst eine selektive Zeichnungspolitik verfolgt. Für das Jahr 2015 verzeichnete die AXA bei der Vollversicherung einen Neugeschäftsrückgang von 32 Prozent bei gleichzeitig hoher Kontinuität bei den Bestandeskunden. Im teilautonomen Geschäft bestätigt die Zunahme von 8 Prozent im Neugeschäft die steigende Kundennachfrage. Insgesamt sanken die Prämieneinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 160 Millionen Franken
(-2,1 Prozent). Die Einmaleinlagen, welche ausschliesslich aus dem Vollversicherungsgeschäft stammen, gingen um 3,8 Prozent auf 4,2 Milliarden Franken zurück. Die Jahresprämien in der Vollversicherung und im teilautonomen Geschäft blieben mit 3,3 Milliarden Franken konstant.

Im Geschäft, das der Mindestquote unterstellt ist, verzeichnete die AXA im Berichtsjahr einen massgebenden Umsatz von 2,5 Milliarden Franken. Davon wurde den Versicherten ein Anteil von 91 Prozent oder 2,2 Milliarden Franken zugewiesen. Die Versicherten erhielten dies in Form von Leistungen (1,6 Milliarden Franken), als Aufbau von zusätzlichen Rückstellungen für künftige Leistungen (572 Millionen Franken) und als Zuweisung an den Überschussfonds (111 Millionen Franken). Zudem wurden den Versicherten aus dem Überschussfonds 254 Millionen Franken zugeteilt. Das Betriebsergebnis der AXA für das der Mindestquote unterstellte Geschäft der beruflichen Vorsorge belief sich auf 221 Millionen Franken vor Steuern (2014: 211 Millionen Franken). Die AXA stellt ihren Kunden in der Vollversicherung Garantien in der Höhe von 52 Milliarden Franken bereit.

Längeres Leben, längerer Rentenbezug

Die berufliche Vorsorge wird seit einigen Jahren immer anspruchsvoller. «Dafür gibt es viele Gründe – einer davon ist sehr erfreulich: Wir leben immer länger», sagt Thomas Gerber, Leiter Leben der AXA Winterthur. Die finanzielle Folge der Langlebigkeit und des damit einhergehenden längeren Rentenbezugs ist klar: Damit die gesetzlich vorgeschriebene Rente finanziert werden kann, muss heute für jeden Rentner und jede Rentnerin zusätzliches Kapital bereitgestellt werden. Dieses wird aus dem Anlageertrag und der Risikoprämie finanziert – zu Lasten jener Versicherten, die noch aktiv im Arbeitsleben stehen.

Die Sammelstiftungen der AXA haben im Sinne der Generationenfairness bereits Massnahmen gegen die systemfremde Umverteilung ergriffen: Bis 2018 wird in der Vollversicherung der Umwandlungssatz im Überobligatorium – also dort, wo gesetzlicher Spielraum für die Sammelstiftungen besteht – schrittweise auf 5 Prozent gesenkt. Diese Massnahme, die nur Neurentner betrifft, hat bereits Wirkung gezeigt: Der Umverteilungsanteil für Neurentner bewegte sich 2015 mit 257 Millionen Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Eine weitere Steigerung dieser Umverteilung an Neurentner konnte somit gestoppt werden.

Die Umverteilung für laufende Alters- und Hinterlassenenrenten stieg dagegen von 250 Millionen Franken im 2014 auf 570 Millionen Franken. Diese Zunahme um 320 Millionen Franken ist auf zusätzliche technische Rückstellungen zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten zurückzuführen. Der Grund liegt in der verschärften und derzeit nicht absehbaren Veränderung der Tiefzinssituation in Verbindung mit der steigenden Lebenserwartung. «Die anhaltende Tiefzinssituation mit entsprechend sinkenden Anlageerträgen sowie die weiter steigende Lebenserwartung werden auch künftig viel Druck auf die berufliche Vorsorge ausüben. Mit den zusätzlichen Rückstellungen setzen wir uns verstärkt für langfristige Rentensicherheit ein», kommentiert Gerber.


