2. Säule

Die zweite Säule, die berufliche Vorsorge, besteht aus der Unfallversicherung und der Pensionskasse. Beide beinhalten einen obligatorischen- und einen überobligatorischen Teil.

Die Unfallversicherung wird getragen durch die Schweizerische Unfallversicherungs-Anstalt (SUVA) und private Versicherer, Pensionskassen durch öffentlich-rechtliche- sowie privatrechtliche Institutionen. Typische öffentlich-rechtliche Pensionskassen sind Beamtenversicherungskassen.

Die berufliche Vorsorge – BVG

Ziele der beruflichen Vorsorge

Ziel der beruflichen Vorsorge ist die Fortsetzung der bisherigen Lebenshaltung in angemessener Weise.

Gemeint sind damit Vorsorgeleistungen bei Krankheit, Alter und Tod in Ergänzung zur AHV/IV.

BVG Pflicht – Versicherter Lohn

Im Obligatorium werden Lohnbestandteile bis maximal CHF 84`600 versichert. Von diesen werden CHF 24`675 als Koordination abgezogen. Die Koordination gleicht die Leistungen der Pensionskasse mit denjenigen der AHV/IV ab.

BVG-Mindestlohn

Die Eintrittsschwelle in die Pensionskasse liegt bei CHF 21`150. Ab diesem Lohn erfolgt die Aufnahme in eine Vorsorgestiftung. Dabei ist der minimal versicherte Lohn CHF 3`525.

Koordinierter Lohn

Der koordinierte Lohn ist die Basis zur Berechnung der Versicherungs- und Altersleistungen. Die Sparbeiträge zum Vermögensaufbau beziehen sich auf diesen Lohn.

 

Koordinierter Lohn

Obligatorische Leistungen der beruflichen Vorsorge

Zusätzlich versicherbare Leistungen sind

  • Lebenspartnerrente bei Tod
  • Zusätzliches Todesfallkapital
  • Erhöhte Sparbeiträge für Verbesserung der Altersrente
  • Vorgezogene Sparbeiträge für Personen unter 25 Lebensjahren

In KMU entscheidet in der Regel der Geschäftsinhaber über den Leistungsumfang. Arbeitnehmer haben im Rahmen der Personal-Vorsorgekommission die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Versicherte Personen in der 2. Säule

Obligatorisch versichert sind alle Personen mit einem Erwerbseinkommen ab CHF 21`150. Ab dem 25. Lebensjahr werden Sparbeiträge für die Altersvorsorge reserviert. Sind mehrere Arbeitgeber vorhanden und werden in der Summe mehr als CHF 21`150 erwirtschaftet, darf sich der Arbeitnehmer der Vorsorgestiftung desjenigen Arbeitgebers anschliessen, deren Reglement dies zulässt.

Der Vorsorgeschutz ist in jedem Fall durch die Stiftung Auffangeinrichtung gewährleistet, welche die obligatorischen Leistungen übernimmt. Dies für den Fall, dass ein Arbeitgeber den Anschluss bei einer Stiftung noch nicht vollzogen hat.