Drei Säulen Prinzip Schweizer Vorsorge

Das Wichtigste in Kürze zu den Sozialversicherungen

Die Einwohner der Schweiz stellen ihre Vorsorge auf drei Säulen, welche historisch unterschiedlich gewachsen sind. Dabei ist jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz obligatorisch in der AHV-IV für Leistungen bei Invalidität und Alter versichert. Weitere Sozialleistungen hängen von den geleisteten Arbeitsstunden und dem Einkommen ab.

1. Säule

Alters und Hinterlassenenversicherung AHV

Die AHV ist die älteste gesamtschweizerisch eingeführte Altersvorsorge. Die Beiträge der Berufstätigen werden im Umlageverfahren an die Pensionäre verteilt. Damit stand bei der Einführung im Jahr 1948 sofort Geld für Altersrenten zur Verfügung. Der Gesamtbeitrag beträgt 10.3% vom Bruttolohn und wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Die Beiträge liegen bei selbständig Erwerbenden zwischen 5.223% und 9.7%. Hinzu kommen die Beiträge an die Familienzulagen von 1.2% des Bruttolohnes und die Verwaltungskosten.

Invalidenversicherung IV

Die Invalidenversicherung schützt im Falle von Erwerbs- und Arbeitsunfähigkeit. Dabei gilt der Grundsatz: Eingliederung vor Rente. In den Leistungen gibt es Unterschiede zwischen Rente durch Unfall und Rente durch Krankheit. Vor der Auszahlung einer Rente wird die Wiedereingliederung in einen anderen Beruf unterstützt. Die Vergabe von Renten wird seit der Einführung der IV-Revision 6a im Jahr 2012 restriktiver gehandhabt als noch vor wenigen Jahren. Dabei sollen gezielte, integrationsfördernde Instrumente Rentenbezügern die Wiedereingliederung in das Berufsleben erleichtern. Diese Erwerbstätigkeit hat das Ziel, dass keine oder nur noch tiefere Renten beansprucht werden.

2. Säule

Pensionskasse

Arbeitnehmer, die das 17. Altersjahr überschritten haben und bei einem Arbeitgeber einen Jahreslohn von mehr als CHF 21`150 beziehen, unterstehen der obligatorischen Versicherung. Ab dem 25. Altersjahr kommen zu den Risikobeiträgen Sparbeiträge für die Altersvorsorge hinzu.
Einzelunternehmen können sich der Pensionskasse ihrer Mitarbeiter, dem Berufsverband oder der Stiftung Auffangeinrichtung anschliessen. Versäumt der Arbeitgeber, seine Mitarbeiter bei einer Stiftung zu versichern, sind diese durch die Stiftung Auffangeinrichtung versichert.
Die Vorsorge beinhaltet Alter, Invalidität und Todesfall. Dies alles gilt für Einkommen bis zu CHF 84`600. Lohnbestandteile, die darüber hinausgehen, sind nicht obligatorisch versichert. Die Mindestleistungen im Falle einer Invalidität reichen in der Regel nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Ihr Arbeitgeber ist deshalb weitgehend frei in der Gestaltung einer tragenden Vorsorge.

Unfallversicherung

In der Unfallversicherung sind Sie als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin in jedem Fall für Berufsunfall versichert. Arbeiten Sie mehr als acht Stunden die Woche, sind Sie zudem bei der Nichtbetriebs-Unfallversicherung angeschlossen. Der Versicherungsschutz beginnt am Tag der tatsächlichen oder geplanten Arbeitsaufnahme und endet dreissig Tage nach Austritt aus dem Unternehmen. Alle Lohnbestandteile bis CHF 148`200 sind versichert. Löhne, die darüber hinausgehen, müssen zusätzlich abgedeckt werden mit einer Zusatzversicherung, dem UVG-Z. Alternativ kann der Übersteigende Lohn mit der Pensionskasse für den Fall von Unfall abgesichert werden. Vorteil hier: Leistungen werden auch für Hinterlassene bezahlt. Auch Einzelunternehmen können eine Unfallversicherung abschliessen, eine sogenannte UVG-F. Darin können verschiedene Elemente wie Taggeld oder Heilungskosten abgedeckt werden. Die Leistungsdauer erstreckt nach der Wartefrist über zwei Jahre nach Ereignis. Die Wartefrist kann gewählt werden.

3. Säule

Gebundene Vorsorge mit Steuervorteil / Säule 3a

Die gebundene Vorsorge mit Steuervorteil unterteilt sich im Wesentlichen in

Freie Vorsorge / Säule 3b

Unter freier Vorsorge werden alle Massnahmen zur Absicherung bei Invalidität, Alter und Tod verstanden. Dies können Policen bei einer Versicherung oder alternative Massnahmen zum Vermögensaufbau und somit der Altersvorsorge sein.

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