 

AXA-Winterthur Umverteilung BVG 2009-2015


Stabile Anlagerendite in schwierigem Tiefzinsumfeld

Die Kapitalerträge sind für die Verzinsung der Altersguthaben der Versicherten von grosser Bedeutung. «Unsere Anlagestrategie bringt Rendite und Sicherheit in Einklang. Eine ausreichende Rendite zu erzielen, ist derzeit allerdings sehr anspruchsvoll», erklärt Gerber. Das Schweizer Anlageteam konnte auch 2015 die Rendite auf den Kapitalanlagen im wirtschaftlich herausfordernden Tiefzinsumfeld stabil halten, nicht zuletzt durch Gewinnrealisierungen aus Veräusserungen von Anlagen. Der erwirtschaftete Anlageertrag im Kollektivgeschäft belief sich auf brutto 1,8 Milliarden Franken, was einer Rendite auf Buchwerten von brutto 3,4 Prozent entspricht (2014: 3,33 Prozent). Die Altersguthaben der Versicherten wurden 2015 im Obligatorium und im Überobligatorium mit je 1,75 Prozent verzinst.


Legal Quote

AXA-Winterthur Berechnung Mindestquote Legal Quote 2015


Glossar

Versicherungstechnische Rückstellungen
Sie weisen den Wert der vertraglichen Verpflichtungen gegenüber den Versicherten aus, die langfristig gewährleistet sein müssen. Versicherer sind verpflichtet, ausreichende Rückstellungen zu bilden und regelmässig zu prüfen, ob diese den aktuell gültigen mathematischen Grundlagen entsprechen, unter Einhaltung des Grundsatzes, dass die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen gewährleistet sein muss. Als Grundlage für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden folgende Positionen berücksichtigt: Altersguthaben der aktiven Versicherten, Deckungskapital für laufende Renten, Fonds für Überschussbeteiligung und gutgeschriebene Überschussanteile.

Mindestquote (Legal Quote)
Bei der Mindestquote (Legal Quote) handelt es sich um eine gesetzliche Regelung für Privatversicherer, welche die Gewinnverteilung zwischen Versicherten und Versicherer regelt (VAG Art. 37, AVO Art. 147 ff.). Die Mindestquote schreibt vor, dass mindestens 90 Prozent des Ertrags (auch massgebenden Umsatz genannt) zugunsten der Versicherten in Form von Versicherungsleistungen, Reserveverstärkungen und Zuweisungen an den
Überschussfonds verwendet werden müssen. Der massgebende Umsatz setzt sich dabei aus den Anlageerträgen plus Kosten- und Risikoprämien zusammen. Die Lebensversicherer können maximal 10 Prozent dieses Ertrags als Entschädigung für das zur Verfügung gestellte Risikokapital für die Garantien der Kunden beanspruchen.

Umwandlungssatz / Umverteilung
Der Umwandlungssatz gibt an, zu welchem Satz das in der Pensionskasse angesparte Altersguthaben in eine Rente umgewandelt wird. Bei einem Altersguthaben von 100’000 Franken ergibt sich bei einem Umwandlungssatz von 6,8 Prozent eine jährliche Rente von mindestens 6’800 Franken. Der Umwandlungssatz ist eine rechnerische Grösse, dem eine Lebenserwartung und eine Anlagerendite zugrunde liegen. Diese beiden Parameter haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Der gesetzliche Umwandlungssatz wurde aber kaum an die steigende Lebenserwartung und die Entwicklung der Finanzmärkte angepasst. Aufgrund des zu hohen Umwandlungssatzes ist das Alterskapital eines Rentners heute vorzeitig aufgebraucht; daher findet im Sparprozess eine Umverteilung von den aktiven Versicherten zu den Rentnern statt.

Betriebsrechnung Kollektivlebengeschäft
Für das Jahr 2015 veröffentlicht die AXA Winterthur die Ergebnisse des Kollektivleben-Geschäfts zum neunten Mal auf Basis des Offenlegungsschemas, das von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA im Rahmen der Transparenzvorschriften vorgegeben wird. Basis dazu bildet der statutarische Abschluss der AXA Leben AG, der unter anderem massgebend für die Überschusszuteilung an die Versicherten ist. Im Jahr 2003 war die damalige Winterthur die erste Lebensversicherungsgesellschaft, die neben der statutarischen Jahresrechnung auch die Betriebsrechnung für das Schweizer Kollektivgeschäft durch ihre Revisionsgesellschaft prüfen liess. Die Information der Öffentlichkeit dazu erfolgte jeweils auf jährlicher Basis.


Quelle: AXA-Winterthur
19.05.2016

19.5.2016

Axa Winterthur mit guten Resultaten für die berufliche Vorsorge

Fast jeder zehnte Einwohner der Schweiz kann sich freuen. Die rund 623’000 Personen, welche ihre berufliche Vorsorge bei der Axa Winterthur haben, profitieren nämlich in der zweiten Säule vom erfolgreichen Geschäftsjahr ihrer Versicherungsgesellschaft.

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So stiegen 2015 trotz des weltweiten Tiefzinsniveaus die Erträge auf Kapitalanlagen laut einer Publikation der Axa vom Donnerstag um 6,9 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Franken. Dies ergab eine Nettorendite auf die Buchwerte der Kapitalanlagen von rund 3,2 Prozent, was angesichts der weltweiten Minizinsen eine gute Leistung darstellt. Auch auf Basis von Marktwerten lag die Verzinsung bei ansprechenden 2,9 Prozent.

Zusammen mit den Gewinnen aus dem Versicherungsrisiko sowie aus der Kostenkalkulation gingen im abgeschlossenen Geschäftsjahr 91 Prozent aller Ertragskomponenten an die Kundschaft.

Die Axa verzinste etwa die Altersguthaben der Versicherten sowohl im Obligatorium, als auch im überobligatorischen Bereich mit je 1,75 Prozent. Zur Sicherung der Rentenversprechen für laufende Renten stockte die Gesellschaft zudem ihre Rückstellungen für Altersrenten um 320 Millionen Franken auf.

Auch bezüglich der Fairness beim Generationenvertrag, also bei einer gerechteren Umverteilung zwischen Erwerbstätigen und Rentnern, kam das Unternehmen vorwärts. So setzte die Gesellschaft eine Senkung des Umwandlungssatzes im Überobligatorium, also dort, wo es überhaupt nur möglich ist, weiter um. Der Satz betrug 2015 für Renten von Männern 5,6 Prozent nach 5,84 Prozent im Vorjahr. Bei Pensionen für Frauen lag der Wert bei 5,48 Prozent nach 5,57 Prozent im Jahr 2014. Für den obligatorischen Teil wird das Alterskapital weiterhin laut Gesetz zu 6,80 Prozent gewandelt.

Rückläufige Prämieneinnahmen

Und nicht nur für die Kunden, sondern auch die Axa-Gruppe selbst hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr gelohnt. Hauptsächlich als Folge höherer Kapitalerträge stieg nämlich der Betriebsgewinn aus dem BVG-Geschäft um 4,5 Prozent auf 231 Millionen Franken.

Einziger grösserer Wermutstropfen 2015 war, dass die Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent auf 7,5 Milliarden Franken zurückgegangen sind. Dies lag laut Angaben derGesellschaft hauptsächlich am Rückgang des Neugeschäfts in der Vollversicherung, das um 32 Prozent eingebrochen ist. Allerdings sieht der Leiter der AXA Leben, Thomas Gerber, diesen Umstand gar nicht negativ.

Auf einer Medienorientierung in Zürich erklärte er, dass die Zeichnung von Geschäft bei der Vollversicherung bewusst zurückgefahren wurde. Angesichts niedriger Zinsen am Kapitalmarkt und vielerorts höherer Aufwendungen für Alters- sowie Hinterbliebenenrenten wollten zwar weitere Arbeitgeber von der guten Entwicklungen der Axa bei der beruflichen Vorsorge profitieren, aber da habe die Gesellschaft einen Riegel vorgeschoben.

Gerber nannte dieses Vorgehen vor den Medien ein „Bekenntnis für die Bestandskunden“, die sich somit auch über diese Entwicklung freuen dürften. Für 2016 mahnt aber auch Gerber, dass zum Beispiel die Kapitalerträge angesichts der sehr niedrigen Wiederanlagezinsen bei auslaufenden Anleihen auch bei Axa unter Druck geraten werden.

Quelle: SDA
19.05.2016

8.5.2016

Swiss-Life-Chef hält Pensionsalter 70 und tiefere Renten für nötig

Der Chef des Versicherungskonzerns Swiss Life, Patrick Frost, sieht die Altersvorsorge in Schieflage. Um die Finanzierung wieder ins Lot zu bringen, hält der Manager eine drastische Senkung des Umwandlungssatzes und eine deutliche Erhöhung des Rentenalters für nötig.

„Der Umwandlungssatz müsste weit unter 5 Prozent gesenkt werden“, sagte Frost in einem Interview mit der „Sonntagszeitung“. Er fügte jedoch hinzu, dass er dies derzeit für politische nicht durchsetzbar halte.

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Frost zeigt sich aber zuversichtlich, dass die Gesellschaft zur Besinnung komme und einen fairen Ausgleich zwischen den Generationen schaffe. Seit die Stimmbürger vor sechs Jahren die Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6,4 Prozent gebodigt hatten, habe sich das Bewusstsein gesteigert, dass es so nicht weiter gehen könne.

Für Frost geht das Reformpaket Altersvorsorge 2020 in die richtige Richtung. „Die Senkung des Umwandlungssatzes wird begleitet von Kompensationsmassnahmen“, sagt der 47-Jährige. „Das heisst es soll mehr gespart werden, damit am Schluss ein höheres Alterskapital vorhanden ist.“

Das Reformpaket des Bundesrats, das derzeit vom Parlament beraten wird, sieht unter anderem eine Mehrwertsteuererhöhung um 1,5 Prozentpunkte vor. Die Einnahmen sollen vollständig dem AHV-Ausgleichsfonds zugeführt werden.

Frauen sollen wie Männer mit 65 Jahren in Rente gehen, also ein Jahr später als heute. Das Pensionierungsalter soll zwischen 62 und 70 Jahren gewählt werden können.

Zudem soll der Umwandlungssatz von derzeit 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesenkt werden. Ein Umwandlungssatz von 6,8 Prozent bedeutet, dass auf ein Vorsorgekapital von 100’000 Franken eine lebenslängliche Altersrente von 6800 Franken pro Jahr gezahlt wird.

Neue Arbeitszeitmodelle

Eine Erhöhung des Rentenalters hält Frost für unabdingbar. „Da wir nicht nur älter werden, sondern auch länger gesund bleiben, wäre es sinnvoll, wenn die Aktiven sukzessive länger im Arbeitsprozess bleiben würden – bis 70 oder darüber hinaus“, sagt der Chef von Swiss Life.

Das würde auch die AHV entlasten, die letztes Jahr einen Verlust von einer halben Milliarde Franken eingefahren habe. Frost sieht dabei auch die Unternehmen in der Pflicht: „Wir als Arbeitgeber sind gefordert, mit neuen Arbeitszeitmodellen und Karrieremodellen Hand zu bieten.“

Quelle: SDA
08.05.2016